Manche Dinge kann man nicht steuern. Wenn es regnet, regnet es eben. Man kann nur die eigene Stimmung beschreiben.
Manchmal stimmt Regen mich traurig, ab und an freue ich mich über ihn, weil ich dann nicht in den Garten zum Rasensprengen muss.
Heute stimmt er mich nachdenklich. Ich wollte, der Regen könnte so reinigend auf mein Leben einwirken, wie auf die schmutzigen Straßen. Klingt so gar nicht nach mir – finde ich.
Ich bin es müde, um jede Kleinigkeit zu kämpfen, alles zu rechtfertigen und es jedem recht zu machen, im übertragenden Sinne: anderen ihren Dreck vom Tisch zu räumen. Im Freundeskreis habe ich es mir beinahe abgewöhnt und alle Beinahe-Betroffenen erkennen in mir plötzlich ein „nicht mehr funktionsfähiges Element“ ihres Lebens. Ich habe das ‚Nein’ gelernt. Pech für die Betroffenen.
Eben habe ich eine satte Stunde im Regen gesessen und nichts anderes getan, als den Tropfen beim Fallen zuzusehen. Mir ist arschkalt, ich bin nass bis auf die Knochen, aber entspannt. Müsst ihr mal machen ... einfach in den Regen setzen und zusehen, wie er fällt. Man kann auch wunderbar seine Gedanken dabei ordnen!
Gut, gegen Ängste hilft er nicht. Denen muss man sich wohl stellen.
Also auf mit mir, Regen spielen!
...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen