Hi Sister,
ich habe Dich nicht vergessen!
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen entspannte Feiertage,
weiter ein sonnig, entspanntes Gemüt,
wenig Selbstzweifel,
viel Kraft,
Gesundheit,
unendliches Glück
und die Erfüllung all Deiner Wünsche!
Ich hab Dich lieb
Frohe Weihnachten!
Und nu auch noch ein glückliches Neues Jahr! :)
LG
schieferblau
19. Dezember 2010
5. November 2010
sie lebt noch. sogar sehr.
Liebste Sis,
wir haben wenig voneinander gehört. In diesem Jahr. In letzter Zeit. Zwischendurch springen meine Gedanken immer wieder zu Dir. Dann frage ich mich, wie es Dir geht? Aber viel zu oft und viel zu schnell kommt wieder einmal etwas dazwischen und ich vergesse es wieder. Das tut mir leid. Weil Du doch meine Schwester bist. Weil eben.
Darum gibt es dieses Blog. Für Lebenszeichen. Meckereien. Gemeinsam.
Was kann ich Dir berichten? Viel Offizielles. Und ganz viel in mir drin. Gutes, eigentlich fast nur Gutes. So viel, dass ich manchmal überfordert, verwirrt bin und einfach nur grenzdebil grinse.
Lese ich mein letztes Posting, stelle ich fest: Viele Dinge haben sich aufgelöst. Nicht unbedingt, weil ich meine Ängste komplett über Bord geworfen habe, sondern eher, weil ich einfach mache. Vielleicht auch, weil ich einfach keine Zeit für (unnütze) Fragen habe.
Ich frage mich nicht mehr, ob neue Aufträge kommen. Sie kommen sowieso. Das weiß ich und das ist so. Es läuft. Ich bin gut. Ich habe Freude. Ich bin genervt, ich ärgere mich, aber ich habe zu tun. Ich werde nie reich sein, aber zufrieden, vielleicht schon glücklich.
Der 5. Todestag von Papa naht. Es tut weiterhin weh. Ich akzeptiere weiterhin, dass er nicht mehr anfassbar ist. Aber er wird immer fehlen. Erstaunlicherweise habe ich eine Version von ihm gefunden. In der Schweiz, in einem schwulen Tessiner. Er erinnert mich in vielen Kleinigkeiten an Papa und ich lächel vor Freude. Papa ist immer da. In mir. In Details. Das freut mich.
Mama ist friedlicher. Woran auch immer es liegt, sie ist offener, ehrlicher, zufriedener - und sie liebt ihre Tochter. Liegt wohl viel an ihrem Traumschwiegersohn, in den sie richtig verliebt ist. Plötzich kann sie Verständnis zeigen, sogar Interesse schimmert manchmal durch. Ihre Liebe und Begeisterungen gehen sogar so weit, dass sie mich und meinen Mann fragt, wie es uns geht. Das kenne ich so gar nicht von ihr.
Wahrscheinlich liegt es am Mann. Seinen Auswirkungen, die um sich greifen. Vielleicht bemerke ich einige Dinge auch schlichtweg. Aber es ist so. Er kommt gut an. Bei mir, meiner Mutter, Freunden und Kooperationspartnern.
Seit März verbringe ich sehr viel Zeit mit ihm. Freiwillig und gerne. Immer wieder. Ungefähr 6 Wochen habe ich in Zürich verbracht, er in Bochum. Wenig scheint es, aber wir kleben weiterhin aneinander, kriegen die Nase nicht voll, langweilen uns nie und genügen uns gegenseitig. Es ist wunderbar. So nah, so voller Lachen und Liebe. Selbst Konflikte sind machbar, lassen uns wachsen. Äußerst erstaunlich, was in so kurzer Zeit passieren kann.
Nein, es ist kein ununterbrochener Regenbogen, aber so ziemlich, denn die einzigen Schwierigkeiten und Probleme bringt der Alltag, das Leben da draußen. Wären er und ich allein in der Welt, gäbe es keine Sorgen.
Unsere Jobs leiden ein wenig, was finanziell nicht so gut, aber machbar ist. Die Schweiz und ihre Mitbewohner machen es mir schwerer als ich jemals gedacht habe, aber ebenfalls machbar. Ich weiß, es wird alles gut. Auch wenn er manchmal schnarcht, dass das Haus wackelt. Manchmal ein sturer oder überempfindlicher Esel ist. Es sind Kleinigkeiten, ohne die er perfekt und somit langweilig wäre.
Ja, liebste Sis, ich bin friedlich, fühle mich irgendwie angekommen. In mir. Im Leben. Es geht mir gut, nein, eigentlich würde ich mich als fast glücklich bezeichnen. Und ich weiß, es liegt nicht nur an ihm. Er hat großen Anteil, aber ich eben auch.
Und nun wünsche ich mir von Dir zu hören. Wenn Du kannst und magst.
Ja, ich mag! S. Kommentare!
Was ich total vergaß, ich kleines egoistisches Mistvieh:
GLÜCKWUNSCH
zum Kerl!
Scheint ja tauglich ;-)
Was mich stört: "fast" glücklich. Warum "fast" ???
O.k., ich weiß, ich habe oberflächlich geantwortet. Ich kann mich nicht entschuldigen und ich mag auch nicht. Meine Welt dreht sich eben mal "nur" um meinen Arsch und genau das mag eventuell falsch sein. Ich bin froh, dass das endlich mal so ist. Das soll um Himmels Willen nicht vermitteln, Du wärst mir egal. Du bist und bleibst meine SIS! Ich habe Dich lieb und werde im Rahmen meiner Möglichkeiten immer für Dich da sein, ggf. jeden Kerl verkloppen, der Dir weh tut ...
dennoch arbeite ich mal eben intensiv an meiner Welt.
LG
Ich
4. Juli 2010
WOW Bildung macht's
Mir platzt vor Stolz gerade der magere Hintern!
Zecke ONE: Abi weit unter Durchschnitt und besser!
- MINI-Zecke: Platz fünf im kompletten Jahrgang (Abi-fähig; LRS egal!)
Jetzt weiß ich, warum ich - dank der Familienzeit - so eine erbärmliche Rente bekommen werden würde *...*
Ein Hoch auf die v.d.L's mit Babysitter and more. Politik und Bildung sind immer ein erbärmliches Thema und wenn die Politik nicht mehr weiß wohin, wechselt sie ggf. das Resort und ist somit nicht mehr zuständig; gelegentlich hat mfrrrrauch andere Pläne und schwebt gen höherer Positionen ... *kommentarlos erkannt)
Vor jeder Wahl, ist ein jeder Politpromi und Möchtegern voller Elan, keine Frage. Geändert an der unterirdischen Bildungs-Situation hat sich m. E. ein bewundernswert schlechtes, optimal verlogenes NICHTS. Und sorry - liebe Möchtegerns, ihr bekommt eine lebenslange Zahlung für das Dummquatschen, die mein Nachwuchs - neben meiner Wenigkeit - finanzieren muss, weil hier in diesem unserem Lande kein Unterschied mehr gilt zwischen denen, die arbeiten wollen und denen, die lieber den ganzen hohlen Tag mit dem Hinterteil die gesponserte Couch plattsitzen.
Ehrlich!?? - Ich finde es klasse, dass hier eigentlich kein Arsch arbeiten muss. Die Politik scheint mir mehr als versorgt und wer interressiert sich schon für die Flut derer, die nicht mal auf die Kette bekommen, das Wählen ein Grundrecht ist. Vielleicht sollte ich mir die Ganze faule Nummer mal durchrechnen?
Sry Sis, ich wollte nicht "nur" den Motzkopp geben und auch emotional nicht weiter aus'm Fenster. Mir geht es blendend, ich weiß genau, was ich wann und warum zu tun habe - ich bin halt alt und im Zweifel lieber einsam glücklich, als dauergestresst von Beziehungskrempel!
Ich umarme Dich und wünsche Dir einen gelungenen Versuch!
Knutscher!
Wie man heute - einmal mehr - den Medien entnehmen durfte, braucht die Stadt keine zusätzlichen Lehrer!?? Nee, schon klar ...
*ahhhhhhhhhhhhhh* Unglaublich!
Ist ja echt kein Drama, wenn die armen Würschterl (lernwillig, demnach wohl voll bekloppt!) keine(n) Anwesenden, ganz zu schweigen von einem fähigen Naturwissenschaftler zur Verfügung haben?
Leute, Eltern und Mitbürger ... Lasst uns Deppen heranziehen - zuviel Bildung macht nur Ärger! (???)
Ist das so, Herr "Bild-mich-nicht-..."?
Hatte ich schon erwähnt, dass ich im nächsten Leben eine Karriere als Minist..... anstrebe? Was eine Entlohnung - echt gerecht - für soviel produzierte Sch.., oder nicht?!!
Zecke ONE: Abi weit unter Durchschnitt und besser!
- MINI-Zecke: Platz fünf im kompletten Jahrgang (Abi-fähig; LRS egal!)
Jetzt weiß ich, warum ich - dank der Familienzeit - so eine erbärmliche Rente bekommen werden würde *...*
Ein Hoch auf die v.d.L's mit Babysitter and more. Politik und Bildung sind immer ein erbärmliches Thema und wenn die Politik nicht mehr weiß wohin, wechselt sie ggf. das Resort und ist somit nicht mehr zuständig; gelegentlich hat mfrrrrauch andere Pläne und schwebt gen höherer Positionen ... *kommentarlos erkannt)
Vor jeder Wahl, ist ein jeder Politpromi und Möchtegern voller Elan, keine Frage. Geändert an der unterirdischen Bildungs-Situation hat sich m. E. ein bewundernswert schlechtes, optimal verlogenes NICHTS. Und sorry - liebe Möchtegerns, ihr bekommt eine lebenslange Zahlung für das Dummquatschen, die mein Nachwuchs - neben meiner Wenigkeit - finanzieren muss, weil hier in diesem unserem Lande kein Unterschied mehr gilt zwischen denen, die arbeiten wollen und denen, die lieber den ganzen hohlen Tag mit dem Hinterteil die gesponserte Couch plattsitzen.
Ehrlich!?? - Ich finde es klasse, dass hier eigentlich kein Arsch arbeiten muss. Die Politik scheint mir mehr als versorgt und wer interressiert sich schon für die Flut derer, die nicht mal auf die Kette bekommen, das Wählen ein Grundrecht ist. Vielleicht sollte ich mir die Ganze faule Nummer mal durchrechnen?
Sry Sis, ich wollte nicht "nur" den Motzkopp geben und auch emotional nicht weiter aus'm Fenster. Mir geht es blendend, ich weiß genau, was ich wann und warum zu tun habe - ich bin halt alt und im Zweifel lieber einsam glücklich, als dauergestresst von Beziehungskrempel!
Ich umarme Dich und wünsche Dir einen gelungenen Versuch!
Knutscher!
Wie man heute - einmal mehr - den Medien entnehmen durfte, braucht die Stadt keine zusätzlichen Lehrer!?? Nee, schon klar ...
*ahhhhhhhhhhhhhh* Unglaublich!
Ist ja echt kein Drama, wenn die armen Würschterl (lernwillig, demnach wohl voll bekloppt!) keine(n) Anwesenden, ganz zu schweigen von einem fähigen Naturwissenschaftler zur Verfügung haben?
Leute, Eltern und Mitbürger ... Lasst uns Deppen heranziehen - zuviel Bildung macht nur Ärger! (???)
Ist das so, Herr "Bild-mich-nicht-..."?
Hatte ich schon erwähnt, dass ich im nächsten Leben eine Karriere als Minist..... anstrebe? Was eine Entlohnung - echt gerecht - für soviel produzierte Sch.., oder nicht?!!
6. Juni 2010
beziehungsfragen
Ich brauche mal wieder eine Plattform, auf der ich mit Gedanken und Ideen spielen kann, sie sortieren kann. Wenn ich etwas aufschreibe, wird es mir klarer, also versuche ich es einfach. Kommentare von Dir sind natürlich immer willkommen.
Es ist wunderbar mit ihm. Erstaunlich wunderbar, aber immer wieder geraten wir an einen Punkt, wo es nicht weitergeht. Wo wir hängenbleiben und keine Lösung finden. Ich kann den Punkt nicht einmal genau definieren, weiß aber, es gibt ihn. Es fühlt sich wie eine Art Hemmschwelle an. So unendlich viele Dinge sind mit ihm einfach da, können ausgesprochen und gelebt werden. Unkompliziert, einfach, klasse, voller Spaß und mit leuchtenden Augen von uns beiden. Aber irgendwas macht mir Gedanken, grummelt ganz leise in mir. Und ich bekomme Rückenschmerzen, immer an ein und der selben Stelle. Ich trage etwas mit mir rum. Ich rede mit ihm, aber es bleibt bestehen. Wir kommen nicht weiter, lösen nicht wirklich auf.
