30. Oktober 2009

Unser Monatshorokop für Dezember

So, machen wir was draus:

In der ersten Monatshälfte, verstärkt noch mal zwischen dem 9. und 17. November, befällt Sie ein Mangel an Selbstdisziplin und der Wunsch, einfach in den Tag hinein zu leben. Der Wunsch nach Vergnügen und auch eine Portion Trägheit machen sich breit. Schön für diejenigen, die es sich erlauben können, die Pflichten ruhen zu lassen. Falls Sie jedoch aus der Verantwortung nicht heraus kommen, müssen Sie sich aufraffen und gegen Ihr eigenes Bedürfnis angehen. Sonst wächst der Arbeitsberg unaufhörlich an. So oder so: Sie sollten zusehen, dass Sie in dem oben genannten Zeitraum auch Freiräume schaffen, um Freundschaften zu pflegen, auszugehen oder einfach mal so lange im Bett zu bleiben, bis Sie wirklich rundum ausgeschlafen sind.

Besucherandrang wegen Horoskop und Monatshoroskop

Ab und an schaue ich in unsere Statistik, um einfach mal zu sehen, wer und was sich hier warum so rumtreibt. Bisher waren es ruhige Zeiten für uns, denn wenige Menschen verliefen sich in unser kleines Schwester-Projekt.

Aber am 26., 27., 28. und 29. Oktober war hier vergleichsweise die Hölle los. Um die 30 Besucher täglich. Sehr verwunderlich, aber ich habe rausgefunden, warum die alle hier angeschlichen kommen: Horoskope sind es! Dabei steht die Quelle immer dabei und noch was hier gibt es wunderbare Monatshorokope gratis und noch viele schöne Dinge dazu.

Ihr Lieben, ich muss enttäuschen, ich bin zwar astrologisch sehr firm, biete aber weder Monatshoroskop oder Monatshoroskop November noch Monatshoroskop November 2009. Die Sis übrigens auch nicht. Kein Jahreshoroskop. Kein Tageshoroskop. Kein Monatshoroskop. Eigentlich gar kein Horoskop. Wenn nur Horoskope, die zitiert werden.

Also, wer ein Horoskop haben will, klicke bitte auf diesen Link. Wir motzen, lachen und philosophieren nur im schwesterlichen Austausch.

Ist doch irgendwie lustig Sis, Horoskope ziehen ...

Schade, dass von den ganzen D(r)amen niemand den Arsch in der Hose hat, hier mitzumischen oder uns gar die Stirn zu bieten.

18. Oktober 2009

Dumm? Dreist? Dummdreist!

Eigentlich sollte ich es nicht mal berichten, weil es so nichtig ist. Andererseits ist es so amüsant, dass es Dir gefallen wird!

Du erinnerst den Mann, der in Island und so? (Entschuldige, den Scherz konnte ich mir nicht verkneifen)

Noch mal von vorn: Du erinnerst Dich an den werten Ex, den Krebs, der gerne da oben im Norden und der etwas sehr blöd ist? Die Erinnerungen fallen nicht wirklich charmant für ihn aus, aber ein bisschen blöd schaute ich dann doch, als ich gestern Post von ihm bekam. Ein blauer Umschlag mit seinem Absender. Okay, gefühlte 5 Jahre nichts von ihm gehört (wie lange es wirklich her ist, kann ich nicht einmal sagen), also Umschlag geöffnet. Eine Einladung zu seiner Ausstellung!

Gut, ich verstehe nicht, warum er mich einlädt, dürfte er doch eigentlich nicht vergessen haben, wie pur ich ihm seine eigenen Unzulänglichkeiten stets aufs Butterbrot packte, aber vielleicht ist er auch einfach nur froh, wenn überhaupt jemand seine Fotoausstellung besucht und hat einfach jeden angeschrieben, den er jemals auch nur im Entferntesten kannte?

Ganz putzig wird die Sache allerdings dadurch, dass er seine Fotos realistisch, unverfälscht und zufällig entstanden nennt, wobei doch recht viele Menschen wissen, dass jedes seiner Motive gestellt und extremst bearbeitet ist.

