24. Januar 2010

Schlechte Laune?

Ja, kenne ich. Mutiert bei mir gerade zum Dauerzustand.

Warum, frage ich mich.

Weil Noch-Göga mich mal wieder ohne Vorwarnung ins offene Messer rennen ließ? So ein bissel nicht bezahlte Miete – was rege ich mich auf??? Wir hatten eine Vereinbarung ... macht ja nichts, dass er sich mal wieder nicht daran hält, oder!??

Weil meine Überstunden und Reisekosten aus anno Knopp immer noch nicht mein Konto erreicht haben und ich zum x-ten Male nach einer harten Arbeitswoche an meinem einzigen, verschissenen freien Tag eine Mahnmail schreibe?

Weil mein Sparschwein mir seit drei Jahren von sechshundert Steinen vierhundertfünfzig in Miniraten abgestottert hat und ich auf den Rest vermutlich bis zum Jüngsten Gericht warte?

Weil ich aus finanziellen Gründen endlich aus der Kirche ausgetreten bin und dennoch satte zwei Monate weiter Kirchensteuer zahlen darf? Konnte mir im Übrigen keine ... erklären, warum!!! Und was ein Aufwand! Erst im Amtsgericht rumsitzen, ggf. die Heiratsurkunde, Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde im Gepäck, hernach auf dem Finanzamt ein Nümmerchen ziehen. Klar, man hat ja sonst nichts zu tun!!!

Weil ich an dem verschissenen freien Tag Berge von Wäsche wasche, den Wocheneinkauf erledige und mich mit dem (siehe oben oder unten) Rest rumärgere?

Weil mein Vermieter mir Monteure androht, die dann vier unbezahlte Arbeitsstunden (meine! – versteht sich) nicht erscheinen, da er sich erlaubt hat, die Firma einen Tag vorher zu entlassen und vergaß „uns Mieter“ zu informieren? Armer Tropf (grenzdebil?) – ich sollte ihm das in Rechnung stellen!

Weil eines meiner Kinder gerade an der Uhr dreht und s. E. unbedingt eine eigene Wohnung braucht? WER spendet???

Weil ich weder Lust noch überschüssige Reichtümer habe um von vier in zwei Zimmer zu ziehen, um nach geschätzten sechs Monaten eine Drei-Zimmer-Unterkunft zu suchen?

Weil es Chefchens gibt, die immer noch keine Ahnung vom Zusammenhang zwischen Arbeitsklima und Krankenstand ins Hirn bekommen? Fehlende Sozialkompetenz oder einfach nur dusselig?

Weil ich weniger auf dem Netto-Gehaltszettel habe als ein HarzIV-Empfänger und mir dennoch den Arsch rund arbeite?

Weil ich von den paar Kröten auch noch zwischen zweihundertvierzig und „ich will’s nicht ausrechen“ Spritkosten habe?

Weil ich jeden Tag zwischen ein und ein halb oder zwei und ein halb Stunden Fahrzeit habe?

Weil mich stauverursachende Messen nerven?

Weil ich es saugeil finde, bei Schnee oder Glatteis über die Schnellstraße zu rutschen?

Weil es eine echte Erfahrung ist, zwischen zwei Schneeflügen dreißig, statt sieben Minuten zu fahren?

Weil es so toll ist, ohne Auto drei Stunden zur Arbeit einplanen zu dürfen? Ja, zurück auch! In diesem Zusammenhang möchte ich den öffentlichen Verkehrsbetrieben meiner Region für ihr Planungsvermögen wirklich ein Lob aussprechen – Gott, ich kann lügen, ohne sofort zu kotzen!!!

Vielleicht auch, weil man Leute kennen lernt, die sich tatsächlich im vollen Saft befinden, geistig voll auf der Höhe scheinen und sich darüber aufregen, dass sie „ihre Macke“ nicht rentenrelevant anerkannt bekommen und nunmehr arbeiten sollen ...Der Knüller war dann die Idee sich auf’s Dach zu stellen und auf suizidgefährdet zu tun. Sollte ich mir vielleicht auch ne rentenfähige Matsche zulegen???

Keine Ahnung!!!

Vielleicht bin ich auch einfach nur urlaubsreif???


PS: Mein inzwischen dritter, nein vierter, Urlaubsantrag wurde auch abgelehnt. Vielleicht nehme ich in Zukunft einfach alle paar Monate Urlaub von Montag bis Donnerstag, wenn ich knapp vor Mord bin, und arbeite dann firmenfreundlich am Wochenende? Freitag, Samstag, Sonntag?


Nein, ich werde keine Ratschläge loslassen. Ich möchte Dich einfach in den Arm nehmen und halten. Einfach für Dich da sein und zuhören. Dir den Raum geben, den Du brauchst. Schweigend. Bedingungslos. Du weißt, ich bin immer für Dich da. In Gedanken bin ich immer bei Dir, nehme Dich in den Arm, höre zu, schimpfe mit Dir, rede mit Dir, lache mit Dir.

Mein o.k. für die Flügel hast Du! Obwohl ... ein bissel mehr meutern würde Dir auch ned schaden!!!

Bin schon beinahe runter, habe 'ne Woche Zwangsurlaub, oder so. Ab JETZT minus drei Stunden ;)

Flügel? Brauche ich nicht, habe ich in mir, das reicht.

Meutern? Wozu? Raubt mir meine Nerven und meine Energie und das sehe ich nicht mehr ein, also mache ich einfach nicht mehr mit.

Happy Urlaub! :-)

Beim Nicht-Meutern war ich schon - hilft auch nicht, ist ebenso anstrengend und auf Dauer nervenraubend. Wie auch immer ...

Danke für die Urlaubswünsche. Grippaler Infekt oder so, shit happens. Wann, wenn nicht im Urlaub? Wenn ich den dämlichen Job nicht zum Überleben bräuchte, wäre ich liebstes Mitglied meiner Krankenkasse oder eben ungeliebter Kostenfaktor ... Was soll's, meine Dankbarkeit ließe sich kaum ausdrücken, wenn ich endlich die Kleinigkeit von blablablubb und überhaupt in Zahlen auf meinem Kontoauszug sehen dürfte. Ich schreibe aber natürlich gerne wieder eine freundliche "Erinner-Dich"-E-Mail ... (muss ich ja, alle ... Monate, sonst verzichte ich rechtlich gesehen auf das bissel Arbeitsaufwandsentschädigung) Eigentlich total bescheuert! Was, außer arbeiten, könnte ich mit meiner Freizeit schon anfangen??? Meine Bude putzen, mit dem Nachwuchs kommunizieren, die Wäscheberge in den Griff bekommen etc. pp., Hobby's frönen!??? Blödsinn! Ich würde mir einen Nebenjob suchen, damit ich mich alleine finanzieren kann, ohne umziehen zu dürfen o.ä.

Da kann ich doch eigentlich auch gratis arbeiten und bin wenigstens sicher, dass ich all die faulen Säcke mit-finanziere, die "schlauer" sind, als ich. Eigentlich auch schon völlig schnuppe. Wir gucken doch gerne in die Ferne ...

Haiti - brandaktuell. Natürlich tragisch!!! Hallo? Wo bitte ist Eure nächste Brücke, der nächste Park, huch - der Obdachlose? (so manch einem Arsch könnte man gelegentlich auch ein Beben wünschen)

Immer wieder schön, wie 'wir' unser Gewissen beruhigen, indem 'wir' uns um alle Welt kümmern und flott ein paar Tantiemen spenden, so wir noch können.