Warum? Was ist es? Er interessiert sich für mich, keine Frage, aber oftmals reagiert er eher oder bringt sich ein und geht nicht auf mich ein. Er stellt wenige Fragen, lässt mich reden, hört aufmerksam zu, bringt sich aber nicht wirklich ein, er bleibt immer ein wenig außen vor. Er interessiert sich für meinen Job, meine Freunde, mein Leben, aber auf eine passive Art. Er fragt wenig, fordert wenig, nimmt gerne und das dankbar und mit sichtlicher Freude. Das kann ich so für alle Bereiche feststellen. Ja, auch für Sex, der sehr gut, aber eben eher passiv ist. Er wartet ab, schaut hin, bringt sich aber nur bedingt ein.
Vielleicht ist eine Sache der Verantwortung. Ich habe möglicherweise das Gefühl, er übernähme keine Verantwortung. Es läuft oder eben nicht, aber er agiert selten. Es ist kein Austausch, eher ein Fließen, ein Gleiten, alles andere läuft nicht. Nein, das ist nicht schlecht, im Gegenteil, ich mag es sehr, weil es ohne Bedingungen und Verpflichtungen ist, aber die Frage ist, wie weit kann man so eine Beziehung leben? Bremst er mich aus? Überlässt mich einfach meinen Gedanken und mir selbst? Ja, er lässt mir Freiraum, setzt keine wirklichen Grenzen, er lässt mich völlig ich sein, aber es wächst auch nichts. Zwei Individuen, die aneinander kleben und das gerne und oft, begegnen sich, lassen sich wieder los, machen ihr eigenes Ding, wie sie es gewohnt sind.
Was bedeutet Verantwortung übernehmen? Für mich, dass er sich einmischt. In mein Leben, meinen Job, mir Hilfe, Ansätze, Vorschläge bietet, was er nicht macht. Ich mache das. Ich frage nach, nach allen und ganz vielen Dingen. Denke mich ein, fühle mich ein und agiere. Er eher nicht. Vielleicht nicht sein Ding, nicht seine Art, vielleicht kann er es aber auch nicht oder will es nicht. Er bleibt an seinem Platz, wagt sich kaum ins Unbekannte, wagt sich kaum vor, traut sich nicht, verharrt. Wahrscheinlich auch Prägung, Vorgaben von anderen Menschen oder Angst vor Zurückweisung, sich selbst?
Stört mich das? Ich weiß es nicht, aber ich will wissen, was es ist, was mich beschäftigt. Er macht mir keine Vorschriften, er macht sein Ding, ich meins und zwischendrin treffen wir uns, überschneiden uns, aber es bleiben zwei Welten. Er lebt sein Leben, ich meins. Beide so, wie wir es gerne haben. Also fehlt mir etwas Gemeinsames, das uns verbindet, oder? Aber wie soll es etwas Gemeinsames wachsen, wenn wir so wenig Zeit miteinander haben und in das bisschen Zeit so viel packen? All diese Emotionen, diese wunderschöne körperliche und seelische Nähe, die Sinnlichkeit, die Leidenschaft, das Lachen, die abstrusen Ideen, Philosophien, Gedanken, Spinnereien, Wünsche. Wir leben in dem bisschen Zeit alles aus, was wir können, aber es ist wenig Zeit. Und wir brauchen so viel davon, um uns zu entdecken, einzutauchen, zu versinken, was einfach wunderwunderschön ist.
Etwas anzutreiben, vorzuschlagen, anzufangen versuche ich immer wieder, aber ich bin vorsichtig, mag ihn nicht erschrecken, nicht verwirren, gehe davon aus, er kann Forderungen nicht haben, muss Wünsche überdenken. Stelle ich mich mit ihm zurück? Ein klein wenig schon, denn ich nehme Rücksicht, halte mich zurück, suche Reaktionen, weil Aktionen von ihm nicht wirklich ausgehen.
Was will ich?
Mehr Zeit, einfach mehr Zeit, um zu erforschen, zu entdecken, das Gemeinsame zu schaffen. Aber auch ein wenig mehr Mut von ihm, einfach mal zu machen, Dinge anzugehen und nicht abzuwarten. Aber das ist sicher auch eine Frage der Zeit, des Vertrauens, des Wachsens. Ich möchte, dass er sich einmischt, in mein Leben, in unser Leben. Ich will eine Schnittmenge, Interaktion, lebendigen Austausch, mit Risiken und Verantwortung für Handlungen. Ihm den Mut geben, einfach zu machen und den Mut zu erhalten, einfach loszulaufen, ohne Angst zu haben ihn zu erschrecken. Ich will mich ihm nähern, verschmelzen, soweit es für ihn und mich möglich ist. Ohne Angst, ohne Wenn und Aber, zuversichtlich und zufrieden.
Wenn es das ist, was mir Gedanken, vielleicht schon Sorgen macht, dann kann ich es aussprechen, handeln, anstoßen. Und ich weiß, er wird mit mir reden, nachdenken, handeln. Also, alles in Butter, denn wenn ich etwas nicht will, dann dieses Wunderbare, dieses Offene, all diese Möglichkeiten der Entfaltung aufgeben. Denn ich liebe ihn. Er gibt mir unendlich viel, und eben besagte Freiheiten. Liebe ihn, dass es manchmal weh tut, weil es so viel, so unsagbar groß ist. Er berührt mich, ich ihn und es rührt mich seine Zuneigung, sein Wunsch, es möge mir einfach gut gehen. Dinge, die ich so nicht kenne, die mir noch nie jemand entgegengebracht hat, die mich sprachlos werden lassen und manchmal auch ein wenig Angst emporsteigen lassen. Aber wenn ich mit ihm nicht alles hinkriege, dann schaffe ich es nie.
Zuversicht, Geduld, Zeit und Mut müssen ran.
Danke Sis!
Es ist wunderbar mit ihm. Erstaunlich wunderbar, aber immer wieder geraten wir an einen Punkt, wo es nicht weitergeht. Wo wir hängenbleiben und keine Lösung finden. Ich kann den Punkt nicht einmal genau definieren, weiß aber, es gibt ihn. Es fühlt sich wie eine Art Hemmschwelle an. So unendlich viele Dinge sind mit ihm einfach da, können ausgesprochen und gelebt werden. Unkompliziert, einfach, klasse, voller Spaß und mit leuchtenden Augen von uns beiden. Aber irgendwas macht mir Gedanken, grummelt ganz leise in mir. Und ich bekomme Rückenschmerzen, immer an ein und der selben Stelle. Ich trage etwas mit mir rum. Ich rede mit ihm, aber es bleibt bestehen. Wir kommen nicht weiter, lösen nicht wirklich auf.
Warum? Was ist es? Er interessiert sich für mich, keine Frage, aber oftmals reagiert er eher oder bringt sich ein und geht nicht auf mich ein. Er stellt wenige Fragen, lässt mich reden, hört aufmerksam zu, bringt sich aber nicht wirklich ein, er bleibt immer ein wenig außen vor. Er interessiert sich für meinen Job, meine Freunde, mein Leben, aber auf eine passive Art. Er fragt wenig, fordert wenig, nimmt gerne und das dankbar und mit sichtlicher Freude. Das kann ich so für alle Bereiche feststellen. Ja, auch für Sex, der sehr gut, aber eben eher passiv ist. Er wartet ab, schaut hin, bringt sich aber nur bedingt ein.
Vielleicht ist eine Sache der Verantwortung. Ich habe möglicherweise das Gefühl, er übernähme keine Verantwortung. Es läuft oder eben nicht, aber er agiert selten. Es ist kein Austausch, eher ein Fließen, ein Gleiten, alles andere läuft nicht. Nein, das ist nicht schlecht, im Gegenteil, ich mag es sehr, weil es ohne Bedingungen und Verpflichtungen ist, aber die Frage ist, wie weit kann man so eine Beziehung leben? Bremst er mich aus? Überlässt mich einfach meinen Gedanken und mir selbst? Ja, er lässt mir Freiraum, setzt keine wirklichen Grenzen, er lässt mich völlig ich sein, aber es wächst auch nichts. Zwei Individuen, die aneinander kleben und das gerne und oft, begegnen sich, lassen sich wieder los, machen ihr eigenes Ding, wie sie es gewohnt sind.
Was bedeutet Verantwortung übernehmen? Für mich, dass er sich einmischt. In mein Leben, meinen Job, mir Hilfe, Ansätze, Vorschläge bietet, was er nicht macht. Ich mache das. Ich frage nach, nach allen und ganz vielen Dingen. Denke mich ein, fühle mich ein und agiere. Er eher nicht. Vielleicht nicht sein Ding, nicht seine Art, vielleicht kann er es aber auch nicht oder will es nicht. Er bleibt an seinem Platz, wagt sich kaum ins Unbekannte, wagt sich kaum vor, traut sich nicht, verharrt. Wahrscheinlich auch Prägung, Vorgaben von anderen Menschen oder Angst vor Zurückweisung, sich selbst?
Stört mich das? Ich weiß es nicht, aber ich will wissen, was es ist, was mich beschäftigt. Er macht mir keine Vorschriften, er macht sein Ding, ich meins und zwischendrin treffen wir uns, überschneiden uns, aber es bleiben zwei Welten. Er lebt sein Leben, ich meins. Beide so, wie wir es gerne haben. Also fehlt mir etwas Gemeinsames, das uns verbindet, oder? Aber wie soll es etwas Gemeinsames wachsen, wenn wir so wenig Zeit miteinander haben und in das bisschen Zeit so viel packen? All diese Emotionen, diese wunderschöne körperliche und seelische Nähe, die Sinnlichkeit, die Leidenschaft, das Lachen, die abstrusen Ideen, Philosophien, Gedanken, Spinnereien, Wünsche. Wir leben in dem bisschen Zeit alles aus, was wir können, aber es ist wenig Zeit. Und wir brauchen so viel davon, um uns zu entdecken, einzutauchen, zu versinken, was einfach wunderwunderschön ist.
Etwas anzutreiben, vorzuschlagen, anzufangen versuche ich immer wieder, aber ich bin vorsichtig, mag ihn nicht erschrecken, nicht verwirren, gehe davon aus, er kann Forderungen nicht haben, muss Wünsche überdenken. Stelle ich mich mit ihm zurück? Ein klein wenig schon, denn ich nehme Rücksicht, halte mich zurück, suche Reaktionen, weil Aktionen von ihm nicht wirklich ausgehen.
Was will ich?
Mehr Zeit, einfach mehr Zeit, um zu erforschen, zu entdecken, das Gemeinsame zu schaffen. Aber auch ein wenig mehr Mut von ihm, einfach mal zu machen, Dinge anzugehen und nicht abzuwarten. Aber das ist sicher auch eine Frage der Zeit, des Vertrauens, des Wachsens. Ich möchte, dass er sich einmischt, in mein Leben, in unser Leben. Ich will eine Schnittmenge, Interaktion, lebendigen Austausch, mit Risiken und Verantwortung für Handlungen. Ihm den Mut geben, einfach zu machen und den Mut zu erhalten, einfach loszulaufen, ohne Angst zu haben ihn zu erschrecken. Ich will mich ihm nähern, verschmelzen, soweit es für ihn und mich möglich ist. Ohne Angst, ohne Wenn und Aber, zuversichtlich und zufrieden.
Wenn es das ist, was mir Gedanken, vielleicht schon Sorgen macht, dann kann ich es aussprechen, handeln, anstoßen. Und ich weiß, er wird mit mir reden, nachdenken, handeln. Also, alles in Butter, denn wenn ich etwas nicht will, dann dieses Wunderbare, dieses Offene, all diese Möglichkeiten der Entfaltung aufgeben. Denn ich liebe ihn. Er gibt mir unendlich viel, und eben besagte Freiheiten. Liebe ihn, dass es manchmal weh tut, weil es so viel, so unsagbar groß ist. Er berührt mich, ich ihn und es rührt mich seine Zuneigung, sein Wunsch, es möge mir einfach gut gehen. Dinge, die ich so nicht kenne, die mir noch nie jemand entgegengebracht hat, die mich sprachlos werden lassen und manchmal auch ein wenig Angst emporsteigen lassen. Aber wenn ich mit ihm nicht alles hinkriege, dann schaffe ich es nie.