Vielleicht ist er doch nicht dreist, dumm oder dummdreist, sondern hat einfach eine gestörte Selbstwahrnehmung? Ach, komm, die gönnen wir ihm doch allemal und werden den Teufel tun und ihn darauf hinweisen, denn versteht er sowieso nicht.

Ich grinse einfach, frage mich, wer seine Einladung noch so alles bekommen hat und hingeht und besonders, wer sich mit mir über seine authentischen Fotos bepisst!

Was lehrt uns das? Karma beißt einen immer in den Arsch, nur merkt es nicht jeder! :-)


So manch ein Held ist sich seiner Taten nicht bewusst. So lass einem Unhold seinen Glauben, wenn es doch alles ist, woran er glauben kann; Fotobearbeitung ist schließlich auch ein Gebiet, auf dem sich nicht jeder sicher bewegen kann!

Ich würde die Einladung womöglich annehmen. Mag sein, dass ich zu neugierig wäre, ob der Reaktionen der restlichen Vernissage-Teilnehmer.

Intelligenzverweigerer - hätte die Zecke gesagt ;)

Nee, ich fahre doch nicht nach Heidelberg und guck mir den Schrott auch noch an. Ist langweilig und genauso blöd wie er. Habe die Einladung längst ins Altpapier gegeben.

16. Oktober 2009

Seniorenbetreuung: Das Telefon, ein Wunder an Technik

Weil der Telefonvertrag der Erzeugerin bereits etliche Jahre auf dem Buckel hatte und in Bälde nicht angeboten wird, wurde ein neuer abgeschlossen. Die Krux war allerdings, dass auch ein neues Telefon angeschafft werden musste.

Der Haken daran ist nicht nur die Faulheit der Seniorin, die es ihr Leben lang bevorzugt an den Trog getragen zu werden, sondern auch ihr eher schlichtes Gemüt. Als ein Seniorentelefon, bestehend auf einem schnurlosen und einem schnurgebundenen Telefon, im Angebot war, schlug ich zu, schließlich kann dieses Telefon nichts, aber auch wirklich nichts. Die Tasten sieht ein Blinder, es leuchtet, es blinkt, es schlägt Alarm und es kann nichts.

Das schnurgebundene Telefon, das natürlich ich angeschlossen habe, weil ich sowieso auch den Vertrag kündigen und einen neuen abschließen musste, erwies sich als problemlos. Lediglich ein rotes Lämpchen irritierte die Seniorin. Es stellte sich raus, dass dieses kleine Licht leuchtete, wenn das schnurlose Telefon nicht aufgelegt wurde.

Das schnurlose Telefon hat natürlich zwei Tasten mehr: Auflegen und Annehmen, was nicht so ganz zu vermitteln war. Schlimmer aber erwies sich die Tatsache, dass Seniorin keine Lust hat meinen Erläuterungen zu lauschen oder die Gebrauchsanweisung, die sehr seniorenfreundlich ist, zu lesen.

Nebenbei erklärt sei, dass Seniorin nicht so gut hört, was sie aber vehement bestreitet, denn ich höre angeblich zu gut und der Fernseher ist nicht laut.

Zurück zum Telefon. Er läutet, jemand ruft an. Seniorin geht ans Telefon, hört angeblich nichts und drückt wahlos auf den Tasten rum. Nicht so gut, weil sie nämlich die Lautstärke so reduziert, dass selbst ich nichts mehr höre. Daher erkläre ich ihr, dass, wenn sie ein Gespräch annimmt, kurz Bescheid gibt und die türkise Taste drückt, die den Lautsprecher anmacht, wodurch sie alles hört. Ich finde, das ist nicht schwer: Grün gleich annehmen, rot auflegen, türkis Lautsprecher. Das haben wir wochenlang immer wieder geübt, so dass ich davon ausging, nachdem ich es fünfmal erklärt habe, sitzt das.

