29. November 2007

Geschenke

Man schenkt mit Herz oder gar nicht, sagte meine Gran immer.

Meine Ex-Chefin vertrat die Auffassung, man soll nur verschenken, was man selber auch mag, schließlich läuft man immer Gefahr, dass man irgendwann das selbe geschenkt bekommt. Geschenke, die sie furchtbar fand, hat sie auch prompt neu eingewickelt und im nächsten Jahr zurück geschenkt. Manch einer fand das boshaft, ich fand es auf Grund ihrer Sicht der Dinge einfach logisch. Vielleicht bin ich auch böse? Immerhin hat ihre Methode den Vorteil, dass man sich nicht wie blöde über jeden unsäglichen Schund freuen muss, der einem so angetan wird. Zudem wird man die Scheußlichkeiten elegant wieder los und regt hier und da vielleicht den ein oder anderen an, über seine bisher gedankenlose Art des Schenkens zu sinnieren.

Ich kenne zum Beispiel kaum eine Frau, die sich über Geschirrtücher, Töpfe oder sonstige Haushaltsutensilien freut und halte Männer für durchaus fähig, sich Krawatten, Socken und Unterwäsche alleine zu kaufen.

Ganz besonders ätzend finde ich Geschenke, an denen das Preisschild noch runterbammelt. Was soll mir das sagen? "Schau, wie viel du mir wert bist" ???

Da packe ich doch lieber selbstgebackene Kekse aus! Die kosten beinahe nichts und zeigen mir dennoch, dass sich jemand Gedanken und sogar Arbeit gemacht hat.

Das größte Geschenk sind sowieso gute Freunde und die wissen genau, womit sie mir eine Freude machen können!

schieferblau

PS: Zu Weihnachten wünsche ich mir und denen, die ich lieb habe: Gesundheit, gute Freunde und ausreichend Humor, wenn es wieder mal Geschirrtücher oder Socken gibt ;)


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