1. Dezember 2007

NEIN!

Ich mag sie nicht. Männer, die mir stetig ihre Vorzüge vor die Nase halten und sich einen Dreck für mich interessieren oder auch nur ansatzweise spüren, dass sie mich lediglich langweilen.

Männer, die verzweifelt auf der Suche nach einer Frau sind, sich dadurch langweilig machen und erniedrigen.

Männer, die um Bestätigung betteln. Männer, deren Libido unerträglich laut schreit und die vor lauter Samenkoller nichts anderes wahrnehmen. Sie erinnern mich an Steinzeitmännchen, die sich auf die Brust schlagen und "Du Frau, ich Mann" brüllen. Aber sie sind eben keine Steinzeitmännchen, lediglich einsame, verzweifelte Neuzeitjungs, die eine Mami und Kümmerin haben möchten. Sie erwarten Lob dafür, dass sie das Klo treffen, morgens aufstehen, das richtige Brot gekauft haben, länger als 5 Minuten Sex haben, im Restaurant nicht gerülpst haben, meine Lieblingsfarbe kennen und weitere Belanglosigkeiten, die für Frauen selbstverständlich sind.

Ich mag keine unfähigen Männer, die unselbstständig sind. Ich mag einfach keine Männer, die zu doof sind, ein Loch in den Schnee zu pissen. Doch, sowas gibt es. Ich hatte mal einen Mann, der anthroposophisch und liberal erzogen wurde. So gut, dass er nicht im Stehen pinkeln konnte, ohne sich vollzupinkeln. Er war auch nicht in der Lage eine Glühbirne zu wechseln, ohne vorher die Sicherung rauszudrehen. Er litt unter Höhenangst und alles über Stuhlhöhe war ein Drama. Als ich ihn entnervt verließ, kam etwas, was ich von Männern kenne: Jämmerliches Weinen. Nein, kein Weinen um mich, sondern weinen, weil sie nun wieder alles allein machen müssen - pures Selbstmitleid.

Ich mag es auch gar nicht, wenn ich gekauft werden soll. Egal, ob mit einer Einladung zum Essen oder sonstigen Geschenken. Entweder freiwillig oder gar nicht und erst recht nicht, wenn ich mir anhören muss, was wie teuer war und besonders nicht, wenn ich mit einem Geschenk ungefragt überrannt werde und dann Dankbarkeit, eine Gegenleistung oder ein Gegengeschenk erwartet wird. Besonders wichtig ist aber, dass Geschenke mir gefallen, zu mir passen und nicht dem Schenkenden. Ich erwarte die Emphatie zu merken, was zu viel und falsch ist und das bitte vorher und nicht nachher wieder jammern. Dann lasst es doch lieber gleich. Ich bin eh nicht käuflich.

He, ich habe einen tollen Job. Ich bin erfolgreich. Und Du? Kannst Du mehr als arbeiten oder überhaupt Deinen Arsch hochkriegen?

Ich mag keine emotionale Erpressung. Menschen, die von mir Aufmerksamkeit und Zuwendung einfordern, nehmen mir die Luft zum Atmen und treiben mich in die Flucht. Druck ist generell der beste Weg mich nicht kennenzulernen! Mich zu belagern schnürrt mir die Kehle ab und vertreibt mich.

Ich mag keine Quasselstrippen. Männer, die mich an Klatschweiber erinnern, nerven mich immens. Sie sabbeln Mist und merken es meist nicht einmal.

He, ich habe ein Leben, ich muss nicht Deins leben oder regeln.

Dann gibt es Männer, die vor lauter Unsicherheit und Bestätigunggeilheit mehrspurig fahren. Sie lieben nur sich selber und selbst das nicht mal wirklich.

Jungs, Ihr nervt!

Feige Männer haben mich noch nie begeistert. Wer keinen Arsch in der Hose hat, wird selbige bei mir nie ausziehen.