Schon klar, mein Allerwertester dreht sich auch gerade um meine kleine Welt. Ich heuchel aber wenigstens nicht rum, was ich'n Spendenheld bin. Sorry, hab ich damals, als ich noch 'richtig viel Kohle' verdient habe, auch nicht. Ich bin halt 'nen Id(ea)io(lis)t und gucke vor meine Tür ...

Sis, kannste mir mal erklären, womit ich die ganzen sozial-inkompetenten Schwachmaten in meiner Umgebung "verdient" habe???

Irre ich, wenn ich behaupte, dass jeder wohl so seine Problemchen hat? Bin ich deppert, weil ich jemanden, der irgendwo liegt, nicht sofort zum Alki stempel? (by the way - auch Diabetiker riechen ggf. nach Alk ...) Und selbst wenn .. hallo!!!! guckt in diesem Sch... Ländle mal jemand auf die Temperaturen oder sind hier alle vor Erfurcht erstarrt, weil unsere flotten Regierungsvertreter so befremdlich un-sprachbegabt durch die Ämter flutschen?

....

Ich würde mich gerne wegbeamen - wenn ich nur Ahnung hätte, wohin! *ZENSIERT!*


16. Januar 2010

Senioren

Sis, Du bekommst keine Pause. Du setzt keine Grenzen, weil Du es nicht kannst. Der/die Seniorin kann Dir angetan haben und antun, was er/sie mag: Du liebst den senilen Teil Deines Lebens! Dein Pech – ist so.

Sorry, DU musst irgendwann eine Entscheidung treffen. Ich bin sicher, solange der/die Senior/in nicht Gefahr birgt, die Behausung anzuzünden, wirst DU da sein. DAS ist normal und völlig o.k.

Anstrengend ist es auch, ja. Nervenraubend und lästig.

Irgendwie ist es aber auch Liebe.

Wir haben einmal Parallelen gefunden. Die gibt es noch. Sei ruhig sauer, weil ich das genau so schreibe! Schrei mich an, wenn Du magst (hilft gelegentlich) , aber tu mir die Liebe, akzeptiere, dass Du nichts dazu und nichts dagegen kannst. Und wenn gar nichts mehr geht, hol dir verdammt noch mal Hilfe!

Große Worte. Eine Antwort?

Ich kann problemlos Grenzen setzen. Du merkst das nur nicht, weil Du lediglich Ausschnitte kennst. Nein, ich liebe den senilen Teil nicht. Ich will mir nur ein Stück Kindheit bewahren und sie ist alles, was davon greifbar ist. Verzeihe mir meine Schwäche.

Warum soll ich Dich anschreien? Weil Du Dich aus dem Fenster lehnst? Nein, das ist Deine Sache. Meine ist es aufzuschreiben, was mich quält, denn so funktioniere ich. Ich finde Lösungen und Wege, wenn ich es schreibe, lese, drüber nachdenke. Dein Weg muss nicht mein Weg sein.

Nein, ich kann nur bei mir etwas ändern. In meinem Denken, meinem Tun. Indem ich mich betrachte, das Warum finde und akzeptiere.

Du kannst das trennen? Den schönen Teil der Kindheit zu wahren, sollte nicht heißen, sich für alles verantwortlich zu fühlen. Und ja, da kann ich mich wohl aus dem Fenster lehnen, fürchte ich.

Aufschreiben ist ein guter Ansatz. Ich hoffe von Herzen und weil Du mir am Herzen liegst, dass Du Deinen Lösungsweg findest, bevor die Suche danach Dich zu sehr verletzt.

Ja, ich kann das trennen. Und ganz langsam, wie ich manchmal bin, lerne ich loslassen. Es ist ihr Leben und sie trägt die Verantwortung dafür, ebenso für ihre Taten. Mein Vater hat ihr und uns viel abgenommen, was uns Vieles leichter gemacht hat, aber eben auch geschützt hat. Seit er nicht mehr da ist, heißt es friss oder stirb. Ich habe mich entschieden zu fressen, mit allen Konsequenzen. Was die anderen beiden machen, ist ihre Sache. Manchmal frage ich mich, warum Papa uns so viel angenommen hat. Wollte er uns einfach abhängig machen und dominieren? Von eigenen Problemen wegsehen? Vielleicht wusste er auch nicht, dass man niemanden seine Aufgaben wegnehmen kann, denn die Jobs bleiben, man muss sie selbst erledigen.Es ist müßig über die Beweggründe meines Vaters nachzudenken. Ich bin ihm für die Liebe, die er mir immer gegeben hat unendlich dankbar, aber noch mehr freut mich, dass er mir den Raum gegeben hat mich zu entwickeln, hinzuschauen, nachzudenken, zu handeln - und das frei. Er hat mir Freiheit des Geistes geschenkt, vielleicht nur im Ansatz, aber er hat und das zählt.

Es ist eigentlich logisch, dass meine Familie oder auch Menschen um mich herum versuchen mich für ihre Zwecke einzuspannen. Es ist sogar legitim zu versuchen einen einfachen Weg zu finden. Der Mensch an sich ist faul und dumm, er hat es gerne, wenn ihm lästige Dinge abgenommen werden. Ich bin ein Mensch, der lästige Dinge angeht, nicht gerne vielleicht, aber ich drücke mich nicht. Warum? Weil ich es kann. Ich kann, was meine Familie nicht kann. Daher ist ihr Erdrücken, ihr Aussaugen, ihr Benutzen einerseits Neid und Eifersucht, denn sie können nicht, was ich kann. Andererseits steckt in ihren Taten auch viel Bewunderung, denn sie können nicht, was ich kann. Das meine ich wertfrei, denn ich halte mich nicht für absolut wunderbar, aber ich kann eben Dinge, die ganz viele nicht können. Ich bin weder dumm noch schwach, das bringt es mit sich, dass schwache oder/und dumme Menschen davon ein Stück abhaben wollen. Aber dazu gehören zwei; einer, der macht und ein anderer, der mitmacht. Man hat immer die Wahl.

Es tut weh, aber es ist erträglich und ich habe in meinem Leben fast immer gesehen, dass Schmerz lehrreich ist. Er bringt mich weiter, zeigt mir klar meine Grenzen, meinen Weg und lässt mich wachsen. Vielleicht brauche ich Schmerz, um Freude und Bewusstsein zu entdecken. Das Schöne ist, wenn der Schmerz verklingt, bleibt die Erkenntnis und das macht mich frei.

Ich lerne Dinge, die nicht meine Dinge sind, loszulassen. Ich lerne zu akzeptieren. Mich und andere Menschen. Deren Aufgaben von meinen zu unterscheiden. Es ist wie es ist - das lerne zu akzeptieren. Warum Dinge ändern, die nicht zu ändern sind.

Und noch was, Sis: Du kannst Dich jederzeit aus jedem meiner Fenster lehnen. Ich bin stolz darauf, wenn Du mich in den Arsch trittst und mir helfen willst. Das macht unsere ehrliche Freundschaft aus. Wir dürfen und wir lassen zu. Danke!!