Zuversicht, Geduld, Zeit und Mut müssen ran.
Danke Sis!
Sis: Fehlt Vertrauen? (alles kann innne Hose gehen, muss aber nicht!) Sei nicht so ängstlich - mehr als schiefgehen kann es nicht! Versuch macht klug!!! wenn nichts mehr geht ... droh' ihm mit mir *LOL* Kerlsche, kannste gucken ... Sis kennt mich :)
26. Mai 2010
Unzulänglichkeiten
Fangen wir mit meinen zur Zeit vorhandenden Unzulänglichkeiten an:
Meine Bude sieht aus wie Sau, ich kümmere mich neben der Arbeit "nur" um meinen Hintern, kann mir keine Geburtstage mehr merken, schaffe ein einziges Päckchen seit über einem Monat nicht zur Post und bilde mir ein, dass man mir alles verzeiht!
Sis, ich habe Dich nicht vergessen. Jeden Tag denke ich daran, spätestens nach ca. 10 Kilometern fern der Heimat, fällt mir das Päckchen wieder ein, dass da immer noch in meinem Flur - direkt neben der Wohnungstür - vor sich hinvegetiert und darauf wartet, dass ich es endlich mal zur Post schaffe!!! ? * vllt. hat es auch schon aufgegeben??? * Gottlob - ich hoffe von Herzen, der Zustand hällt noch an - schwebst Du auf Wolke Sieben und bist ein bissel abgelenkt!!! Und nebenbei bemerkt: ich bin echt froh, dass in dem Packerl nichts gammeln oder leben kann...
Wir hören ...
Ich drück Dich!
Liebste Sis,
mit Schrecken stelle ich fest, auch ich habe Dich vergessen. Naja, nicht vergessen, eher ihn vorgezogen, was es auch nicht besser macht. Entschuldige bitte, aber ich habe Deinen Geburtstag verpennt, der doch nur einen Tag nach meinem liegt. MannMannMann!
Doch, ich verzeihe Dir alles, weil es nämlich klingt, als rotiere Dein Arsch schon mehr als genug und niemand kümmert sich wirklich um Dich, was nicht gut ist, aber noch schlimmer ist, dass alle an Dir rumzerren.
Außerdem machen wir beiden das seit Jahren so und es klappt, warum also ändern? Mach Dir bitte keinen Stress wegen mir, kümmer Dich um Deinen Arsch, wir verlieren uns sowieso nicht mehr!
Ich habe Dich furchtbar lieb und drück Dich!
Egal, wie wir es nennen: Wir vergessen uns nicht, wir haben gelegentlich andere Prioritäten und das ist gut so! Shit - klingt irgendwie nach Wowi - stimmt aber grundsätzlich. Das Packerl liegt immer noch schimmelfrei hier herum und ehrlich?! - I'm a hero ... ich weiß immer noch wo!!!
Bussi
10. April 2010
enlightened.
Ja, liebste Sis, ich habe weiterhin Probleme mit dem Handy - auch nach Jahren werden wir keine Freunde mehr. Als ich Deine SMS las, warst Du längst wieder weg und wäre da nicht der Trennungsschmerz und die Sehnsucht, hätte ich längst mal angerufen oder geschrieben, aber es passiert so unendlich viel in meinem Leben und es ist so wunderwunderwunderwunderwunderbar. Es wäre Zuviel alles aufzuschreiben, aber vertrau mir einfach, wenn ich Dir sage, mir ging es noch nie so gut wie gerade. Und ich bin damit nicht einmal allein, denn das Gegenüber sieht es nicht anders.
Spätestens jetzt ziehst Du bestimmt misstrauisch eine Augenbraue hoch, oder? Yeah, tat ich tatsächlich - allerdings liebevoll schmunzelnd!Zumindest denke ich mir das, aber es ist alles in Ordnung, eigentlich viel mehr. Denn so fremd er mir sein mag, so vertraut ist er mir. Mach Dir also keine Gedanken, lass mich schwelgen, abschweifen, hingeben, genießen - ohne Plan und Struktur, denn gerade das funktioniert endlich einmal. Ich fühle mich nicht unter Druck gesetzt, mache dauernd was falsch oder muss Vorgaben, die nicht meine sind, entsprechen. Wohin es führt? Keine Ahnung, aber ich bin zuversichtlich, alles führt dahin, wohin wir es führen. Zunächst einmal in Zeitnischen, um mehr davon zu leben. Konfus? Möglich, aber ich empfinde mich als sehr klar, sehr mutig und sehr geliebt. Ich erlebe mein Leben als sehr natürlich, zu mir passend, zum Gegenüber passend, alles andere wird sich ergeben.
Kannst Du das so hinnehmen? Einfach akzeptieren und mein Lächeln teilen?
pssssssst - gelegentlich ;)
PS@ Kerl: Wehe, wenn Du ihr wehtust!!!
Zitat vom Kerl: DIE Drohung weckt nicht mal Widerspruch.
Kerl scheint Charakter zu haben.
;)
8. April 2010
Lernresistenzen und anderes ;)
Hi Sis!
Schlechte Zeit, ich weiß.
Und - by the way - schade, dass wir uns wieder verpasst haben!
Zum Thema: Lustig ist anders
Ich weiß ja, man soll nicht über die Chefetage schimpfen, weil dass keinen guten Eindruck macht. Nur bitte, wie geht man mit andauernder Inkompetenz und Lernresistenz um???
Anfangs habe ich es ignoriert, irgendwann hat es mich aufgeregt, jetzt resigniere ich nur noch.
Zwischendrin keimt in mir jedoch der kleine Rebell, der sich da fragt, warum ich mir das gebe.
Kann mir mal jemand erklären, warum es immer noch Menschen gibt, die sich nicht ansatzweise mit einer Fremdsprache auseinander setzen möchten oder können??? Selbst mein LRS-Kind spricht zwei!!! Und hey, seit wann bricht man sich nen Zacken aus der Krone, wenn man "guten Morgen sagt und dabei womöglich die Zähne bleckt???
Das Engelchen in mir flüstert in solchen Situationen immer schüchtern: "Sei lieb" und mein Magen fragt sich andauernd, wohin er mit dem Potential für ein Geschwür jetzt wieder ausweichen soll.
Femdsprachen: Nullnummer; Lebenserfahrung: Lachnummer; Sozialkompetenz: setzen "6-" !; Diskussionsbereitsschaft: Nullnummer; Kritikfähigkeit: was'n das???; etc.pp.
Gut, am Alter kann es nicht liegen, unser Assistent könnte mein Sohn sein, weiß sich aber sicher durch das Berufsleben zu bewegen und bringt all das, was mein Chefchen nicht bringt. O.k., Lebenserfahrung wohl weniger, dafür von allem anderen einhundert Prozent!
Heute war ich böse, ich habe mir "Chefchens Ton" verbeten; freundlich, aber bestimmt. Meine Zecken hätten für die "Ansprache" ernsthaft eine gescheuert bekommen ... und ich bin wahrhaft ein friedliebender Mensch. Die Zecken würden es bestätigen, die wissen nur gerüchtehalber, was ein "Arschvoll" ist.
Eigentlich habe ich auch gerade andere Probs, als mich über Mme. zu ärgern, aber auch so ein bissel Positives zu vermelden:
Lüttje möchte die Schule wechseln, ist plötzlich - trotz LRS - Klassen- und Jahrgangsbester (letzteres in Mathe und Naturwissenschaften) weiß endlich, wohin er will und zieht das durch! Ich finde ihn obercool!!!
Die Oberzecke hängt zwar immer noch an der ersten, großen Liebe - wird aber ein wenig 'rücksichtsloser' und kümmert sich wieder mehr um seine Belange. Gut so!
Da fällt mir ein, ich lese eben auf seine Empfehlung: Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann. Gefällt mir.
So Sis, es ist an Dir!
Bussi
Schlechte Zeit, ich weiß.
Und - by the way - schade, dass wir uns wieder verpasst haben!
Zum Thema: Lustig ist anders
Ich weiß ja, man soll nicht über die Chefetage schimpfen, weil dass keinen guten Eindruck macht. Nur bitte, wie geht man mit andauernder Inkompetenz und Lernresistenz um???
Anfangs habe ich es ignoriert, irgendwann hat es mich aufgeregt, jetzt resigniere ich nur noch.
Zwischendrin keimt in mir jedoch der kleine Rebell, der sich da fragt, warum ich mir das gebe.
Kann mir mal jemand erklären, warum es immer noch Menschen gibt, die sich nicht ansatzweise mit einer Fremdsprache auseinander setzen möchten oder können??? Selbst mein LRS-Kind spricht zwei!!! Und hey, seit wann bricht man sich nen Zacken aus der Krone, wenn man "guten Morgen sagt und dabei womöglich die Zähne bleckt???
Das Engelchen in mir flüstert in solchen Situationen immer schüchtern: "Sei lieb" und mein Magen fragt sich andauernd, wohin er mit dem Potential für ein Geschwür jetzt wieder ausweichen soll.
Femdsprachen: Nullnummer; Lebenserfahrung: Lachnummer; Sozialkompetenz: setzen "6-" !; Diskussionsbereitsschaft: Nullnummer; Kritikfähigkeit: was'n das???; etc.pp.
Gut, am Alter kann es nicht liegen, unser Assistent könnte mein Sohn sein, weiß sich aber sicher durch das Berufsleben zu bewegen und bringt all das, was mein Chefchen nicht bringt. O.k., Lebenserfahrung wohl weniger, dafür von allem anderen einhundert Prozent!
Heute war ich böse, ich habe mir "Chefchens Ton" verbeten; freundlich, aber bestimmt. Meine Zecken hätten für die "Ansprache" ernsthaft eine gescheuert bekommen ... und ich bin wahrhaft ein friedliebender Mensch. Die Zecken würden es bestätigen, die wissen nur gerüchtehalber, was ein "Arschvoll" ist.
Eigentlich habe ich auch gerade andere Probs, als mich über Mme. zu ärgern, aber auch so ein bissel Positives zu vermelden:
Lüttje möchte die Schule wechseln, ist plötzlich - trotz LRS - Klassen- und Jahrgangsbester (letzteres in Mathe und Naturwissenschaften) weiß endlich, wohin er will und zieht das durch! Ich finde ihn obercool!!!
Die Oberzecke hängt zwar immer noch an der ersten, großen Liebe - wird aber ein wenig 'rücksichtsloser' und kümmert sich wieder mehr um seine Belange. Gut so!
Da fällt mir ein, ich lese eben auf seine Empfehlung: Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann. Gefällt mir.
So Sis, es ist an Dir!
Bussi
Da fällt mir ein, Deine Buchempfehlung steht seit Monaten auf meiner Liste, aber es kamen ein paar Buchgeschenke dazwischen, aber vergessen ist Dein Tipp nicht.
Ich kann da seit ein paar Jahren zum Thema nix mehr sagen, denn ich arbeite allein oder mit Menschen, mit denen ich problemlos kommunizieren kann. Kunden, die mir nicht liegen, nehme ich nicht an. Aber grundsätzlich stimme ich Dir vorbehaltlos zu!
Nutzt Dir nicht viel, aber mehr als dagegen kämpfen oder akzeptieren, dass Menschen verschieden sind, fällt mir nicht ein. Aber es ist Deine Energie, die Du verschwendest, also Perlen vor die Säue und somit Deine Entscheidung, wie Du damit umgehst.
... außerdem bin ich eh momentan ein schlechter Maßstab, weil ich lieber seufze, stöhne und so :-)
Ich hab mir ein für 2010 durchgehend gültiges Ticket in die Stadt besorgt, in der die Oberchef's hocken und beschlossen, Ignoranz an den Tag zu legen, bis sich ein Magengeschwür ankündigt. Zudem bekomme ich Mitte des Jahres meine Taler aus der LV und wer weiß, vielleicht lege ich die einfach mal gut an ;) Die Perlen gleich dabei!
Dir meine allerbesten Wünsche - weißt schon.
LG
12. März 2010
tischbeißerei.
Manchmal verstehe ich die Welt nicht so ganz. Muss ich vielleicht auch nicht, schön wäre es aber schon, zumindest hilfreich.
Es begab sich, dass ich letztes Jahr ein nettes Projekt angeboten bekam. Ein Hörbuch zu lektorieren, das sich hauptsächlich im Mittelalter, maximal im 19. Jahrhundert abspielt - also genau mein Ding. Bezahlung okay, Umfang okay, alles okay.