Schwermütige und träge Männer mag ich auch nicht, denn ich bin keine Unterhalterin, die ihren Kerl stündlich oder täglich motiviert, animiert und mit Scherzen fröhlich stimmt.

Meine Sensibilität funktioniert nicht einseitig und hat Grenzen!

Alles ganz besonders interessant, weil mich Männer kaum noch interessieren. Seit Ewigkeiten interessiert mich kein Mann so richtig. Ich bin müde, überdrüssig, gelangweilt.

Klar, Sex wäre nett. Eine Beziehung grundsätzlich auch, aber die Heiopeis, die mir seit Monaten über den Weg laufen, animieren mich zu nix.
Sie rufen dauernd an, schicken E-Mails, belagern mich, preisen sich an und nerven mich nicht einmal, weil mein Leben ohne sie richtig klasse ist. Sie klauen mir lediglich Zeit. Sie würden mein Leben nicht bereichern, mir nichts geben. Sie würden mich eher bremsen und belasten. Sie drängen sich auf und bedrängen mich dadurch. An unfortunate slight!

Was mag ich?
  • Männer, die nicht viel reden, wenn sie nix zu sagen haben.
  • Männer, die handeln und das effizient.
  • Männer, die sich nicht wie abgestandenes Bier anpreisen.
  • Männer, die ein Hirn und funktionierende, primäre Geschlechtsteile haben, die aber nicht der Mittelpunkt ihres Daseins sind.
  • Männer, die Humor, aber keinen Egoismus zeigen.
  • Männer, die autark sind und nicht grundlos jammern.
  • Männer, die einfach interessant und interessiert sind.
  • Männer, die unter Sex nicht 5 Minuten reinraus oder mich täglich dreimal kniend vor sich verstehen.
  • Männer, die gutes Essen zu schätzen wissen und nicht einen Döner als Hochgenuss empfinden.
  • Männer, die einen Bauch und Haare auf selbigen haben.
  • Männer, die lesen können und Grieg kennen.
  • Männer, die sich auch mal zurückstellen können und für mich da sind.
  • Männer, die nicht meinen, ich will es doch auch und ein Nein nicht akzeptieren.
  • Männer, die nicht erwarten, dass ich täglich perfekt gestylt willig auf ihr Nahen warte, sondern sich auch mal ein bisschen Mühe geben.
  • Männer, die unter Körperhygiene mehr als einmal die Woche duschen und Zähneputzen verstehen.
  • Männer, die ihre Unterwäsche selbstständig wechseln und ihre Wäsche nicht von Mami waschen lassen.
  • Männer, die nicht dauernd sagen, das habe ich noch nie gemacht oder das kann ich nicht, sondern es einfach mal versuchen.
  • Männer, die Frauen nicht unterschätzen, nur weil sie selbst unfähig und neidisch sind.
  • Männer, die nicht beleidigt sind, wenn ich etwas besser kann oder weiß als sie.
  • Männer, die nicht glauben, dass sie die Technik erfunden haben.
  • Männer, die mir Freiheit lassen - räumlich und gedanklich.
  • Männer, die kreativ und überraschend sind.
  • Männer, die Leidenschaft und Sinnlichkeit kennen und unterscheiden können.
  • Männer, die sich nicht von mir finanzieren lassen.
  • Männer, die Grenzen akzeptieren.
  • Männer, die Kuschelhasen und Sexmonster sind.
  • Männer, die eine Mami, Hausfrau, Hure und ein Model erwarten, selbst aber nur das Weichei, den Jammerlappen oder karrieregeilen Egoisten bieten.
Solange Männer sich wie Kinder benehmen, behandel ich sie auch wie Kinder und Beschwerden ignoriere ich völlig problemlos. Wie sagte Catwoman? Life is a bitch - so am I!

smaragdgrün

PS: Ich gehe stark davon aus, dass die Liste erweitert wird. ;-)



So? Na wenn Smaragdgrün davon ausgeht, ...