Weit gefehlt, denn heute rief ich sie an, sie hörte nichts, ich schrie "TÜRKIS!!", sie drückte wahllos herum und mich in die Warteschleife. Sie dachte, sie hätte aufgelegt. Hatte sie aber nicht. Ich konnte sie nicht anrufen, weil sie nur eine Leitung hat und die nicht frei ist. Nach drei Stunden hat sie das wohl auch bemerkt und rief mich an. Sie habe die Taste Auflegen gedrückt ...

Ich erkläre ihr, nee, sie habe mich auf halten bzw. in die Warteschleife gepackt. Nöö, das gibt es gar nicht, das habe ich mir ausgedacht, um sie doof darstehen zu lassen.

Es folgt die übliche Tirade, das es eine Gebrauchsanweisung geben würde, die man überfliegen könne und außerdem seien dort auch Bilder zu finden. Nein, auf dem Telefon ist kein Bild. Der übliche Versuch Recht zu haben, wobei man ganz genau weiß, man hat nicht Recht!

Nachtrag:
Das Telefon rauscht ein wenig und weil Seniorin ja weder will noch kann, schaute ich heute mal nach. Das Kabel, welches den Hörer mit dem Telefon verbindet, war locker, es machte "Klack" und ward wieder funktionierend. Und nun rate mal, was kam: Das war ich aber nicht! Auch so ein beliebter Satz von übriggebliebenen Müttern, scheint es. 


Hm, als Mutter und noch nicht Seniorin habe ich soeben beschlossen, ein Großtastenhilfetelefon in Anspruch zu nehmen, wenns denn soweit ist. Nicht, dass ich deinen Frust schmälern wollte, aber ich musste - sieh mir den Abstand nach - grinsen. Dreh ihr irgendein Notruf-Tele an (große Tasten) und schick ist. Und immer dran denken: Wir kommen in ihr Alter ...irgendwann. 

Öhm, es ist ein Seniorentelefon mit übergroßen Tasten. Es kann nix, es ist groß, laut und blinkt. So sieht es aus.

8. Oktober 2009

Da gibt es einen Bruder?

Heute ist es wieder passiert. Menschen, die meine Familie seit Jahrzehnten kennen, fragen nach der Tochter, also nach mir, aber nie nach meinem Bruder. Es ist, als sei er nie dagewesen, ein Gespenst, eine Erfindung.

Als ich drei und mein Bruder vier Jahre alt war sind wir umgezogen. Heute traf meine Mutter eine alte Nachbarin, wie gesagt 36 Jahre her, und sie fragt nach der Tochter und reagiert erstaunt, als meine Mutter sagt, dass es da auch noch einen Sohn bzw. Bruder gibt.

Zwischen 1986 und 1998 wohnten meine Eltern in einem anderen Teil der Stadt, zogen dann wieder in die heimischen Gefilde. Die Nachbarn, die uns immerhin 10 Jahre lang kannten, fragten nach mir und wunderten sich, dass ich einen Bruder habe.

Komische Sache, oder? Warum vergisst man ihn? Ist es so unscheinbar? So uninteressant?

Mir tut er fast schon leid, andererseits habe ich ihn Weihnachten seit 2 Jahren nicht gesehen und seit Februar 2009 nicht gehört, was schert es mich?


Blut ist halt doch dicker als Wasser.

Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht.

3. Oktober 2009

Horoskop für Oktober 2009 ...

... klingt soweit ganz gut, aber eben ;-)

Stier-Geborenen sagt man allgemein nach, dass sie sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lassen. Wenn dann aber der Punkt gekommen ist, an dem ein Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hat, da können sie regelrecht aus der Haut fahren. Stimmt das auch bei Ihnen? Ihre Mitmenschen können das zum Monatsende gut beobachten. Die ersten drei Wochen im Oktober lässt man Sie weitgehend in Ruhe. Aber in den letzten Tagen kommen doch zunehmend Querschläger und Menschen, die Ihnen Hindernisse in den Weg legen. Ob Sie dann Ihre innere Gelassenheit behalten oder ob der Ärger bei Ihnen zornig durchschlägt lässt sich dann sehr gut wahrnehmen.

Seniorenbetreuung: Wie fülle ich eine Überweisung aus?