Dann ging es los und ich ackerte mich durch ein Manuskript, das jemand geschrieben hat, der zwar gut recherchieren, aber gar nicht schreiben kann. Vier Wochen dauerte es und ich machte eindeutig mehr als ein übliches Lektorat verlangt. Sei es drum.
Das Teil der Autorin geschickt und gewartet, gewartet und gewartet. Die Deadline des Verlages nahte, die Autorin gab nichts von sich. Nach 2 Monaten kam das Buch zurück zu mir, weil noch Änderungen zu machen sein - ich hätte 2 Tage Zeit. Was? Sie fummelt 8 Wochen hier und da an Kleinigkeiten rum, ich soll in 2 Tagen alles retten? Ich habe es in 4 Tagen geschafft, die Rückmeldung vom Verlag war: Klingt super, stilistisch flüssig und alles schön. Ich lehnte mich zurück, schrieb in Gedanken bereits die Rechnung und dachte, Projekt durch.
6 Wochen später ruft eine aufgeregte Autorin bei mir an, der Verlag wolle das Buch so nicht veröffentlichen, weil es der letzte Dreck sei und der Verlag werde nun den eigenen Lektor beauftragen, der so was kann, die Autorin müsse ihn halt bezahlen. Ich ahnte Schlimmes. Mir eigentlich egal, was der Verlag denkt und warum er so zwiespältig reagiert, hauptsache, der Dreck kommt nicht zurück und sie bezahlt. Macht sie auch, allerdings erst im April und im Mai, denn sie will Ratenzahlung. Okay, mache ich auch mit, nage ja nicht am Hungertuch.
Heute kam eine Mail von ihr. Mit dem überarbeiteten Buch anbei. Ich öffnete, las und dachte die ganze Zeit nur, was haben die eigentlich verändert? Die Überarbeitungen sind minimalst, 95 Prozent meines Textes sind erhalten geblieben, dafür haben sie schicke und dumme Fehler in die Rechtschreibung gepackt. Abzocke? Dummheit? Keine Ahnung, ich rege mich nicht auf, lohnt sich einfach nicht, ich wundere mich - und werde, falls ich jemals mit einem Verlag über meine Texte verhandel, den Vertrag so was von meinen Anwälten überprüfen lassen!!
Spannend. Lektor ist nicht gleich Lektor. Traurig - eigentlich.
Jemand bekommt - vermutet - das gleiche Geld, leistet aber weniger oder "Schlechteres". Mach Dich nicht verrückt! Das Leben ist unfair und dennoch wirst genau DU gebraucht. Es gibt ja nicht nur Deppen in der Welt! (ich verstehe inzwischen auch den Hang zu Akademikern)
Ich kann mit jedem - glaubte ich. Manch eine(r) überfordert mich, habe ich feststellen dürfen. Ein gewisser Intellekt hilft; ...
Das Problem ist ganz einfach: Der Beruf Lektor, ist wie viele andere nicht geschützt, ergo kann sich jeder so nennen und die verschiedenen Verlage handeln zur ihrem eigenen Nutzen, selten zum Nutzen des Buches, der Autoren. Geld regiert oftmals leider die Welt.
10. März 2010
Chefchens helpless
Can we talk about in english, please?
I did no knoff!
Oh, my german is verry bad.
Hä?
Can I …, please?
… kannste mir mal helfen???
We talk about darüber, dass ich nichts know, aber Boss bin *ätsch* und so you must helf me *– schon klar – *kotz* Frei nach dem Motto: Go away und make sis Kunde!
Perfect!
Führungskraft without any other language.
Ich kann ja auch nichts richtig! Und echt, ich finde es ätzend, dass ich wenigstens immer und überall ein Klo finde! *Ahhhhhhhhhhh*
Hey, ich kann gut zeichnen!!! ;)
Die macht mich wahnsinnig!!!
9. März 2010
Kennste Papa ?
Schon erstaunlich, die Erkenntnis, dass es mir schlecht geht, wenn Papa „scheiße“ ist.
Es gab Zeiten, in denen ich mir sehnlichst gewünscht habe, diese Erkenntnis möge über die Zecken kommen!
Ist passiert. Und – siehe da- ich finde es un-cool!
Ich mag „den Papa“ noch weniger. Soll er doch weiter den Helden mimen. Die Enttäuschung der Kleenen trifft mich weit härter, als gedacht. Schon klar, ich hab’ ne Vollklatsche!
28. Februar 2010
dreckschwein.
Seit Monaten renoviere ich mit einer Freundin bereits ihre neue Wohnung. Dabei entdecke ich so ein paar Merkwürdigkeiten; zum Beispiel haben wir Tapeten abgerissen, neue geklebt und gestrichen - vorher hat sie alles mit Folie ausgelegt, allerdings billigster Billigfolie, die nicht einmal dem Regen standhalten würde und dazu kamen ein paar willkürlich verteilte Tageszeitungen.
Nach sechs Monaten wollten wir den Boden für den Teppichverleger vorbereiten und mich traf der Schlag: Sie trampelte 6 Monate inklusive der Handwerker auf einer Mischung aus Billigfolie, Tageszeitung, 8 Lagen alter Tapeten, Kleister, neue Tapetenreste, Putz und was bei einer Renovierung so anfällt. Das Zeug war zentimeterdick, klebte aus dem Boden und musste raus. Wir haben es zusammengerollt und auf den Balkon gelegt, weil sie meinte, wenn das nass und wieder trocken wird, kann man es super entsorgen - ich sage mal nix zu der Sauerei.
Danach begann ich den Boden zu fegen, was sie nicht verstand. Dann kroch ich mit dem Handfeger die Ränder entlang, was sie nicht verstand, dann saugten wir den Rest, klar, verstand sie nicht und dann ging es ans Wischen. Eine Frau von 48 hat noch nie gewischt!! Der Lehrgang war amüsant ... besonders, weil sie mit einem kleinen 5-Liter-Eimer ankam, den halb mit lauwarmen Wasser füllte und ein taschentuchgroßen Lappen da reinwarf. Dann kam ich: 10 Liter heißes Wasser, ordentlich Schmierseife, einen richtigen Aufnehmer und - Wunder über Wunder - die Bude wurde sauber. Mittlerweile ist mir klar, warum sie die ganze Zeit entzückt durch die Wohnung hüpfte und sagte, hier riecht es aber gut.
Heute ging es in die alte Wohnung, um sie für die Übergabe vorzubereiten - und mich traf der Schlag! Vielleicht bin ich zu pingelig, aber stell Dir bitte eine Wohnung inklusive Bad und Küche vor, die 16 Jahre nicht gewischt wurde. Laufspuren konnte man problemlos erkennen, die Farbe der Böden nicht mehr. 16 Jahre keine Fenster geputzt, überall massive Spinn- und Staubweben. Fensterputzen hat sie ebenso wie Fußboden wischen noch nie gemacht. Auf den Türrahmen lag der Staub fingerdick, ebenso auf den Fußleisten, den konnte man so abnehmen, er fiel nicht mal auseinander. Als ich die Türen und Türrahmen abgewischt hatte, wahrscheinlich zum ersten Mal seit 20 Jahren, war sie verblüfft, wie weiß die sind. Die Küche war auch lecker. 16 Jahre nicht renoviert oder geputzt, riecht super, sieht furchtbar aus.
Dann musste ich mal, ging ins Bad und bekam Herpes, denn dort wurde locker 16 Jahre lang nichts geputzt. Das Klo ein schwarzes Loch, der Wasserhahn von einem fetten Trauerrand umgeben, die Badewanne hätte ich nicht mal mit Schuhen betreten - und über allem lag der Duft von Tod, Verwesung und Verfall.
Scheiße, wie kann man so leben? Ist doch völlig pervers!
Ist es wirklich so schwer, alle paar Wochen mal alles abzuwischen oder die Fußleisten abzusaugen? Wie kann ich auf ein Klo gehen, dass schwarz ist und penetrant mufft? Ich meine, sie hat seit einem Jahr keinen Auftrag mehr bekommen, an Arbeitsüberlastung kann es also nicht liegen.
Ich dachte, die Eltern meines Ex wären Dreckschweine gewesen, aber besagte Freundin hat es heute getoppt. Ich musste erstmal ausgiebig in meiner sauberen Dusche duschen, damit ich keinen Ausschlag bekomme, wer weiß, was für Ungeziefer bei ihr lebt! Sind ja nicht nur Bakterienherde, stinkt auch erbärmlich.
Ich weiß nicht, ob ich pingelig bin, aber ich habe mir angewöhnt täglich eine halbe Stunde was im Haushalt zu machen und bei mir ist es bestimmt nicht supersauber, aber gegenüber der Freundin ist es bei mir steril. Ich habe viele schwarze Möbel und wohne mitten in der City, da könnte ich täglich Staub putzen, aber Staub ist kein Dreck.
Puh, mir ist immer noch schlecht und ich werde bestimmt böse Träume haben!
Verstehe ich irgendwie. Und doch, Du bist vermutlich pingelig. Solange ich alleine wohnte, lag immer alles auf Kante im Schrank, wurde alle zwei Tage gesaugt, täglich das Bad grundpoliert etc. pp.
Meine weltliebste Nachbarin hat mir mal geflüstert, dass sie noch nie so pervers organisierte Kleiderschränke gesehen hätte ... und soll ich Dir mal was verraten? Ich schaffe es nicht mehr; ich arbeite mir den Arsch rund, habe die Zecken voll verzogen, weil ich Ihnen alles nachgeräumt habe und sterbe täglich beim Anblick meines Haushaltes, bevor ich müde umkippe. Klar, die Waschmaschine rödelt, während ich hier vor mich hin tippe ... aber im Gro leidet mein Haushalt unter der Tatsache, das ich eben meine Brödeln verdienen muss und die Zecken offensichtlich verzogen habe. O.k., Bad und Klo sowie Küche sind i.d.R. ohne allergische Reaktionen begehbar, aber ehrlich!? - Der Schöööööööööne Laden ist besser geputzt, als meine Bude.
Im Augenblick bin ich beinahe froh, wenn ich es schaffe, wenigstens meine Arbeitsklamotten zu waschen, bevor ich müde zusammenbreche und ich finde es beinahe grundgeil, einmal wöchentlich den Spagat zwischen Einkauf und Wohnung, nebst diverser Nebentätigkeiten, zu absolvieren. Klar, jetzt sollte ich schlafen, dann könnte ich mich nachher dämlich putzen ...
Ich will sie nicht in Schutz nehmen! Ich finde Deine Ausführungen auch eher pickelverdächtig, aber kann es sein, dass die Frau ein Problem hat? Welches im Besonderen NICHT von Dir zu lösen wäre!!!!
Echt? Du hattest mal den Putzwahn? Wow, nee, früher (jetzt klinge ich alt ;-)) habe ich jeden Woche Budenzauber veranstaltet, mittlerweile nicht mehr, liegt aber auch an der Therapie, die ich nach Papas Tod gemacht habe. Weil ich ja keine wirklichen Kindheits- und sonstige Dramen habe, hat sie mir was Wichtiges beigebracht: Staub ist mein Freund. Seitdem kann ich auch mal zwei Wochen nicht wischen oder schreibe ich den Staub auf meinen vielen schwarzen Möbeln schon mal "Schwein".
Meine Schränke? Naja, sind halbwegs ordentlich, aber so richtig auch nicht, besonders meine Unterwäsche knalle ich ungefaltet und vor allem ungebügelt (ich bügel nicht!) in die Kommode.
Aber was ich da heute gesehen habe, hatte mit ein bisschen Schlampigkeit nichts mehr zu tun, da sollte man Amt für Seuchenschutz hinschicken. Ich putze nie mit Handschuhen, heute habe ich das verflucht. Und ich rieche doch so gut und es stank einfach nach lange ungeputzten Klo und in der Küche nach ganz alter Pommesbude. Nee, mir ging es auch nicht darum ihr das Leben zu erklären, ich musste es nur loswerden, weil ich es schlicht ekelhaft fand.
So, nun zu Dir:
Mein Mäusezähnchen, Du hast da eine furchtbar große Hütte mit zwei postpubertierenden, einigermaßen verwöhnten Jungs, dazu einen Ehemann, der zum Glück nie da ist, aber wenn seinen Arsch auch nicht bewegt. Wenn wir noch Deinen Job einbringen, solltest Du froh sein, wenn ihr saubere Klamotten am Allerwertesten und was zu essen auf dem Tisch habt.