Weißt was, ich finde es manchmal erschreckend, wie Du mich an mich erinnerst. Ich hab Dich ehrlich liebgewonnen. Du bist mir Freundin, Seelenverwandte, Schwester und mehr. Ab und an muss ich einfach mit Dir motzen! Sollst es ja mal besser haben *lol*

Im Ernst, ohne Dich, den Blog hier, gelegentliche Lachanfälle in "privateren Gefilden" würde mir etwas fehlen im Leben. Schön, dass es Dich gibt.

Drohung am Rande: Ich weiß nicht, ob ich d.J. nicht gelegentlich in den Pott fahre. Mein Sparschwein wandert demnächst aus *sfg* 

Und "Papa" ist für Töchter wohl immer ein schwieriges Thema. Ich heule seit Jahren vor meinem Geburtstag, weil er knapp davor verstarb. Blöde, irgendwie. Ich bin nicht mit ihm aufgewachsen, kannte ihn nicht als Vaterfigur, obwohl er alles nachholen wollte. Ich habe ihn geliebt, gepflegt und vermisse ihn wie Sau!

Komischerweise, weiß ich einfach, dass er mich geliebt hat und sich wo auch immer die Platze ärgert, dass er nicht mehr da ist. Warum? Weil wir in seinem Sterbeprozess die wohl besten Gespräche geführt haben, die zwei Menschen führen können. 

Ich liebe ehrliche Gespräche/Diskussionen ...  

Und weißt Du, was das Beste ist? Du darfst alles sagen, von Dir höre ich mir alles an, immer zu und denke drüber nach. 

15. Januar 2010

Das ...

... findest Du toll? Ich eher langweilig, aber bitteschön:


Ja. Ironie und Realismus in Kombination. Vielleicht lasse ich ja nach, aber ja, der Text erinnert mich an Beziehung/en.

schieferblau

10. Januar 2010

Seniorenbetreuung: ein harter Wintertag

Draußen fegt Tief Daisy umher, es ist kalt, es liegt Schnee und ich habe eine so kräftige Sinusitis, dass mich mein HNO missmutig anschaute, mir zur Strafe wortlos 10 Tage Antibiotika aufgebrummt hat und Schonung befahl.

Die Seniorin interessiert das nicht wirklich. Sie kann nicht gut laufen, sie schläft schlecht, sie ist nicht gut zurecht - kurz, sie nervt ungemein. Krank wie ich bin, habe ich mich am Freitag aufgemacht, um sie zu besuchen. Zum Glück hatte ich kein Fieber mehr, aber schön is anders.

Zur Bank war sie schon vor 2 Tagen gegangen und hatte Geld geholt, dafür wollte sie natürlich hochtrabend gelobt werden, weil sie mir ja so viel Arbeit abgenommen hat. Also ging ich einkaufen und weil ich ja gerne backe und sie so gerne Kuchen isst, gleich auch die Zutaten für einen Kuchen eingekauft.

Bei ihr angekommen, war ich fertig mit der Welt, nassgeschwitzt ob der Anstrengung und dazu eingefroren - keine schöne Mischung. Schließlich ging es ans Backen und das Theater nahm seinen Lauf: Das Backblech nicht richtig sauber, die Küchenmaschine auch nicht sauber, jeder zweite Löffel auch nicht, ergo musste per Hand nachgespült werden. Die Rentnerin total sauer, weil liegt ja an der Spülmaschine, ich stell mich an und überhaupt. Eigentlich war sie sauer auf sich und mich, weil sie nämlich keinen Bock auf nichts hat und ich sie dabei erwischt habe. Der Kuchen war im Ofen, machte ich mich ans Essen machen, was sie nicht kann, weil sie ja keine Lust dazu hat und üblicherweise alles in einen Topf klatscht, den Herd anmacht und sich vor den Fernseher knallt und bedudeln lässt. In der Zwischenzeit verkocht das Essen oder brennt an, mit Gewürzen kennt sie sich auch nicht aus, jedenfalls koche lieber ich, was ihre Faulheit natürlich prächtig unterstützt. Dazu den großen Topf aus dem Schrank geholt, den sie eigenhändig gespült hat. Leider war dieser ebenfalls nicht sauber, ein dicker Fettrand klebte an seinem Innenrand. Tja, die Woche zuvor gab es Hühnersuppe und wer hatte mal wieder kein Interesse daran zu spülen, weil das Leben so hart und anstrengend ist? Die Rentnerin!

Logisch auch, dass ich sie ruhig fragte, warum denn alles so dreckig sei? Ob ihr das zu viel ist oder was der Grund ist? Wie immer kamen erst Ausreden und Heulerei, bis nach einer halben Stunde kam, das sei ihr egal und ich würde immer motzen. Entschuldigung, dass ich nicht die Hühnersuppe der letzten Woche essen mag und auch nicht ihren überbackenen Camenbert, deren Reste auf dem Blech prangen oder die angetrockneten Reste an der Küchenmaschine und mich auch nicht auf eine Klobrille setzen mag, wo ihre Kackereste mich anleuchten.

Klar, ich motze dauernd, weil ich dauernd was aus dem Schrank nehme und es ist nicht sauber. Fragt man sie, liegt es daran, dass mein Vater nicht mehr da ist. Logisch, dass ich ihr mitteile, dass der die letzten 10 Jahre seines Lebens damit verbracht hat, alles sauber zu halten und ihrem Arsch hinterher zu räumen. Natürlich führte ich ihr das vor Augen und natürlich heulte sie gleich los, das Leben sei so furchtbar, sie so einsam und überhaupt. Eine neue Putzfrau muss ich ihr besorgen, das kann sie nicht, aber die letzten drei putzten auch nicht gut und furchtbar langsam und eigentlich haben die nur mit ihr Kaffee getrunken - ihre Aussage. Die letzte war besonders arm dran, denn sie hatte zwei Kinder, 2 und 5, was nicht schlimm war, denn die Kinder waren super lieb und nett. Die Rentnerin will aber immer was zum Anfassen und Kuscheln, ist aber selbst eher grob und rupfte daher rabiat an den fremden Kindern, damit diese auf ihren Schoß springen und mit ihr kuscheln. Natürlich fanden die das doof, liefen zur ihrer Mama und, böse Fall, zu mir. Kinder und Tiere kommen immer zu mir, warum weiß ich auch nicht, vielleicht, weil ich sie einfach in Ruhe lasse.

Die Rentnerin macht das natürlich bitterböse, weil ich ja ihr Hassobjekt bin, alles bin, was sie nicht ist, was sie einerseits ganz toll, andererseits ganz furchtbar findet. Jedenfalls saß ich dann da mit zwei süßen Jungs, die auf mir rumkletterten und die Seniorin war wieder mal die Gearschte, wobei natürlich ich die Schuld trug oder die Kinder schlecht erzogen sind. Denken ist ja auch nicht ihr Ding.

Zurück zum Essen und Kuchen. Sie jammerte, weil ich motzte und dann kam, was immer kommt: Du musst ja nicht kommen. Wegen mir musst Du auch keinen Kuchen backen. Ahja, ist klar. Und wer ruft fünfmal bei mir an, wenn ich mich mal einen Tag nicht melde? Sie. Sie ist einsam und alleine, aber so wie ich bin, will sie mich auch nicht. Ich soll das liebe Töchterlein sein, dass ihr jeden Wunsch von den Augen abliest, ihr das Händchen streichelt und sie ist das liebe, alte Mütterlein, dass sich für ihre Kinder den Buckel krumm gearbeitet hat. Leider ist das aber nicht so.