Ja, sie macht mich wahnsinnig. Nicht, weil sie doof ist, sondern weil sie faul und stur ist. Nach Papas Tod vor knapp vier Jahren habe ich alle Überweisungsträger ausgefüllt bzw. am Terminal bei der Bank eingetippt. Mama macht kein Online-Banking, weil sie ja nicht mal einen PC hat.

Heute kam sie mir wieder mit einer Überweisung und fragte, was sie dort eintragen müsse und ob ich nicht mal eben und schnell. Ergo dachte ich, komm, zeig es ihr und gut ist.

Sie wollte nicht, weil ich es ja viel schneller kann, aber ich wies sie nur an ihre Brille aufzusetzen und einen Kuli zu nehmen.

Dann ging es los, sie musste vorlesen, was oben zuerst steht. Sie las etwas von Kredit-Überweisung, wo eigentlich "Name des überweisenden Kreditinstituts" steht. Dann kam die Bankleitzahl. Die kennt sie nicht, obwohl sie seit mehr als 50 Jahre Kunde bei dem Verein ist.

Ich holte ihre Scheckkarte, gab sie ihr und meinte nur, sie solle lesen. Antwort: "Da steht nur mein Name und die Kontonummer, aber keine Bankleitzahl."

Ich sagte ihr nur, dreh die Karte mal um.

Tat sie sogar und meinte nur, da würde keine Bankleitzahl stehen. Ich sagte widersprach. Sie beharrte auf ihrer Meinung. 5 Minuten später legte ich die Karte vor ihre Nase, tippte mit dem Finger auf das Wort "Bankleitzahl" und die Zahlen dahinter. "Ach, da steht ja doch was", war ihre Antwort.

Jedenfalls dauerte es noch nie so lange eine pisselige Überweisung auszufüllen und ich bin mir sicher, beim nächsten Mal hat sie alles wieder vergessen oder keine Lust die Brille aufzusetzen oder diskutiert wieder stur zwischendurch Ewigkeiten mit mir.

Noch Fragen?


Nö, nur den Tipp: Tief einatmen, langsam ausatmen und immer dran denken, es ist Deine Ma!

... das sagt die Frau, die seit wann eigentlich? keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie hat. Sorry, aber so funktioniert das nicht. 

Was ist eine Mutter eigentlich? Sie hat mich geboren, mich ernährt, aber mehr ist da nicht gelaufen. Sie hat nie mit mir gespielt oder geredet. Meine Interessen waren ihr immer fremd. Sie hat versucht mich dazu zu zwingen sie zu lieben, einfach für ihre Anwesenheit. Sorry, so funktioniert das nicht. 

2. Oktober 2009

Jo Sis, deutsche Texte ...

ich weiß, Du magst sie nicht wirklich. Ich mag den Text dennoch.
http://www.youtube.com/watch?v=69yzaYD9xko

LG

PS: Ich habe mehr ;)

Stimmt, mag ich gar nicht, dafür dies hier:


Shit, mag ich auch ...

Kartoffelsüppchen für drei Persönchen

Man schäle fünf Kilo Kartöffelchen, schnippel 2 Kilo Porree und zwei Kilo Möhrchen, werfe eine Gemüsezwiebel dazu und vier fingerdicke Scheibchen durchwachsenen Speck. Das alles würfelt man akurat und werfe es in folgender Reihenfolge in ein zwölf Liter fassendes Töpfchen: Speck und Zwiebeln zuerst, Kartoffeln hernach - ein Literchen Wasser obenauf (zum Ablöschen), Möhren und Porree hinterher und huch ... Pfeffer, Salz, Majoran ... danach blöd köcheln lassen und hoffen, einen Teller Suppe zu ergattern! Hups, und es versteht sich beinahe von selbst, dass da im Durchschnitt mindestens vierundzwanzig Würschtel reingehören?

Reicht eineinhalb Tage - in meiner Familie ;)

Wer's noch würziger mag, besorge sich ein wenig Paprikapaste aus Ungarn und mische selbige unter ... czipös = scharf

LG
schieferblau

Falls es untergegangen ist, möchte ich bitte noch einmal darauf hinweisen, das wir hier von drei Personen sprechen!!! :-)))))