Und dann noch dies: Du könntest Deine Brut auch mal mit dem Einkauf und dem Haushalt vertraut machen. Hat der Große nicht mittlerweile ein Auto? Drück ihm ne Liste und den Kleinen in die Hand und ab geht es. Eine Wasch- oder Spülmaschine übersteigt die Fähigkeiten der beiden ebenso wenig wie der Gebrauch des Staubsaugers. Steht in Deiner Geburtsurkunde eigentlich "Ich reiß mir den Arsch für alle auf" und bleibe auf der Strecke?
Putzwahn? Bist jeck? Ich hatte einfach ne saubere Bude. Ich konnte ja auch nicht rumschlampern, weil ich geackert habe. Andererseits konnte mir auch kein anderer Dreck produzieren, weil da ein niemand war.
Was die Zecken betrifft, so habe ich wohl voll in die Kacke gegriffen. Beide hochintelligent, wissen genau, was sie wollen und wie sie es erreichen; sind aber stinkendfaul - weil von MIR voll verwöhnt und verzogen.
Geschirrspüler? Klar Muddern - haben wir! Ausräumen, echt? Waschmaschine? Ja, jibbet.
(Nennt sich Muddern + !)
Einkaufen? Geil! Macht Muddi! Wie jetzt: WIR??? Quatsch! Die Alte fährt doch eh gegen 21:00 Uhr von der Arbeit wech und sicher an x Supermärkten vorbei!
Muddi geht das zweite WE auswärts essen!!!! Muddi doch sch...egal, was die Kröten vertilgen!
Wer nicht einkauft, muss eben das Taschengeld für's Futter verknallen. Irgendwann ist das alle oder eingefroren. Punkt.
Du solltest mal die Gesichter sehen *lol*
Muddi streikt ein bissel!
Auto vom Nachwuchs? Auto streikt gerade ... was'n Pech! Lernt der Nachwuchs mal, was Rücklagen sind *kicher*
Ich bin ein wenig grundgenervt, aber auch amüsiert.
ICH überlebe das, der Nachwuchs auch - so er gelernt hat, dass das Geld nicht am Morgen am Baum hängt und eine Waschmaschine nicht von alleine an die Leine läuft, gebügelte Hemden in der Reinigung - out of home - Taler kosten ...
Die können mich ... (gerne mögen)
oder mal Super-Papi testen ... *lol*
Immerhin war ich wieder Muddi genug, die Zwergzecke zum Wunschgym. zu fahren. Seine Oberstufe bietet (Hauptstadt-typisch) keinen Physik-/ und Mathe-Leistungskurs, Werten Dank an die Politik! Zentralabi einführen und nicht in der Lage sein ... *groll und zensiert!)
Aber wen wundert's? Oetti und Westerwellchen sind ja lebende Beispiele für gewählte Inkompetenz. Wer geht da eigentlich neben mir wählen?
Schlimm genug, dass ich mit fremdsprachenresistenten Vorgesetzten rumärgern muss, wo ich doch von mir schon mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich in Fremdsprachen nichts wirklich richtig kann!!! Immerhin komme ich damit (im Urlaub) um die halbe Welt und muss den Dorfdeppen, die mir vorstehen auch noch als Übersetzungshilfe dienen. Ich könnte das Kotzen kriegen!!! Wie kann man sich als Führungskraft bezeichnen und nicht eine Vokabel in Englisch draufhaben??? Ich kann in mindestens vier Sprachen nach dem Scheißhaus fragen! (Tschuldigung *schäm*) und mein "Mütze-Auf-Modell" kann nicht mal Hallo in einer Fremdsprache. Ich könnte mich vom nächsten Hochhaus stürzen, nur weil ES so peinlich ist!
Was soll's! Mein Chefchen ist ja nicht einmal peinlich berührt, wenn das Klientel freundlich fragt, ob es "ein Lächeln" haben dürfte ...
Kann man vllt. wenigstens die Kauleiste blecken, wenn zahlendes Publikum erscheint? Nööööö, warum auch!??? *ahhhhhh* Ups, shit, die sorgen womöglich dafür, dass dann am Monatsende mein Gehalt/Lohn ...
Mir doch egal, wie blöd die Kunden sind, die sichern im Zweifel meinen Lebensunterhalt!!?
Ich muss die nicht ehelichen oder wickeln, lieb haben muss ich sie auch ned und - welch Wunder - die verschwinden auch wieder; bestenfalls nach einer Kreditkartenabbuchung ...
Herr, lass Hirn regnen und lass den Regen auf den Richtigen prallen!
Von mir aus lass es Hageln! Fußbälle wären ggf. ein adäquates Format!
Und das von einer inzwischen bekennenden Atheistin!!!
PS: Sis, ich habe gefühlt eine Soli-Griebe!
26. Februar 2010
meutermond.
Sis, heute wirst Du mich lieben - ich bin nämlich in Meuterstimmung und das gewaltig.
Mein Leben lang heule ich den Mond an. Egal, ob ich weiß, wann Vollmond ist oder nicht, ich schlafe mehr schlecht als recht oder eben gar nicht. So wie letzte Nacht. So ein Dreck! Nicht eine Minute Schlaf war mir vergönnt. Als ich dachte, ach, so ein bisschen geht doch, begann irgendwo da draußen eine Baustelle. Gerät an, Metall gefräst, gesägt oder was auch immer, Gerät aus. 30 Sekunden Ruhe und der Spaß geht wieder los. Die Müllabfuhr fährt auch gerade vor und wird liebreizend leise im Hof randalieren.
Alles nicht so schlimm, wenn ich nicht heute zwei sehr wichtige Gespräche hätte, die meine volle Aufmerksamkeit benötigen, weil es riesige Projekte sind, die mich den größten Teil des noch recht frischen Jahres beschäftigen und bezahlen werden. Arrrgh, ich hasse es!
Fragt sich, wann ich Schlaf bekomme? Irgendwann heute um 17 Uhr habe ich Zeit, dann könnte ich, aber will ich dann? Gerade wenn meine Zeit beginnt und der Abend naht, die Nacht mir freudig zuwinkt? Scheiße, dann bin ich sicherlich morgen früh um 4 Uhr hellwach und muss doch Samstag einer Freundin körperlich hilfreich zur Seite stehen.
Soll mich noch mal jemand fragen, warum ich sonntags niemanden sehen will und den Tag am liebsten im Bett oder rumlungernd verbringe.
Danke, nun geht es mir besser!
Das Motzen üben wir aber noch einmal!!! Das kann ich besser. Gut, bin auch älter und habe länger geübt ... Für den Anfang mal nicht schlecht *grins*
Im Ernst - Du wohnst NICHT im Gewerbegebiet, vor sieben, kannst die "Müller" anscheissen. Sry, liebe Müllmänner/-Frauen, auch Euch gönne ich 'nen zeitigen Feierabend, aber bitte nicht auf meine/unsere Kosten. Wenn Ihr Euch nämlich umdreht und pooft oder gar Spaß habt, arbeitet jemand anders noch (manchmal jemand, der arg müd ist!)
Sis, Sonntage finde ich auch toll.
Bitte, es war mir ein Bedürfnis.
PS: Sis, Ich höre Dir immer zu - und ich lese Dich gerne!
PPS: Und ich hab Dich lieb - immer.
PPS: Nebenbei (ja, ich weiß es, Du magst keine deutschen Interpreten ...) Kennste von Rüdiger H. '... ich weiß nicht, ob Sie es wussten ...' "Kondom"? *giggel*
Dankeschön, ohne Dich is doof, um so schöner, wenn ich was von Dir lese.
Sag das mal der Stadtreinigung, die bevorzugt nachts zwischen 2 und 5 Uhr die Straße fegt oder Abfalleimer leert ... Tja, ich wohne eben nicht in einem richtigen Wohngebiet. Ich habe mich nämlich bereits schriftlich und persönlich über einige Dinge beschwert, die Antwort? Ich wohne in der City, da haben andere Dinge Priorität und ich müsse halt umziehen. Besonders hübsch war das kleine Essay, das mir erklärte, Zeiten ändern sich, Leben wandelt sich - halt hilflos formulierter Sermon ...
Sag das mal der Stadtreinigung, die bevorzugt nachts zwischen 2 und 5 Uhr die Straße fegt oder Abfalleimer leert ... Tja, ich wohne eben nicht in einem richtigen Wohngebiet. Ich habe mich nämlich bereits schriftlich und persönlich über einige Dinge beschwert, die Antwort? Ich wohne in der City, da haben andere Dinge Priorität und ich müsse halt umziehen. Besonders hübsch war das kleine Essay, das mir erklärte, Zeiten ändern sich, Leben wandelt sich - halt hilflos formulierter Sermon ...
Mit Rüdiger bin ich seit Jahren durch, der kann nämlich nicht viel, eher immer eine Matsche, was mich langfristig langweilt ...
Entschuldige, aber ich bin viel zu durch, um anständig zu motzen. Mein Leben ist gerade ungewohnt aufregend, wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob ich für mein Leben nicht zu alt bin und das alles nicht zu viel ist - mein Job leidet, ich irgendwie auch, denn ich bekomme nicht genug Schlaf, habe meine Gedanken überall, aber nicht im Job und mache mir Gedanken.
Manchmal haste echt nen Knall, Sis! Mach' Dir mal weniger Gedanken und leb' ein bissel (weiß: leichter gesagt ... blablablubb) Habt ihr kein Ordnungsamt? Bei uns jibbet Strafen, wenn man ned im Gewerbegebiet häuselt und die Herren Müll sich vor sieben in der Früh ... bla bla - Ein Schreiben und Ruhe is!!!
Und hey, was'n los - sonst wehrste Dich anders! Klar kannste motzen ;) und das mal beinahe in Reinkultur ... Da will man mal platt auftrumpfen und dann meckerst nicht mal zurück! Jetzt fühle ich mich echt alt *grummel*
Ja, ich stimme Dir bedingungslos zu. Aber Ordnungsamt macht nix, es gibt die und die Sondergenehmigung und trallala. Das Schreiben war 6 Seiten lang, brachte außer ein paar Anrufen und einem Antwortschreiben nix. Wobei das Schreiben mir zumindest ein paar Lacher entlockte, denn es war voller Rechtschreibfehler und diese Texterin hat die Sache mit den Worten irgendwie besser drauf :-)))
Ja, ich weiß auch nicht, momentan kann ich das nicht, das Motzen, aber ich habe immerhin jemanden, der die Pauschalschuld für ALLES freiwillig trägt. Hauen wir ihm alles kräftig um die Ohren :-))
Ja, ich stimme Dir bedingungslos zu. Aber Ordnungsamt macht nix, es gibt die und die Sondergenehmigung und trallala. Das Schreiben war 6 Seiten lang, brachte außer ein paar Anrufen und einem Antwortschreiben nix. Wobei das Schreiben mir zumindest ein paar Lacher entlockte, denn es war voller Rechtschreibfehler und diese Texterin hat die Sache mit den Worten irgendwie besser drauf :-)))
Ja, ich weiß auch nicht, momentan kann ich das nicht, das Motzen, aber ich habe immerhin jemanden, der die Pauschalschuld für ALLES freiwillig trägt. Hauen wir ihm alles kräftig um die Ohren :-))
Wenn's hilft ....
Ein Pauschal-Schuldiger wäre mir persönlich anstrengend. Ich wollte einen Partner, gleichwertig. Ich weiß, ich bin immer noch eklig, aber immerhin ehrlich.
Wenn es Dir gut geht, freue ich mich von Herzen! Und ich bleibe dabei ... wird er ... dann könnte ich ...
Bussi
Quatsch, hilft nicht, will ich nicht, brauche ich nicht und mache ich nicht mal mit. Ohne Augenhöhe kann ich nichts und bin auch nicht glücklich. Alles andere ist Blödsinn, da stimme ich Dir absolut zu. Die Sache mit der Ehrlichkeit teilen wir nämlich.
Augenhöhe!? Schwierig. Dazu gehört nicht nur Bildung. Akzeptanz, Empathie ... *hmpf* Traumprinzsyndrom (?) - (so klinisch vorhanden) meinerseits ganz eindeutig. Auf Augenhöhe ist mir noch kein Mann begegnet, glaube ich zu wissen. Bin ja noch nicht tot - kann ja noch passieren!
Die Hoffnung stirbt sprichwörtlich zuletzt und schließlich bin ich auch alles andere, als ein Dornröschen zum Wachküssen ...