Die Mutter hat ihre Tochter nämlich nie in den Arm genommen, wenn diese sich weh getan hat und auch sonst nie angefasst. Sie hat ihr noch nie etwas vorgelesen oder sie gepflegt, wenn sie krank war. Sie hat sich nicht einmal für die Interessen ihrer Tochter interessiert, sondern lieber vorm TV abgehangen. Sie hat ihrer Tochter sehr wenig beigebracht, weil die mit 14 schon besser nähen und kochen konnte als sie selbst. Die Mutter hat ihre Tochter sehr oft geschlagen und ihr Leben lang emotional erpresst. Die Mutter hat mit ihrer Tochter oft eine Woche lang nicht gesprochen, wobei sie der Tochter nie sagte, was sie denn falsch gemacht hat. Die Mutter hat der Tochter mehr als einmal Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke Wochen nach dem Ereignis weggenommen, weil die Tochter etwas gemacht hat, was der Mutter nicht gefiel. Die Mutter findet es selbstverständlich, dass sie bedient wird, käme selbst aber nur unter Protest auf die Idee der Tochter etwas zu schenken oder ihr aus der Küche ein Getränk mitzubringen. Die Tochter ließ sich lieber von ihrem Vater die Haare schneiden, weil sie dann kein Auge verlor und ebenso nicht von der Mutter waschen lassen, weil die Mutter so grob war, dass es wehtat. Weiterhin ließ die Tochter sich nie von der Mutter die Finger- oder Fußnägel schneiden, weil die Mutter regelmäßig so schnitt, dass Blut auftrat, was natürlich wehtat. Die Mutter besteht auf Geschenke, Aufmerksamkeit und Zuwendung, gibt aber nichts, rein gar nichts. Die Mutter, die auch wenn ihre Tochter zu Besuch ist, mit dieser am liebsten vorm Fernseher hockt, weil sie ja nichts zu sagen und auch nichts zu fragen hat.

Die Tochter hing an ihrem Vater, weil der mit ihr gekuschelt, gelacht und gestritten hat. Weil er vielseitig interessiert war und nachgefragt hat, wenn sie etwas nicht verstanden hat oder er etwas wissen wollte. Er hat sie nie geschlagen und ihr immer erklärt, was sie falsch gemacht hat. Der Vater hat der Tochter so viel beigebracht, nicht nur Wissen, sondern auch Weisheit. Er hat nie etwas gefordert, aber viel gegeben und die Tochter hätte ihm alles gegeben, was sie hatte, weil er so voller Wärme und Liebe und Lachen war, dass es schon wehtat.

Die Mutter versuchte den Sohn an sich zu binden, die Tochter und den Mann. Die Tochter und der Vater waren aber seelenverwandt, der Sohn eher eine verlorene Seele. Sohn und Mutter wurden von Eifersucht und Neid zerfressen, denn Tochter und Vater liebten sich immer, egal wie sehr sie sich stritten. Leider ist der Vater verstorben, der Sohn lässt sich nicht blicken, daher soll die Tochter alles ausbaden. Aber warum? Weil die Mutter sie geboren und ernährt hat? Denn mehr ist da nicht. Als die Mutter der Tochter gestern sagte, sie sei nicht die Tochter, die sie haben wollte, sagte die Tochter nur lakonisch, die Mutter solle sich trösten, sie habe auch immer eine ganz andere Mutter gewünscht.

Nein, es war nicht richtig von mir, aber was soll ich tun? Sie ist alles, was ich nicht mag und bin: Jedes Wort von ihr ist ein Vorwurf oder ein Angriff, was natürlich ihrer Meinung nach nicht stimmt. Alle sagen, sie sei so lieb und nett. Klar, die sehen oder hören sie ja auch maximal ein- bis zweimal im Jahr, da ist es leicht. In ihren Augen bin ich das Problem. Ich war ja schon immer was Besseres, ich habe Abitur und studiert, ich bin ja selbstständig und habe einen komischen Männer- und Freundinnengeschmack. Das ist dafür gelernt und gearbeitet habe, vergisst sie gerne. Ich bin mir sicher, sie würde auch versuchen, Dich schlecht zu machen. Sie ist so voller negativer Energie, was mir eigentlich schon wieder leid und Leid tut.

Ich bin ja nur froh, dass im Laufe meines Lebens einige, sehr verschiedene Menschen meine so genannte Familie kennengelernt haben und meiner Meinung sind, aber sie gehen auch nicht immer wieder zu ihr.

Warum gehe ich überhaupt noch zu ihr? Weil mein Papa gesagt hat, ich solle mich um sie kümmern. Weil sie niemanden hat, nicht einmal Freunde. Weil ich immer noch denke, sie ist der letzte Rest von meinem Zuhause, meinem Ursprung und weil dort so viel Papa ist. Wenn ich in seinem Keller bin, wo sie nie war, setze ich mich manchmal einfach auf einen Farbeimer und weine. Weine, weil ich so viel am Arsch habe, weil ich mir selbst leid tue, weil Papa nicht da ist, weil ich nicht mehr weiter weiß und dort in Papas Keller mein Rest zu Hause ist. Weil ich dort ich bin. Dort will reißt niemand an mir rum, meckert niemand über mich, nervt mich niemand. Dort ist es still. Keine Bedingungen, keine Forderungen. Dort nimmt mich zwar auch niemand in den Arm, aber es reißt mir auch keiner die Arme aus. Schlimm, oder? Mein Zuhause sind ein paar Quadratmeter staubiger Keller mit ganz viel vertrautem Werkzeug und noch viel mehr Erinnerungen. Dort im Keller darf ich klein, zerbrechlich und sanft sein. 

8. Januar 2010

Seniorenbetreuung: Krieg ich mal ne Pause?

Ja, auch wenn ich es kaum noch persönlich nehme und erstaunlich viel an mir abprallt, manchmal erwischt sie mich dann doch, die Rentnerin. Allerdings nur in schwachen Momenten, z. B. wenn ich wie jetzt krank bin. Dann rechne ich nämlich mit Schonung oder Mitgefühl der Erzeugerin, aber nee, sie haut dann erst mal in die Wunde.

Die Seniorin versaut ja alles, was sie versauen kann und besonders Dinge, die mit Verantwortung übernehmen und nachdenken zu tun haben, passen ihr gar nicht. Die Steuerberaterin, die sie seit etwa 20 Jahren kennt, ist so eine Sache. Die wollte nämlich noch im letzten Jahr Bescheid geben, ob die Rentnerin nun Steuern jährlich steuerpflichtig ist oder eben nicht. Hat sie aber nicht. Was macht die Seniorin? Richtig, sie ruft mich täglich an, aber nicht um mich zu fragen, wie es mir so geht, schließlich hatte ich zu Neujahr anständig Fieber, krächze rum und so, nein, sie ruft an um zu fragen, was sie denn mit der Steuerberaterin macht? Blumen schicken? Das hat sie nicht verstanden. Ich habe ja Geduld und dachte, ach komm, sei nicht so, lass die Olle mal ne Woche rätseln, vielleicht schafft sie es ja ausnahmsweise mal zu denken und sich nicht faul und hilflos in die Ecke zu stellen und zu warten bis ich wieder mal die Führung übernehme und ihr sage, dass man ja einfach mal die Steuerberaterin anrufen könne ...