  • Männer, die nicht dumm lügen.
  • Männer, die nicht erfragen, was sie nicht wissen wollen.
  • Männer, die sich selbst und ihre Macken realistisch sehen und sich dennoch mögen.
  • Männer, die Verantwortung für ihr Tun übernehmen und nicht unsinnig über die Konsequenzen jammern.
  • Männer, die in einer Beziehung zuhören und Inhalte erfassen können.
  • Männer, die eigenständig übliche Haushaltsgeräte zu bedienen wissen.
  • Männer, die sich selbstständig um ihren Papierkram / ihre Steuerangelegenheiten kümmern.
  • Männer, die einem nicht einreden wollen, dass Frau nicht einparken kann.
  • Männer, die über Sex reden können, ohne zu glauben, sie hätten soeben eine verbindliche Bestellung aufgegeben.
  • Männer, die als Pannenhelfer anhalten, weil sie ein Starthilfekabel im Auto haben und auch wissen, wo es anzuschließen ist (und nicht um Frau platt anzugraben!)
  • Männer, die wissen was ein Kondom ist und welchem Zweck es dient.*
  • Männer, die erwachsen genug sind, Entscheidungen ohne Mutti oder deren Zustimmung zu treffen.

...

schieferblau

PS: Fortsetzung möglich, nehme ich an ;)


* Heute ist Welt-Aids-Tag. Und nebenbei bemerkt: es gibt Geschlechtskrankheiten neben Aids! Abgesehen davon ist es schlicht unwahr, dass Verhütung Frauensache ist.


Wie ich es ahnte, habe ich noch ein paar Dinge:

Ich mag es gar nicht Vorschriften zu hören. Die Anweisung, Du rauchst, das geht nicht, geht mir knapp am Arsch vorbei. Dann bleib doch weg! Besonders gut, weil es ja immer heißt, Frauen wollen Männer ändern; meine Erfahrung sieht anders aus.

Entgegen aller Erwartungen, bin ich nur halb so kommunikativ wie man denkt. Ich brauche Zeit und Raum für mich. Männer, die gleich misstrauisch werden, weil ich sie nicht täglich sehen oder hören will, sind so gar nicht meine Welt. Meine Prioritäten setze immer noch ich und nicht Du!

Ich mag Männer, die nicht nur sich und ihren Job, ihre Karriere in den Mittelpunkt stellen und meinen Job verächtlich als Frauenarbeit abtun, während sie selbst lediglich arbeiten können und auch das nicht immer. Ich kann mehrere Dinge gleichzeitig, Du auch?

Männer, die nicht auf eine Einladung von mir warten und nicht der Meinung sind, ich bin Freiwild und zu haben. Ich bin nicht nur komplett, wenn ich einen Mann an meiner Seite habe. Ich definiere mich nicht über eine Beziehung. Ich komme allein super klar und bevor ich mir Ballast ans Bein hänge, bleibe ich gerne Single. Ich suche mir meinen Mann selbst aus!

Konkurrenzdenken wurde von Männern erfunden. Jedenfalls an sich, denn sie schaffen es, aus den meisten Dingen einen Wettbewerb zu machen. Mit Männern laufen gehen, ist furchtbar. Sie müssen das Tempo vorgeben, an der Spitze laufen, können sich nur darauf konzentieren und sehen selten den Spaß an der Sache. Wieso braucht Ihr soooo viel Bestätigung?

smaragdgrün

PS: So nebenbei mal was von Jon Bon Jovi, der kürzlich in einem Interview sagte:
Ich habe sehr früh begriffen, dass das weibliche Geschlecht cleverer ist und uns bestimmt. Frauen bestimmen die Welt und mein Leben. Danke, geht doch! ;-)


Update 4.12.2007

Der Kater hat es perfekt erfasst:

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.
Simone de Beauvoir

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