22. Februar 2010
fundstück.
Ich muss mir doch eine merkwürdige, aber wirklich stetig auftretende Sache von der Seele schreiben, die mich manchmal wütend macht, manchmal erheitert, aber meist nur zu hilflos zuckenden Schultern treibt.
Also, ich bin von Natur aus wirklich alles andere als schlank oder dürr, aber mein Umfeld sieht mich wohl anders als ich wirklich bin. Öfter, wenn ich einkaufen gehe, spricht mich eine Fleischereifachverkäuferin (variabel austauschbar mit Bäckereiverkäuferinnen oder sonstigen "bedienenden" Damen) an und irgendwie kommen wir auf das Thema Figur, was mich an sich schon wundert.
Die Damen sind absolut der Meinung, ich hätte, wie sie selbst, Größe 46/48 oder mehr, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Ich stehe zu mir, von oben bis unten und rechts nach links. Mittlerweile drehe ich mich einfach wortlos um und zeige die eingenähten Größenschilder meiner Oberteile oder Hosen, in den eindeutig Größen zwischen 40 und 44 zu erkennen sind. Dann kommt mein Lieblingssatz: Das hätte ich nun nicht gedacht!
Alle, die nun dachten, was will sie uns damit mitteilen und die Hoffnung hegten, das wars, aber nein!
Wenn ich ausnahmsweise mal Kleidung kaufe, was selten genug vorkommt, so werde ich sehr gerne von Verkäuferinnen mit BHs, Oberteilen und Hosen beglückt, die mir nicht passen.
Um ihnen eine Freude zu machen, habe ich letztens dann doch mal ein langärmeliges Oberteil in Größe 46/48, ist ja meine Größe, angezogen und kam aus der Kabine: Die Ärmel erinnerten an eine Zwangsjacke, ich hätte sie problemlos um mich schlingen und festzurren können, während das untere Ende des Oberteils sanft meine Knie umschmeichelte. Die Schulternähte hingen irgendwo an den Ellenbogen und das Ganze erinnerte mich frappierend an das Sommerzelt eines Zirkus.
Oder: Ich schaue mich nach Teilen in Größe 40/42 oder 42/44, eine Verkäuferin naht und sagt, da passen Sie aber nicht rein, das ist nicht ihre Größe. Ich passe - problemlos; es sitzt, wackelt und hat Luft. Was kommt vom qualifizierten Fachpersonal? Na klar: Das hätte ich nun aber nicht gedacht!
Ähnlich beim Kauf von Unterwäsche. Gut, Kindergrößen von 75b sind nicht mein Terrain, aber an sich kenne ich meine Größe und habe dann auch erneut, ich bin ja gutmütig und freundlich, einen BH, den mir eine sehr liebenswürdige, serviceorientiere Dame mit der Aussage, das ist Ihre Größe, reichte, angezogen und huch, welch ein Wunder, mein Busen verschwand ins Nirvana und versank unter sich locker wallendem Stoff. Stützende Wirkung? Passform? Aussehen? Keine Spur. Und überhaupt, der Kommentar? Das hätte ich nun ja nicht gedacht!
Daher bitte ich um Verständnis und mache hiermit eine klare Aussage:
Also, ich bin von Natur aus wirklich alles andere als schlank oder dürr, aber mein Umfeld sieht mich wohl anders als ich wirklich bin. Öfter, wenn ich einkaufen gehe, spricht mich eine Fleischereifachverkäuferin (variabel austauschbar mit Bäckereiverkäuferinnen oder sonstigen "bedienenden" Damen) an und irgendwie kommen wir auf das Thema Figur, was mich an sich schon wundert.
Die Damen sind absolut der Meinung, ich hätte, wie sie selbst, Größe 46/48 oder mehr, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Ich stehe zu mir, von oben bis unten und rechts nach links. Mittlerweile drehe ich mich einfach wortlos um und zeige die eingenähten Größenschilder meiner Oberteile oder Hosen, in den eindeutig Größen zwischen 40 und 44 zu erkennen sind. Dann kommt mein Lieblingssatz: Das hätte ich nun nicht gedacht!
Alle, die nun dachten, was will sie uns damit mitteilen und die Hoffnung hegten, das wars, aber nein!
Wenn ich ausnahmsweise mal Kleidung kaufe, was selten genug vorkommt, so werde ich sehr gerne von Verkäuferinnen mit BHs, Oberteilen und Hosen beglückt, die mir nicht passen.
Um ihnen eine Freude zu machen, habe ich letztens dann doch mal ein langärmeliges Oberteil in Größe 46/48, ist ja meine Größe, angezogen und kam aus der Kabine: Die Ärmel erinnerten an eine Zwangsjacke, ich hätte sie problemlos um mich schlingen und festzurren können, während das untere Ende des Oberteils sanft meine Knie umschmeichelte. Die Schulternähte hingen irgendwo an den Ellenbogen und das Ganze erinnerte mich frappierend an das Sommerzelt eines Zirkus.
Oder: Ich schaue mich nach Teilen in Größe 40/42 oder 42/44, eine Verkäuferin naht und sagt, da passen Sie aber nicht rein, das ist nicht ihre Größe. Ich passe - problemlos; es sitzt, wackelt und hat Luft. Was kommt vom qualifizierten Fachpersonal? Na klar: Das hätte ich nun aber nicht gedacht!
Ähnlich beim Kauf von Unterwäsche. Gut, Kindergrößen von 75b sind nicht mein Terrain, aber an sich kenne ich meine Größe und habe dann auch erneut, ich bin ja gutmütig und freundlich, einen BH, den mir eine sehr liebenswürdige, serviceorientiere Dame mit der Aussage, das ist Ihre Größe, reichte, angezogen und huch, welch ein Wunder, mein Busen verschwand ins Nirvana und versank unter sich locker wallendem Stoff. Stützende Wirkung? Passform? Aussehen? Keine Spur. Und überhaupt, der Kommentar? Das hätte ich nun ja nicht gedacht!
Daher bitte ich um Verständnis und mache hiermit eine klare Aussage:
Es tut mir leid, dass ich nicht so fett bin wie ich anscheinend aussehe oder nicht Eure Kleidergröße habe!
Vertraut mir, ich weiß, was ich tue und kenne meine Kleidergrößen alle ganz genau!
Und ich will nie wieder hören: Das hätte ich nun aber nicht gedacht!
Ich weiß, was ich tue!
Und nein, ich schneide nicht heimlich Schildchen raus und nähe andere rein!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Vertraut mir, ich weiß, was ich tue und kenne meine Kleidergrößen alle ganz genau!
Und ich will nie wieder hören: Das hätte ich nun aber nicht gedacht!
Ich weiß, was ich tue!
Und nein, ich schneide nicht heimlich Schildchen raus und nähe andere rein!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Geil! Ich bin ja ein Dummerle und in den Einzelhandel mutiert ... mein Verständnis für Verkäuferinnen ist insofern tatsächlich gestiegen. Dennoch scheine ich immer noch genug "Arsch in der Hose" zu haben, um auch einem potentiellen Arbeitsplatzretter (männlich oder weiblich) schlecht sitzende Klamotten auszureden. Auch schaffe ich es nach wie vor nicht, Kunden (gelegentlich auch Patienten) auf ihr Gewicht, respektive nicht realistische Kleidergrößen anzusprechen! Unnötig, ungezogen und dumm! Punkt!
Und mal ehrlich: ich bin inzwischen wieder auf Größe 36 abgemagert, fühle mich unwohl, schlapp, faltig und tendiere zu Hängetitten - wer will das??? Vor zwanzig Jahren war das oder weniger o.k. - jetzt nervt es einfach - mich zumindest.
Fazit: schlechte Einstellung zum Job und zum Leben!
Ich verschenke und verkaufe nur, was mir selber gefällt, ggf. am "Patienten" gut aussieht.
Nebenbei: Hab ein wenig Verständnis, die meisten Verkaufsbuden arbeiten mit unzähligen statistischen Merkwürdigkeiten. UPT (Teile pro Bon), Umsatz in allen Kategorien ... und kündigen Dich, wenn Du keine Zahlen bringst, die ins System passen. Im Übrigen ist der Job unter aller Sau bezahlt ...Manch Verkäufer verkauft zu einem wasserdichten Schuh ein Waterproof-Spray, um sich den Arsch zu retten *lol* Und es soll Kunden geben, die machen das mit ;)
Ich will wieder 'als gut bezahlter Sklave" an den Schreibtisch!!!
Oder ich mach mich wieder selbstständig und ärger den Fiskus - vllt. mit Westerwahnsinns-Bierdeckel-Erklärung?!! Eigentlich schade, dass man Politiker nicht auf Wahlversprechen verklagen kann ....
Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben ...
Ich mag grummeln. Nicht laut meckern, nicht schimpfen, nicht meutern, einfach mal so ein wenig vor mich hin nörgeln.
Warum?
Ach, die Dummheit der Menschen genügt dazu allemal. Begegnet sie mir doch immer wieder und bestätigt mich in meinem Sein. Meiner Unabhängigkeit von kleinlichem Gezeter, lästigem Herdentum und überflüssigem Trallala.
Lass mich mit ein paar Gedanken und Ansätzen spielen, jonglieren.
Sis, erklär mir doch bitte mal, warum man immer mitlaufen sollte? Machst Du doch auch nicht oder nur in Maßen. Eine eigene Meinung tut doch nicht weh.
Gut, es macht das Leben nicht unbedingt einfacher, weil die Masse lieber unauffällig unsichtbaren Richtlinien und nichtigen Vorgaben hinterherläuft, aber so ein bisschen anecken und umschauen ist doch viel spannender, als eingeschränkt, angepasst und voller Ängste die ganze Geschichte zu betrachten. Obwohl, als Herdentier rottet man seine Probleme und Ängste einfach unter dem Motto Das macht man nicht! Puh, was kotzt mich das an.
Ich schade niemanden wissentlich, kann ich wahrscheinlich nicht einmal, aber ich mache eben auch nicht mit im großen Rennen um die schönsten Ikea-Möbel, das tollste Auto und die ach so perfekte Beziehung, die eigentlich total verlogen ist.
Nehmen wir doch den Erzeuger Deiner Brut. Eigentlich weiß er ganz genau, das die Kiste durch ist und das Auto schrottreif am Baum hängt. Dennoch will er nichts ändern, tut so so, als wäre alles wunderbar und Du bist der Fehler im System. Oder meinen Wetterfrosch, der durchdrungen ist von der Überzeugung, ich würde früher oder später garantiert einsehen, wo mein Platz ist. Betriebsblind laufen sie verwirrt umher und reden sich die Welt schön.
Wieso nur? Eigentlich ist das Leben nämlich reichlich schön - hängt immer vom Blickwinkel ab.
Es ist so wunderbar einfach eigene Fehler beim Gegenüber zu suchen. Der Mensch in seiner Unperfektion ist doch fast immer ein Glücksgriff, um Makel zu finden und anzuprangern. Darum macht man das. Man überlegt sich nicht, ob man selbst irgendwie falsch liegt, verkehrt denkt, man haut das Gegenüber und tritt noch mal nach. Die Motivation? Angst. Pure Angst vor Selbsterkenntnis. Der schöne Schein würde sich gleich Dorian Grey in ein Monster verwandeln, der Spiegel klirrend in viele kleine Stücke zerspringen.
Nein, diese Angst ist nicht neu. Sie wurde uns in die Gene gepflanzt, zum Schutz vor dem Ungemach der Welt um uns herum. Aber was haben wir daraus gemacht? Phobien, die wir alleine nicht mehr auf die Reihe kriegen. Halten uns für strahlende Wesen, denen eine kräftige Prise Bescheidenheit und Realismus gut tun würde. Demut fällt mir dazu ein. Respekt ebenso. Demut und Respekt vor sich selbst. Vor anderen. Mit anderen.
Und dann umgeben sie sich noch mit so genannten Freunden, die eigentlich keine sind, sondern ebenso von Angst angetrieben mitspielen. Freunde, wie ich sie kenne und nenne, sind Individuen, die eine eigene Meinung haben und diese auch vertreten. Sie zögern nicht, sie schrecken nicht zurück, wenn ich auf der falsche Fährte bin. Sie halten mich auf, sie stützen mich, aber eben nicht oberflächlich und dumm, sondern authentisch. Im vermeintlichen Umgang nennen sie Menschen Freunde, die sie nicht wirklich kennen, nicht einmal kennen wollen, sondern um sich scharen, weil man das so macht. Und wenn man dabei ist, packt man alle seine Ängste heimlich unter den Tisch und hält sich in seiner Rotte für unbesiegbar. Kleingeistiges Treiben.