Ich frage mich ja weiterhin, ob die Frau furchtbar schlau oder furchtbar dumm und faul ist, aber andererseits eigentlich auch egal, weil jede Gedanke überflüssig ist und nix bringt. Sie ist halt der Meinung, was sie von ihren Eltern nicht gelernt hat, muss sie nicht können oder wissen.

Daher stürze ich mich mal in das nächste Problem, die Eigentumswohnung, die noch nicht komplett bezahlt ist, der Verwalter dauernd vor Gericht und überhaupt, ganz viel Theater und Papierkram, den sie weder wissen noch verstehen will.

Und immer an Doros wahre Worte denken: Ich kann von der Frau nichts erwarten, das ist mein Problem. Sie will nicht, kann nicht oder was auch immer, aber ich kann nicht erwarten, dass sie sich bewegt, nur weil ich so bin. Sie wird ewig meckern und jammern und auch nie aufhören ein hilfloses Gammaweibchen zu sein, während ich eine geborene Alpha bin oder wie Doro sagt, die Fahnenträgerin, die vorneweg in jede Schlacht zieht :-) 

Die Rentnerin kommt gar nicht auf die Idee, dass ich sie nicht führen will. Wird sie auch nie. Sie wird auch nicht verstehen, was ihr Problem ist, weil sie ja keines sieht. 

Irgendwie vergleichbar mit vielen Männern. Die halten sich auch für das Geschenk an die Frauenwelt und verstehen nicht, warum ich sie nicht haben will, denn laut ihrem Horizont sind sie doch ganz toll ... jaja, lachen wir mal laut und laufen weiter.

6. Januar 2010

Kalte Füße und Hunger

Wie das so ist, manchmal wird man krank. Je älter, desto doller? Na ich weiß nicht.

Egal, mich hat es erwischt. Ich war krank. Interessiert jetzt die männlichen Heimlich-Leser vermutlich weniger, ich hatte Unterleib.

Doc war nach einiger Zeit der Meinung, bestimmte Entzündungswerte rechtfertigen eine Notfall-Überweisung in die Klinik (wusste gar nicht, dass es so was gibt!)

Na dolle, sofort 'jing man jarnich! Kannste knicken Doc'

Erstmal wollte der Haushalt nebst Mitbewohnern organisiert werden, sprich, es stand der übliche Wochenendeinkauf an.

Gegen Abend war ich soweit. Überweisung und Köfferchen gepackt, ab inne Klinik. Dolle Nummer, die waren echt bemüht, haben mir ganze fünf Venen zerschossen, wollten mir nicht zu bändigende Rollvenen einreden etc. pp.

ICH habe keine Rollvenen! Sagte "Doc-der-Nacht-Nr.-Schieß-mich-tot" dann auch. Beruhigt hat mich das nicht, aber die Tatsache, dass der depperte Zugang dann beim Erstversuch saß, ließ mich immerhin gelinde "runterkochen".

Knäpplich nach Mitternacht habe ich versucht, mich mit dem Gedanken anzufreunden, gleich in der Früh, den ganzen unnötigen Organkrempel los zu werden. Futter gab es natürlich nicht mehr!

Jepp, ich muss da wohl weiter ausholen! Es gibt NICHTS Schlimmeres als kalte Füße oder Hunger!!!

Kein Futter = kein Schlaf.

Supi, ein Wesen in Weiß schwebte in den Raum und erklärte mir, dass es noch keine Total-OP gäbe und ich in ca. einer Stunde frühstücken dürfe. Glatter Fall von lebensmüde! Hätte ich aufstehen können, ich hätte für gar nichts garantiert. Sch... hatte ich Kohldampf!!!

Dauerte nicht lange und es begab sich, dass mir ein weiterer weißer Engel erschien, um mich auf die Piste zu schicken. Krankenakte unterm Arm und rein in den KKH-Marathon. Yeah! Schlittern Sie in Zimmer ... irren Sie zu Doc 47 ... lassen Sie sich von und etc. untersuchen, verpassen Sie das Frühstück! Dafür gibt es mal wieder 'ne nette Infusion, wozu hat man denn diverse zersprengte Pseudo-Übungs-Rollvenen!??

*grrrrrrrrrrrrrrr*

O.K., wer weiß, was es zum Frühstück gibt, kann mit der Nummer leben!!!

Hungerleiderportionen!!! Totes, wabbeliges Graubrot, zweifach; Magerquarkportiönchen, Aprikosenmarmelade zum Suchen (schon klar, ich hasse das Zeug!) und der absolute Bonbon: Diätschmierstoff - that's it. (Hallo???? HUNGER!!!!!!!!!!!!)

Immerhin, mittags die Ansage: "Wir gönnen Ihnen noch ein paar nette Infusionen und warten mal ein, zwei Tage ab" (Wie jetzt? Wieder kein Futter??? Nee, oder!!? - PANIK)

Tut fast nicht weh! Nachmittags Besuch vom Nachwuchs, Muddi hatte soeben berichtet: "Passiert mal noch gar nix" Der Nachwuchs entsprechend beruhigt ... durfte die Narkoseärztin - bewaffnet mit einem nahen OP-Termin - kennen lernen. WOW - die Begeisterung hielt sich in Grenzen, ich persönlich fühlte mich gelinde gesagt ein ganz klein wenig verarscht.

Ist ja nicht so schlimm, genau genommen haben ca. acht Ärzte (Night-Number-One mal ausgenommen!) an oder in mir rumgefuhrwerkt. Vier volle Tage stand ich morgens auf dem OP-Plan. Hey, ich bin wichtig! Ich hatte als Kassenpatient durchschnittlich zwei Ärzte am Tag!!!Toll. Ehrlich! Ich bin dankbar. Drei Infusionen täglich, paar Tablettchen obenauf. Wenn ich noch was zum Beißen bekommen hätte, ich würde da einziehen!

Egal! So ein Pinguin betrat meine Kemenate und wollte ernsthaft wissen, was ich essen möchte. "Halbes Schwein auf Toast" O.k., kam nicht so gut an und bevor ich eine halbe Kuh ... bestellen konnte, hatte ich nen Futterplan.
Kochfisch *kotz* Alternativ (von was träumen die Nachts???) vegetarische Irgendwas-Grütze und yeah: Roulade (supi ... Kohl mit Reis und "hab ich vergessen")

Frühstück, ganz wichtig! Sagen alle!
Körnerbrötchen!!! Geil. (Gab dann ein armes Brödel, statt zwei weicher Ekelgraubrote
Schinken!!! Welch Wonne. Abgezählt und fettfrei: ein Scheibchen
Boah, da gibt es Frühstückseier!!! Leider nur sonntags.

Kurzum, ums Eck war 'ne Dönerbude!

Fazit der ganzen Aktion? Meine Entzündungswerte waren immer noch unter aller Sau; ich bin krank entlassen; hatte blaue Flecken, wie nach einem Mittelgewichtsboxkampf; zwei Kilochens weniger auf den mageren Rippchen (trotz Dönerbude!) und 'ne fette Kassenpatientenrechnung dank der Selbstbeteiligung. Ach ja, im Anschluss einen verständnislosen Gyn und 'ne Ansage meiner liebenswerten Chefin, weil ihr armseeliger Urlaub geplatzt sei, da ich ja bösartig krank war, o. ä.