Und diese Angst vor Stille und Alleinsein, die so viele Menschen leben. Die Seniorin wirft den Fernseher an, der sie unterhalten soll. Sie selbst bietet nichts, will aber viel. Andere treffen sich regelmäßig, telefonieren stetig, obwohl sie sich nichts zu sagen, nichts zu geben haben. Angst vor dem Alleinsein treibt seltsame Blüten. Mein Bruder hat immer eine Frau an seiner Seite, die ihn ablenkt, unterhält. Alleine mit seinen Gedanken und Taten würde ich an seiner Stelle auch wahnsinnig werden, mich dem Suff ergeben oder zum nächsten Dachbalken schielen. Nein, es ist genau so toll mal nicht zu denken. Nicht jeden einzelnen Gedanken auseinander zu pflücken, aber nie denken? Nur aus Angst vor dem eigenen Selbst? Klingt nicht nur paradox, ist es auch und macht nicht lebensfähig.
Was ist der Mensch? Ängstlich und faul. Zu viele Möglichkeiten von wichtigen Dingen abgelenkt zu werden bietet das Leben. Zu viele Anforderungen, denen man gerecht werden soll. Drill und Indoktrinierung bereits für Säuglinge. Wie sollen daraus eigenständige, denkende Menschen werden? Menschen, die austauschbar, weil Fassade sind?
Ja, vielleicht bin ich naiv, aber ich will das nicht. Ich will es nicht mal wollen. Ich will nicht mitlaufen. Nicht hinterherlaufen. Ich will ich sein. Kein Opfer, kein Täter, einfach ich. Mit meinen Untiefen, meinen Höhen, meiner Mittelmäßigkeit, meiner Unzulänglichkeit, meinem Genius. Zu viel verlangt?
Sorry, Sis, ich würde gerne mehr tippseln, aber ich hab noch soooo viel zu lesen, fasse mich entsprechend kurz. Mitlaufen tue ich - wie bemerkt - gelegentlich und im Besonderen in Maßen (meist aus lebensnotwendig finanziellen Gründen, Ausnahmen mag es auch geben) Das Denken an sich scheint dem einen oder anderen Individuum schon eine Last ... konstruktive Kritik führt zu mitunter merkwürdigem, prenatalen Verhalten usw.
Frag nicht mich, warum ein Gro "unserer Mitmenschen" das Denken einzustellen scheint. Manchmal glaube ich, ich sollte mich anpassen. Mein Leben wäre um so viel leichter - ich würde es ja nicht besser wissen, mir also keine Gedanken machen. Ich bräuchte auch nicht zur Wahl, würde Westerwahnsinn und Oetti toll finden! Dumm, wir denken - müssen wir durch - und somit ist die Frührente auf Macke auch erledigt ;-)
PS: Und ja, DAS Leben an sich ist geil! Man sollte nur gelegentlich das Rauschen abstellen, Störsender können echt Nerven kosten.
Ja, das Leben wäre oftmals einfacher, wenn man mehr mitlaufen würde oder bisschen blöder wäre ...
Ja, das Leben wäre oftmals einfacher, wenn man mehr mitlaufen würde oder bisschen blöder wäre ...
und auch um Einiges ärmer und langweiliger ....
EINDEUTIG!
18. Februar 2010
unzureichende worte
Liebster P.,
es ist schon ein wenig schwierig zu wissen, Du könntest meine Worte hier lesen und dennoch ist es genauso komisch, dass meine Sis nichts von Dir weiß. Was eignet sich da besser als eine schlaflose Nacht? Ich hoffe, Du siehst es mir nach, dass ich keine Gegebenheiten namentlich nenne, schließlich möchte ich dieses Blog so unbekannt wie möglich halten und hier sind Namen glücklicherweise Schall und Rauch.
Irgendwann warst Du da, kamst aus dem Nichts und ich war auf den ersten Blick und seit den ersten Worten hin und weg. So ein kluger Mann. So ein witziger Mann. So ein charmanter Mann. So ein schöner Mann. So ein tiefsinniger Mann. So ein kreativer Mann. Kurz, meine Bewunderung und meine Faszination kannten wenige Grenzen.
Ja, ich wollte Dich näher kennenlernen, hielt aber sittsam Distanz, mich zurück und vermied zu persönliche Gespräche. Irgendwann ging das nicht mehr, wovon Du nichts wusstest, weil ich es Dir nicht mitgeteilt habe, sondern mir immer nur sagte. Schließlich gibt es eine glückliche Beziehung in Deinem Leben, so die mahnenden Worte in meinem Kopf. Außerdem erkannte ich von Dir keinerlei Anzeichen von näherem Interesse an mir. Nie hätte ich zu hoffen gewagt.
Auch wenn es Dir schwerfällt an meine Introvertiertheit zu glauben, sie ist da, denn lange haderte ich insgeheim mit Dir, mit mir, wollte da weg, wollte mehr. Meine Ambivalenz und ich prügelten uns täglich, nächtlich. Nein, davon weißt Du auch nicht wirklich etwas, weil ich diese Gedanken mit mir ausmachte. Spätestens Deine lange und für mich schmerzliche Abwesenheit über die Weihnachtstage hätte es mir eigentlich sagen können, aber Reflektion funktioniert bei anderen fast immer besser als bei mir selbst.
Im Nachhinein sehe ich es ganz klar vor mir: Monatelang umtanzten wir uns. Wie zwei Magnete, die nicht anders können und sich wie von Zauberhand anziehen, sich aber auch nicht ganz sicher sind, ob das alles so sein darf, sein kann. Voneinander los kamen wir nie.
Alle anderen um uns herum wussten lange mehr als Du und ich. Lange wollte ich es mir nicht eingestehen - im Gegenteil, ich sprach von Dir lächelnd als dem schönen Schweizer, der so viel Spaß macht. Klingt belanglos? Sollte es wohl auch, denn was nicht da ist, sehe ich auch nicht.
Irgendetwas änderte sich dann. Und es ging von Dir aus, auch wenn ich Deine kryptischen und subtilen Worte nicht deuten konnte, spürte ich doch, nun haderst Du mit Dir. Am 11. Januar konnte ich nicht mehr und schrieb Dir, Deine Antwort war wunderbar, allerdings erst der Anfang von so vielen wunderbaren Kleinigkeiten.
Seit etwas einem halben Jahr - so ganz genau kann ich es nicht einmal sagen - bin ich nun auf Expedition, entdecke täglich neue und unsagbar spannende Facetten an Dir und mit Dir. Und es ist nichts dabei, was mich befremdet, denn so verschieden wir auch sind, unsere Schnittmengen sind immens. Sie machen mich glücklich, denn endlich kenne ich jemanden, der mich für die Eigenschaften, Fähigkeiten und Angewohnheiten mag, die andere an mir anprangern oder unverständlich finden.
Himmel, wenn ich überlege, was in den letzten vier Wochen alles passiert ist, wird mir jetzt noch schwindelig. Tränen, Lachen, viele Worte, Dramen, Entscheidungen, Gedanken, sinnliche Leidenschaft - und immer wieder finden wir uns, und das auch noch erstaunlich parallel.
Wie oft bedankst Du Dich bei mir, weil ich Dir so viel gebe. Dabei empfinde ich es andersrum, ich profitiere so unendlich von Dir. Dafür danke ich Dir so unermesslich, dass mir mal wieder die passenden Worte fehlen. Auch so eine Sache: Sprachlosigkeit kenne ich von mir nicht, geschweige denn andere, die dafür wahrscheinlich das ein oder andere Mal dankbar wären, aber sie fehlen mir, die Worte, die Satzzeichen, die Dir genügen.
Ich könnte Romane, ganze Epen über Dich und für Dich schreiben. Über Dein Mitgefühl, Deine Gedanken, Deinen Sanftmut, Deine Sensibilität, Deine Eloquenz, Deinen unwiderstehlichen Charme, Deine Leidenschaft, Deine Sinnlichkeit, Deine Offenheit, Deinen Intellekt, Deine Belesenheit, Deine Dramen, Deine Wärme, Dein Lachen, Deine Kreativität, Deine Emotionen, Dein Lachen, Dein Seufzen, Dein Schnurren, Dein Lächeln, Deine Wildheit - einfach über Deine vielen, vielen Nuancen.
Ich weiß nicht, wohin unser Weg führt. Eigentlich ist das nicht einmal wichtig, aber ich weiß, ich habe keine Angst, denn mit Dir ist alles gut und wir finden uns. Immer und immer wieder.
Ich bin unsagbar glücklich, dennoch bleibt ein Fünkchen Angst, eine kleine Panik, die ich vielleicht brauche, um nicht vollends und bodenlos zu versinken. Eine Art Rettungsanker, der mich bisher noch bremst und zur Vorsicht mahnt. Ich frage mich, wann Du den mit einer Deiner vielen Nuancen weghauchst?
Du bist Balsam für meine Seele. Feuerwerk für meine Sinne. Inspiration für meinen Kopf. Sternenstaub in meinem Herzen. Ein Feuchtbiotop zwischen meinen Beinen. Ein Lächeln, ein Lachen mitten in mir. Du bist mein Utopia.
your personal fabulous freak of nature
PS. Sis, das ist er. Sei gut zu ihm, denn er ist unbeschreiblich gut zu mir und für mich. Außerdem hat er heute Geburtstag.
es ist schon ein wenig schwierig zu wissen, Du könntest meine Worte hier lesen und dennoch ist es genauso komisch, dass meine Sis nichts von Dir weiß. Was eignet sich da besser als eine schlaflose Nacht? Ich hoffe, Du siehst es mir nach, dass ich keine Gegebenheiten namentlich nenne, schließlich möchte ich dieses Blog so unbekannt wie möglich halten und hier sind Namen glücklicherweise Schall und Rauch.
Irgendwann warst Du da, kamst aus dem Nichts und ich war auf den ersten Blick und seit den ersten Worten hin und weg. So ein kluger Mann. So ein witziger Mann. So ein charmanter Mann. So ein schöner Mann. So ein tiefsinniger Mann. So ein kreativer Mann. Kurz, meine Bewunderung und meine Faszination kannten wenige Grenzen.
Ja, ich wollte Dich näher kennenlernen, hielt aber sittsam Distanz, mich zurück und vermied zu persönliche Gespräche. Irgendwann ging das nicht mehr, wovon Du nichts wusstest, weil ich es Dir nicht mitgeteilt habe, sondern mir immer nur sagte. Schließlich gibt es eine glückliche Beziehung in Deinem Leben, so die mahnenden Worte in meinem Kopf. Außerdem erkannte ich von Dir keinerlei Anzeichen von näherem Interesse an mir. Nie hätte ich zu hoffen gewagt.
Auch wenn es Dir schwerfällt an meine Introvertiertheit zu glauben, sie ist da, denn lange haderte ich insgeheim mit Dir, mit mir, wollte da weg, wollte mehr. Meine Ambivalenz und ich prügelten uns täglich, nächtlich. Nein, davon weißt Du auch nicht wirklich etwas, weil ich diese Gedanken mit mir ausmachte. Spätestens Deine lange und für mich schmerzliche Abwesenheit über die Weihnachtstage hätte es mir eigentlich sagen können, aber Reflektion funktioniert bei anderen fast immer besser als bei mir selbst.
Im Nachhinein sehe ich es ganz klar vor mir: Monatelang umtanzten wir uns. Wie zwei Magnete, die nicht anders können und sich wie von Zauberhand anziehen, sich aber auch nicht ganz sicher sind, ob das alles so sein darf, sein kann. Voneinander los kamen wir nie.
Alle anderen um uns herum wussten lange mehr als Du und ich. Lange wollte ich es mir nicht eingestehen - im Gegenteil, ich sprach von Dir lächelnd als dem schönen Schweizer, der so viel Spaß macht. Klingt belanglos? Sollte es wohl auch, denn was nicht da ist, sehe ich auch nicht.
Irgendetwas änderte sich dann. Und es ging von Dir aus, auch wenn ich Deine kryptischen und subtilen Worte nicht deuten konnte, spürte ich doch, nun haderst Du mit Dir. Am 11. Januar konnte ich nicht mehr und schrieb Dir, Deine Antwort war wunderbar, allerdings erst der Anfang von so vielen wunderbaren Kleinigkeiten.
Seit etwas einem halben Jahr - so ganz genau kann ich es nicht einmal sagen - bin ich nun auf Expedition, entdecke täglich neue und unsagbar spannende Facetten an Dir und mit Dir. Und es ist nichts dabei, was mich befremdet, denn so verschieden wir auch sind, unsere Schnittmengen sind immens. Sie machen mich glücklich, denn endlich kenne ich jemanden, der mich für die Eigenschaften, Fähigkeiten und Angewohnheiten mag, die andere an mir anprangern oder unverständlich finden.
Himmel, wenn ich überlege, was in den letzten vier Wochen alles passiert ist, wird mir jetzt noch schwindelig. Tränen, Lachen, viele Worte, Dramen, Entscheidungen, Gedanken, sinnliche Leidenschaft - und immer wieder finden wir uns, und das auch noch erstaunlich parallel.
Wie oft bedankst Du Dich bei mir, weil ich Dir so viel gebe. Dabei empfinde ich es andersrum, ich profitiere so unendlich von Dir. Dafür danke ich Dir so unermesslich, dass mir mal wieder die passenden Worte fehlen. Auch so eine Sache: Sprachlosigkeit kenne ich von mir nicht, geschweige denn andere, die dafür wahrscheinlich das ein oder andere Mal dankbar wären, aber sie fehlen mir, die Worte, die Satzzeichen, die Dir genügen.
Ich könnte Romane, ganze Epen über Dich und für Dich schreiben. Über Dein Mitgefühl, Deine Gedanken, Deinen Sanftmut, Deine Sensibilität, Deine Eloquenz, Deinen unwiderstehlichen Charme, Deine Leidenschaft, Deine Sinnlichkeit, Deine Offenheit, Deinen Intellekt, Deine Belesenheit, Deine Dramen, Deine Wärme, Dein Lachen, Deine Kreativität, Deine Emotionen, Dein Lachen, Dein Seufzen, Dein Schnurren, Dein Lächeln, Deine Wildheit - einfach über Deine vielen, vielen Nuancen.
Ich weiß nicht, wohin unser Weg führt. Eigentlich ist das nicht einmal wichtig, aber ich weiß, ich habe keine Angst, denn mit Dir ist alles gut und wir finden uns. Immer und immer wieder.
Ich bin unsagbar glücklich, dennoch bleibt ein Fünkchen Angst, eine kleine Panik, die ich vielleicht brauche, um nicht vollends und bodenlos zu versinken. Eine Art Rettungsanker, der mich bisher noch bremst und zur Vorsicht mahnt. Ich frage mich, wann Du den mit einer Deiner vielen Nuancen weghauchst?
Du bist Balsam für meine Seele. Feuerwerk für meine Sinne. Inspiration für meinen Kopf. Sternenstaub in meinem Herzen. Ein Feuchtbiotop zwischen meinen Beinen. Ein Lächeln, ein Lachen mitten in mir. Du bist mein Utopia.
your personal fabulous freak of nature
PS. Sis, das ist er. Sei gut zu ihm, denn er ist unbeschreiblich gut zu mir und für mich. Außerdem hat er heute Geburtstag.
Bin zu spät zum Gratulieren. Meine besten Wünsche! Tut er Dir weh, verkloppe ich ihn, mindestens verbal!
Ich denke, er hat es überlebt ;-)
Steht er eigentlich noch unter Welpenschutz? Probezeit läuft zumindest noch. Schließlich hat uns das Leben dies und das gelehrt, oder?
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er es mit uns beiden aufnehmen kann oder auch nur eine Vorstellung davon hat, was ihn erwartet? Unser Zorn braucht lange, bis er aufwallt, kann aber fürchterlich sein ...
Übrigens, gratulier mir, seit Donnerstag habe ich die zweite und reichlich heftige Sinusitis des Jahres. Ich hasse es! Und ich will Frühling!
Welpenschutz? Blödsinn, für diese Form von Rücksicht sind wir (mutig von mir!) viel zu alt! Ich uralt (zugeb)
Mit uns beiden kann er es sicher nicht aufnehmen, mir würde zu seinen Gunsten reichen, wenn er Dich überlebt *lach*
Bussi
Heute frage ich mich eher, ob ich ihn überlebe ... ich gehe mal in mich.
Manchmal frage ich mich schon, ob in mir genug Platz für zwei ist. Will ich das? Kann ich das? Klar, ich kann, da ist so viel Liebe für andere Menschen, so viel von allem, aber das hier ist anders. Ich habe nicht das Bedürfnis mich abzuschotten, habe wenig Angst, eher Angst vor mir selbst und Zweifel an mir.
Ja, ich weiß, Du denkst, die Eremitin macht sich zu viele Gedanken, steht sich selbst im Weg. Eigentlich beschleicht mich nämlich nur ein Verdacht, eine Sorge: Das Leben ist zu kurz und läuft zu schnell. Zumindest für mich und die vielen Dinge, ich wissen, sehen, riechen und erleben will. Ich wünschte, ich könnte die Welt manchmal anhalten oder wenigstens die Geschwindigkeit reduzieren.
Manchmal frage ich mich schon, ob in mir genug Platz für zwei ist. Will ich das? Kann ich das? Klar, ich kann, da ist so viel Liebe für andere Menschen, so viel von allem, aber das hier ist anders. Ich habe nicht das Bedürfnis mich abzuschotten, habe wenig Angst, eher Angst vor mir selbst und Zweifel an mir.
Ja, ich weiß, Du denkst, die Eremitin macht sich zu viele Gedanken, steht sich selbst im Weg. Eigentlich beschleicht mich nämlich nur ein Verdacht, eine Sorge: Das Leben ist zu kurz und läuft zu schnell. Zumindest für mich und die vielen Dinge, ich wissen, sehen, riechen und erleben will. Ich wünschte, ich könnte die Welt manchmal anhalten oder wenigstens die Geschwindigkeit reduzieren.
Schätzelein! Ich verrate Dir mal was, was Du eigentlich schon weißt: das Leben ist echt zu kurz, um dauernd alles zu analysieren und tot-zu-denken!
Ich habe mal eben ein Jahrzehnt mehr verschwendet (ab d. Erkenntnis) und komme immer noch ned recht inne Pötte. Klar, da war jemand, der mir wichtig war. Ich konnte nicht ertragen, dass er sich in mich verliebte. Ich bin einfach noch nicht soweit! (Sry!)
Komm Süße, Du hast das ganze Ehe-Elend ned. Aber Du versäumst soviel Schönes, wenn du immer auf den Richtigen wartest. Vielleicht gibt es den, vielleicht auch nicht (zumindest hat er kein Haltbarkeitsdatum)
Man versäumt unter Umständen soviel Schönes, wenn man alles immer durchdenkt. Ich wünschte, ich hätte mehr aus dem Bauch heraus agiert!!! So vieles habe ich tot-gedacht, mir immer über alle Eventualitäten den Kopp zerbrochen ... das Leben ist einzig und kurz. Mach was draus, wennste kannst!
Lerne, sehe, rieche, erlebe!
Auf! - Sei schlauer ;)
Ach Sis, Dein Art ist unbezahlbar. Schon grinse ich wieder, lache eigentlich fast schon. Wenn ich nicht ganz genau um Deine sensible, tiefsinnige Seite wüsste, würde ich manchmal denken, Du bist pure Berliner Kodderschnauze :-))
Ich warte nicht mal. Ich finde eigentlich alles prima, wie es ist. Ich bin mir aber ziemlich sicher, ich bin für eine Vollzeitbeziehung nur auf sehr weitläufigem Gelände geeignet. Nimms hin, ich bin nur halb so sozial wie andere.
He, nur weil ich mich und das Leben zwischendurch mal in Frage stelle und mir meine Gedanken mache, heißt das noch lange nicht, alles doof da draußen und der Mann spinnt auch. Blödsinn. Aber hier ist mein Platz für abstruse Gedanken, wahnwitzige Ideen, dumme Sprüche und alles, was mir gerade nicht einfällt. Nicht mehr und nicht weniger.
Außerdem ist so ein Innehalten nicht negativ zu sehen, eigentlich ist es wertneutral, denn ich entdecke immer wieder Dinge, die im Alltag untergehen. Ich liebe es mal 24 Stunden mit niemanden zu reden, sondern einfach mit mir allein zu sein, mit meinen Gedanken, ganz ruhig und bewusst mit mir zu sein. Ich brauche das manchmal einfach, wenn ich auch zugeben muss, er fehlt mir ganz furchtbar und das ist etwas, was ich heute mit Freude wie ein Geschenk angenommen habe, also motz nicht immer gleich mit mir.
Nee, ich lasse mir weiterhin keine Vorgaben machen, tue, was ich richtig gut kann - intuitiv und bewusst leben.
Aber ich liebe doch Details und besonders seine Facetten, die kleinen Dinge sind soooooooo wunderschön und jagen mir Gänsehaut über den gesamten Körper, also komm mir nicht mit großen Dingen, die sind doof, langweilig und will ich nicht.
Dennoch höre ich auf Dich, wobei Du momentan aber die große Schwester höllisch raushängen lässt :-)))
Ach Sis, Dein Art ist unbezahlbar. Schon grinse ich wieder, lache eigentlich fast schon. Wenn ich nicht ganz genau um Deine sensible, tiefsinnige Seite wüsste, würde ich manchmal denken, Du bist pure Berliner Kodderschnauze :-))
Ich warte nicht mal. Ich finde eigentlich alles prima, wie es ist. Ich bin mir aber ziemlich sicher, ich bin für eine Vollzeitbeziehung nur auf sehr weitläufigem Gelände geeignet. Nimms hin, ich bin nur halb so sozial wie andere.
He, nur weil ich mich und das Leben zwischendurch mal in Frage stelle und mir meine Gedanken mache, heißt das noch lange nicht, alles doof da draußen und der Mann spinnt auch. Blödsinn. Aber hier ist mein Platz für abstruse Gedanken, wahnwitzige Ideen, dumme Sprüche und alles, was mir gerade nicht einfällt. Nicht mehr und nicht weniger.
Außerdem ist so ein Innehalten nicht negativ zu sehen, eigentlich ist es wertneutral, denn ich entdecke immer wieder Dinge, die im Alltag untergehen. Ich liebe es mal 24 Stunden mit niemanden zu reden, sondern einfach mit mir allein zu sein, mit meinen Gedanken, ganz ruhig und bewusst mit mir zu sein. Ich brauche das manchmal einfach, wenn ich auch zugeben muss, er fehlt mir ganz furchtbar und das ist etwas, was ich heute mit Freude wie ein Geschenk angenommen habe, also motz nicht immer gleich mit mir.
Nee, ich lasse mir weiterhin keine Vorgaben machen, tue, was ich richtig gut kann - intuitiv und bewusst leben.
Aber ich liebe doch Details und besonders seine Facetten, die kleinen Dinge sind soooooooo wunderschön und jagen mir Gänsehaut über den gesamten Körper, also komm mir nicht mit großen Dingen, die sind doof, langweilig und will ich nicht.
Dennoch höre ich auf Dich, wobei Du momentan aber die große Schwester höllisch raushängen lässt :-)))
Ich weiß, ich bin gerade ziemlich ätzend. Entschuldige mich! Aber bitte, höre damit auf, Dich zu entschuldigen. Das hast Du wirklich nicht nötig!
Wieso und warum? Hier muss sich keiner entschuldigen, weder Du noch ich. Und son bisschen ätzend hat was - lass es raus!
Wieso und warum? Hier muss sich keiner entschuldigen, weder Du noch ich. Und son bisschen ätzend hat was - lass es raus!
12. Februar 2010
orchid.
Alanis Morissette - Orchid
Me, and my helmet such an un-conventional kid
All intense and kinetic, at best tolerated from afar
Not yet arrested, and by that I mean betrothed
though a start I am newly courted
I've just not been trusted with alters
I'm a sweet piece of work, well intentioned yet disturbed
wrongly label-ed and under-fed, treated like a rose as an orchid
My friends, as they weigh in, get understandably protective
They have a hard time being objective
So inside we cancel each other out
I'm a sweet piece of work, well intentioned and unloved
unlabeled and misunderstood, treated like a rose as an orchid
You've brought water to me, making sure my bloom rebounds
you know best of what my special care allows
So I've lived in my blind spot
thought myself usual when I'm not
and your garden is a nice spot
as long as it is brave and where you are
For this sweet piece of work, high maintenance and deserted
I've been different and deserving, treated like a rose as an orchid
Sweet piece of work, overwhelmed un-observed
I've been bowed down to but so misread
treated like a rose as an orchid
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