Gerne wieder. Ich bin voll der Typ für Arzt und Klinik. Never again!

Warum schreib ich das jetzt auf? Sis hat sich totgelacht ... Bussi!
PS: Ich sag es noch einmal: Es gibt NICHTS Schlimmeres als kalte Füße oder Hunger - ich schwöre! Obwohl ... Krankenhäuser ...

Liebste Sis,
ich habe mir erlaubt, eine andere Farbe zu wählen, da die von Dir gewählte generell leseunfreundlich ist und ich dachte, es wäre doch zumindest gut, wenn ich gerne und problemlos lese, was Du schreibst ;-) Hoffe, das ist okay?

Vielleicht bin ich leicht zu unterhalten, aber ich lache immer noch, zwar unterbrochen von Hustenattacken und Naseputzen, weil ich ja seit Silvester so eine blöde nichtschweinemäßige Grippe habe, aber ich lache und das ist prima. Entschuldige, das ist auch der Grund, warum ich momentan eigentlich alles verschlafe und kaum ans Telefon gehe.

Da kann ich auch noch ein oder zwei aktuelle Sachen beitragen:
Im Dezember stand ich eines Morgens auf und konnte mein linkes Knie nicht durchstrecken. Sitzen ging, liegen ging und wenn ich erst einmal eine Weile rumgelaufen bin, ließ sich auch das Knie gerade machen, aber schön is anders. Ich zum Doc, dem auffiel, dass ich im Gegensatz zu Dir ja ein propperes Kerlchen bin. War mir bis dato völlig unbekannt und eigentlich wollte ich nur wissen, was da mit meinem Knie sei. Tja, könnte alles sein, also geröngt, aber schlauer waren wir beide nicht. Nix zu sehen, aber zu fühlen und es folgt eine Spritze und die Aufforderung mich mehr zu bewegen. Sicher, dachte ich, un quälte mich humpelnd nach Hause. Knapp eine Woche später legte ich mich auf die Nase, weil es dunkel war und der Bürgersteig kaputt. Eigentlich sollte ich die Stadt wegen mangelnder Beleuchtung und dem nicht ordnungsgemäßem Zustand der örtlichen Gehwege verklagen, aber ich war froh, als ich mich endlich die drei Etagen hochgeschleppt hatte. Am nächsten Tag war der Knöchel weder blau oder geschwollen, tat aber weh. Da ich acht Jahre lang mit einem gebrochenen Knöchel rumgelaufen bin, wollte ich dieses Mal schlauer sein und bin gleich zum Arzt. Statt des linken Knies zeige ich ihm den linken Knöchel und was sagt er? Sie sollten mehr Sport treiben! Pappnase! Wenn ich drei Wochen kaum laufen kann, wie sollte ich da mehr Sport treiben? Obwohl, recht hat er ...

Die Sache mit dem Unterleib ist übler, denn ich falle ungeplant jeden Monat 2 bis 3 Tage. Die Regelschmerzen sind der Wahnsinn, wobei zumindest die Blutung pünktlich eintritt und die Dauer sich auch nicht verändert hat. Machen kann man nichts, lediglich Schmerztabletten einwerfen, was ich im Bedarfsfall großzügig handhabe. Laut Gyn bin ich in den Wechseljahren, die ja nicht von heute auf morgen kommen, sondern langsam, aber stetig und die Dauer ist auch nicht bestimmbar - super, wenn das die nächsten 20 Jahre so weitergeht, könnte das für Einige in meinem Umfeld und mich recht anstrengend werden ...
Wo ich aber hinwill: Mir glaubt keiner. Sämtliche Freunde und Bekannte sind der Meinung, mit knapp 40 könne man nicht in den Wechseljahren seien und außerdem ist die Menopause ganz furchtbar und ein Tabuthema. Und ich spreche jetzt nicht nur von Männern, auch Frauen sehen das anscheinend so.

Hallo? Geht es noch? Sex können sie alle haben, aber Kinderkriegen, Menstruation und alles, was damit zu tun hat, ist igittbahbah. Verstehe ich nicht, vor allem ist so ein männliches Gemächt ja auch nicht gerade eine ästhetische Schönheitskönigin vor dem Herrn, aber für die Besitzer anscheinend der wunderschöne Zauberstaub vor dem die Frauenwelt in Ehrfurcht und Bewunderung auf die Knie fallen sollte.

Was ist außerdem so schlimm daran, dass der Lack bröckelt? Ist die Natur der Dinge. Sag das aber mal Männlein oder Weiblein? Nein, alles prima und vorbildlich. Argh, die spinnen doch.

Sorry, das musste mal raus. Zurück zu Dir. Rollvenen habe ich vielleicht nicht, aber keine sichtbaren und dazu sehr feine, aber die stechen da immer recht willkürlich und erfolglos rum, während ich vier Wochen lang schmerzende Beulen und Flecken davontrage ...

Was sagt denn Dein Gyn? Wie laufen Blutungen mittlerweile ab? Wie war Weihnachten? So viele Fragen und ich habe eine entzündete Stirnhöhle und bin relativ stimmlos, daher bitte aufschreiben. Danke!

Auch Zicken lassen sich verwirrren, oder?

Wie zum Teufel bekomme ich DAS jetzt gebacken??? Plötzlicher Kontakt zu meinem Bruder – eine Mutter, zwei Väter und seit Jahren Sendepause.

Geburtstag. Toll ... die Bio-Ma auch (Geburtstag!)

Hallo? WER hat denn vor Jahren in den Raum geworfen, nunmehr nur ein Kind haben zu wollen?
War abzusehen. Warum sonst wäre ich sonst bei den Großeltern aufgewachsen.

OK, die ganze Story lässt sich nicht in zwei Sätzen erläutern und ich fürchte, ich will das auch nicht in drei oder mehr Sätzen.

Lasst mich alle in Frieden, ich habe genug andere Sorgen!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Warum ruft der plötzlich an??? Was will er?

Ach Du je! Das ist ja komisch. Falls sich mein Bruder nach den beiden schweigenden Jahren plötzlich melden würde, ginge ich von schlechtem Gewissen oder "der will" was aus. Sei tapfer, das geht vorbei und berichte mal. Nicht die Geschichte, aber was er will und die Mutter auch noch ...

Stell Dir vor, Montag soll es nun soweit sein ...


Schimpfwörter

Schimpfwörter gibt es viele, ein Gro aus dem Fäkalbereich (öde, die kann ja jeder *g*)

Ich fürchte, "für meine eine" hat sich ein Neues kreiert. Unbemerkt, still und leise. Wenn ich mich ärgere, denke ich neuerdings immer "Lass mir meine Ruh' Kalinkchen".

Vielleicht, eher wahrscheinlich, ärgere ich mich in letzter Zeit öfter.

Heute habe ich beschlossen, wer ein "neues" Schimpfwort für sich erfindet, sollte wenigstens ansatzweise inhaltliche Angaben machen, den Sinn oder den Ursprung erklären können.

Kalinkchens sind für mich:
- Menschen, die keine Sozialkompetenz aufweisen;
- Intelligenzverweigerer (ein bei meinem Nachwuchs geklauter Begriff)
- Arschkriecher, Feiglinge und Dummschwätzer

Ich fürchte um Erweiterungsfähigkeit meiner bescheidenen Aufzählungen ;)

LG
schieferblau

PS: Sis, "Flitzpiepe" gefällt mir auch, trifft aber in meinem Fall nicht den Kern.

Ich kannte bisher Kalinckchen so gar nicht, Google übrigens auch nicht, allerdings ein sehr passendes Schimpfwort, das mich - wieder mal - zum Grinsen bringt, daher lass et raus, Sis!

2. Januar 2010

Neid & Missgunst

Es ist kacke, es stört mich, aber es ist so. Ich gönne so mancher Flitzpiepe keinen Erfolg. Nicht grundsätzlich, aber warum kriegen die immer, was sie wollen und ich nicht?

Die Frau mit der ich jahrelang befreundet war. Warum, weiß ich allerdings auch nicht mehr so genau, denn sie kann eigentlich nix, außer sich bombig verkaufen und die langen Beine schwingen. Wir haben zusammen studiert, sie war ein graues Mäuschen, sehr dürr und billig, nicht mal sehr klug. Das Einzige, was ich im Nachhinein wirklich Positives über sie sagen kann, ist das sie nie wirklich faul war. Sie hat für alles hart gearbeitet, die richtigen Leute kontaktiert, kurz sie war und ist immer rege.

Sie lebte sich mit Vorliebe auf dem Rücken anderer aus, ich war ein perfektes Opfer, denn ich sah ihre Möglichkeiten und unterstützte sie diese zu nutzen. Ich machte aus dem hässlichen Küken einen strahlenden Schwan. Das ich dabei unterging oder nur die durchschnittliche Freundin war, erkannte man auf den ersten Blick selten, schließlich war sie es, die eloquent und charmant war, ihren dürren Körper effektvoll in Szene setzte und sich selbst den Schein des Mysteriösen gab. Ja, es ging in die falsche Richtung, aber es ging. Ich war jung, sie noch jünger. Mir fiel es erst nach ein paar Jahren auf und als ich nicht mehr dem Stardom fröhnte, wurde ich weggeworfen. Klar, ich war nicht mehr nützlich, nicht repräsentabel genug, aber wichtiger, ich wollte den ganzen oberflächlichen Scheiß nicht mehr. Ich erlebte gerade noch wie sie durch gezielt eingesetzte Lügen einen sehr netten Mann an Land zog, der sich ihrem Ehrgeiz ergab und sein Leben und seinen Charakter nach ihr ausrichtete. Sie machten Schulden ohne Ende, denn nur so war die Illusion zu leben. Dann war sie auch noch schwanger, weil sie unbedingt ein Kind wollte. Das Kind ist natürlich ebenso perfekt wie alles, was sie verkauft. Leider kenne ich die Wahrheit und kann hinter die Fassaden aus Lügen, Betrug und Psychoterror schauen.

Soweit die Vorgeschichte, denn heute habe ich erfahren, dass sie ein Buch geschrieben hat und das wird auch noch veröffentlicht. Sicher wird es sich gut verkaufen, denn sich selbst verkaufen, das kann sie. Ich weiß, wie schlecht sie schreibt: stillos, unglaubwürdig, mieser Aufbau, üble Wortwahl, schlechte Grammatik und fürchterliche Rechtschreibung. Ich weiß auch, dass viele Verlage schlechte Bücher vermarkten, schließlich gibt es davon unfassbar viele in den Regalen - aber sie hat es geschafft, sie hat ein Buch geschrieben und es wird verlegt. Mich stört das. Nicht, weil es ein gutes Buch sein wird. Nicht, weil es ein Verlag sie genommen hat. Es stört mich einfach, dass sie mal wieder etwas hingekriegt hat, was ich nicht schaffe. Dabei bin ich viel besser.

Dann gibt es eine Kundin, die furchtbar ist, aber sie hat es ebenfalls geschafft, dass ihr furchtbar schlechtes Buch veröffentlicht wird. Das Thema ist ganz gut, sie hat fleißig recherchiert, aber sie kann einfach nicht schreiben. Das liegt nicht mal nur an der grottigen Rechtschreibung oder dem nicht vorhandenen Stil, es ist einfach nicht ihr Ding. Sie hält sich ebenso wie das Beispiel oben für eloquent und aus feinster Familie, aber wer genau hinschaut und hinhört, erkennt sofort, woher sie kommen, nämlich aus einer Arbeiterfamilie, was nicht schlimm ist, wenn man dazu steht.Aber sie schafft es, andere davon zu überzeugen, dass sie es drauf hat. Ich korrigiere und lektoriere ihren Sermon, sie streicht das Lob ein. Ihr Buch ist mickrig, es umfasst nicht einmal 100 Seiten und der Verlag ist eine Lachnummer, aber immerhin. Sie wird ebenfalls gut verkaufen und somit ein Stück Freiheit erhalten, denn mit Geld kann man sich ein paar angenehme Dinge kaufen, die das Leben schöner machen.

Dann gibt es da die Frau mit der ich zusammengearbeitet habe, allerdings nur kurz, weil ihre Defizite einfach zu groß waren und ich wieder in das Schema verfallen bin in erster Linie sie zu fördern, statt mich stärker zu beachten und zu achten. Konnte nicht gutgehen und ging es auch nicht. Sie zog ebenso wie Beispiel eins unbeeindruckt weiter und machte weiter - inklusive Lügen, Manipulation und Egoismus. Reflektieren? Blödsinn und so lebt sie nun in Schweden ihren Traum. Einen Traum, den ich zwar nicht so leben möchte, aber der Ansatz würde mir genügen. Und sie hat es ebenfalls wie die anderen beiden durch Scheiße geschafft, während ich hier weiterhin unzufrieden hocke.

Die nächste Frau ist ein bisschen anders, denn eigentlich mag ich sie. Sie kann was, ist ehrlich, witzig und hilfreich, auch wenn sie Kritik nicht vertragen kann, eine Zicke vor dem Herrn ist und sich furchtbar wichtig nimmt. Sie ist einfach schwierig und anstrengend, aber auch sie zieht das Glück an und trifft zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Mann. Der Mann ihrer Träume ist nicht mein Typ, aber er betet den Boden unter ihren Füßen an, kümmert sich um sie und hat den finanziellen Spielraum, um es ihr problemlos zu ermöglichen zum richtigen Zeitpunkt schwanger zu werden und alles leben zu können, was sie möchte. Nein, sie hat nicht darauf spekuliert, sie nimmt nicht einmal wirklich Geld von ihm an, aber sie hat jemanden gefunden, mit dem es passt und das auch noch vorbildlich. Ich finde nicht, ich bin so viel besser als sie, aber es stört mich, denn mir passiert so was offensichtlich nicht. Warum eigentlich nicht? Ich gönne es ihr, aber ich will auch.


Warum kann ich nicht einfach Ruhe geben? Es ist nicht mein Ding aus Scheiße Gold zu machen.

Liegt es daran, dass ich mich für zu faul halte? Ich bin nicht faul, ich habe einfach mehr am Allerwertesten und setze andere Prioritäten, während sich die genannten Beispiele furchtbar wichtig nehmen, in den Vordergrund drängen und sich alle und alles andere hinten anstellen muss. Das ist mein wirkliches Problem. Ich will kein Vampir sein. Ich will mich nicht egoistisch auf dem Rücken anderer ausleben.

Aber ich finde es ebenso unerträglich mich aufzuregen oder still zu nörgeln. Ich will mich nicht einmal auf dieselbe Stufe wie die erwähnten Damen stellen, denn ich bin von meinen Qualitäten völlig überzeugt. Ich bin viel besser und vor allem viel ehrlicher, aber anscheinend funktioniert die Welt eher wie die Weiber und nicht wie ich. Ich denke, genau das nervt mich so ungemein, denn ich finde den schönen Schein unerträglich und falle nicht darauf rein.

Ich bin, wer ich bin, aber authentisch sein bringt anscheinend nicht den Erfolg, den ich gerne hätte. Das ärgert mich. Warum muss ich meine Schwachstellen eigentlich so genau erkennen und nicht meine Stärken?

Naja, nachdem ich es nun aufgeschrieben habe, muss ich doch lachen und fühle mich viel besser. 

Sis, ohne den letzten Absatz hätte ich mir Sorgen um Dich gemacht. Ruhig Kleene, ich weiß genau, wovon Du redest! 

Bücher schreiben kann mein Ex(ex) auch. Seinem photographischen Gedächtnis sei Dank - oder so ;) Ehrlich gesagt ist es mir einfach zu müßig, ihm sein "Talent" nachzuweisen. Sollen sich andere finden ... Plagiate werden ja immer gerne genommen.

Man muss auch nicht aus Scheiße Gold machen. Authentisch zu sein ist schon ein Vorteil. Sich mit allen Macken zu akzeptieren ein Weiterer. 

Gran sagte immer: "Man trifft sich zweimal im Leben, hab Geduld Kind"
Ich übe mich in Geduld und meine Rachegelüste - egal gegenüber wem - sinken kontinuierlich. 

Ich übe mein Ego und erziele erste, wichtige Erfolge. "Mein Arsch" wird mir immer sympathischer. Langsam aber sicher. Und ich habe gelernt, das Schwächen stark machen. Erkannte Schwächen geben einem die Möglichkeit, an sich zu arbeiten. 

Ich, z.B., kann mich schwer trennen; von Gegenständen, wie von Menschen. Dennoch weiß ich, dass ich einen gewaltigen Container bestellen und den ganzen Ballast hineinwerfen werde! Allein der Gedanke ist schon ... und ehrlich, ich weiß, es bleibt keiner.

Scheiß auf das Weib! Sie hat Dich nicht verdient und wird Dein Niveau nicht annähernd erreichen. Und vergiss die anderen Nulpen. 

Nee, stimmt, aber ich kann ja auch nicht aus meiner Haut und manchmal ist das eben so. Ich bin halt schon mal schlicht und glaube an Gerechtigkeit, was nicht unbedingt realistisch ist ;-)

In den Buchhandlungen der Welt steht total viel Schrott rum, mindestens 80 Prozent der angebotenen Werke ist scheiße oder wie oft begegnet Dir ein Buch, dass Dich richtig anmacht? Selten, sehr selten sogar. 

Ich will ja nicht mal Rache, weil nicht wichtig, aber ich will auch nicht beeinflussbar von solchen Gefühlen sein bzw. von ihnen heimgesucht werden, denn sie sind unnötig und bringen mir gar nichts, weiß ich doch, was dahinter steckt. 
 
Denk dran, wenn Du ausmistet mir vorher Bescheid zu geben, dann komm ich rum. Ich kann nämlich prima sortieren. Du setzt Dich hin und sagst immer nur weg oder behalten und die Sache läuft. Mache ich gerade im Keller meines Vaters auch nicht anders :-))

1. Januar 2010

the spirit of 2010.

Wünsche, Pläne & Vorsätze

Sonntag begann eine Kopfgrippe, mit dem Ergebnis, das ich Silvester mit Fieber im Bett verbracht habe und um Mitternacht von den Knallern geweckt wurde. Zumindest habe ich so Zeit gefunden, mir mal ein paar Gedanken zu machen, was ich gerne wie hätte:

Zuhause
Eine ruhige, große Wohnung, wo Nachbarn keine Egoisten sind, sich an Ruhezeiten halten und generell weder grobmotorisch noch unverschämt laut sind. Wo sie keine Türen knallen oder sonstwie laut sind und einfach mal an ihre Nachbarn denken.

Eine Wohnung, die nicht hellhörig ist, zwischen 70 und 100 Quadratmeter hat, eine Badewanne in einem angenehm großen Bad mit Fenster, einen Balkon, der ebenfallsa ausreichend Platz bietet. Eine Wohnküche gehört ebenfalls dazu sowie passende Abstellkammern.

Kurz: Ein Zuhause, wo ich mich rundherum und unbeeinträchtigt wohl fühle. 


Egoismus
Einfach nicht immer daran denken, andere nicht zu stören und anderen zu helfen, sondern an meinen Popo denken. In erster Linie soll die Welt mich nicht stören. Wenn sie mir schon nicht helfen, sollen sie mich zumindest in Ruhe lassen. Ich nehme den Platz ein, der mir zusteht, was bei ganz anderen vielen anderen nicht so ist, sie aber nicht stört, denn sie denken unverblümt, sie wären so wunderbar und setzen einfach ihre Ellenbogen ein - kann ich auch.

Daher werde ich mich beruflich wie privat zuerst um mich kümmern. D. h. ich werde andere nicht mehr vorziehen, erst ihnen helfen und dann mir. Meine Hilfbereitschaft und mein Einsatz für Freunde, Bekannte und Kunden bringt mir nämlich nicht viel ein, im Gegenteil, es ist anscheinend selbstverständlich, dass ich für andere da bin und wenn ich mich beschwere, kommen so lapidare Dinge wie, ich habe aber gefragt, wie es Dir geht ... Gefälligkeiten oder "Kannst Du mal eben schauen/machen?" werden ab sofort in Euro bezahlt oder zumindest wächst mal eine Aufmerksamkeit in Form eines Buches oder so rüber. Ich mag Geschenke nämlich auch, außerdem beinhalten sie eine Würdigung meines Tuns und bezeugen Respekt. Ich sehe einfach nicht ein meine Zeit für Schmarotzer, Vampire oder Egofucker zu nutzen und stehe dann mit leeren Händen da. Ein halbherziges Dankeschön reicht ab sofort nicht mehr aus.

Drum merke auf Welt: Ich bin die Perle in meinem Universum. Meine Arbeit und meine Zeit werden bezahlt und sind nicht selbstverständlich. Ich stelle mich nicht vor Euren Sorgen, Auf- und Anträgen zurück und bin schon gar nicht stetig verfügbar. Wer viel gibt, nimmt auch was dafür und kriegt ab und an auch mal etwas zurück. 


Mann
Ein anständiger Mann ist gefragt. Einer, der keine Lobpreisungen für nichts erwartet, der sich zurückstellen kann, nicht oberflächlich ist und weiß, was guter Sex ist. Ein Mann, der was kann - in allen Bereichen! Eben ein anständiger Mann, denn nur mit anständigem Material kann etwas anfangen.


Insgesamt gesehen baue ich also auf in 2009 Begonnenem aufg und bestimme 2010: Keine Halbheiten mehr. Konsequenz ist angesagt. Zieht Euch warm an, ich kann auch anders.