3. November 2007

Weltmännertag

Heute ist der Weltmännertag. Isses nicht toll!? Die armen, benachteiligten Kerle sind schon so weit, dass sie einen eigenen Tag brauchen.

Die Themen dieses Tages sind auch unheimlich interessant und versetzen mich in Erstaunen. Es gibt drei Bereiche:
  1. Weltweit liegt die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern 7 Jahre unter der von Frauen.
  2. Die Vernachlässigung von Bildungsproblemen und Zukunftsperspektiven von Jungen in Deutschland.
  3. Die Wehrpflicht.
Interessant, weil Frauen ja nicht wirklich was dafür können, dass sie durchschnittlich länger leben. Ich bin mir auch sicher, dass die Bildung und Zukunft von Frauen weiterhin viel mehr vernachlässigt wird, weil einfach viele Männer erwarten, dass Frau sowieso Heim & Herd leiten wird, wozu also Bildung und Zukunft? Und die Wehrpflicht? Hallo? Es hat Ewigkeiten gedauert, bis Frau endlich mal zur Bundeswehr durfte und auch jetzt ist sie dort noch relativ selten zu finden und steht unter einer Art Welpenschutz.

Na, ich würde mal sagen, die Emanzipation der Frauen hat nach Jahrzehnten endlich mal Erfolg und gleich machen sich die Jungs Sorgen und rotten sich betroffen. Aber ich gönne ihnen einen eigenen Tag, wobei mir nicht wirklich klar ist, in welchen Bereichen Männer benachteiligt sind und wozu sie einen Weltmännertag brauchen - aber ich lerne gerne dazu.

Fazit: Solange Frauen die Kinder kriegen und generell mehr Arsch in der Hose haben als Männer, brauchen wir einen Weltmännertag ...

PS: Mir war ja schon immer klar, dass Männer das eigentlich schwache Geschlecht sind.

PPS: Hier ein schöner Artikel zum Thema.


Ja, es ist super! Ich brauche nicht mal den Weltfrauentag, der bringt mich auch nicht nach vorne und mal ehrlich: Wer kennt den?

Dein Erstaunen teile ich. Ich frage mich auch, was es da zu jammern gibt. Sie sterben früher? Na schön, das erklärt, warum Kranken- und Lebensversicherungen für sie billiger sind. Vergesst es Jungs, die Autoversicherung bekommen wir billiger, weil wir schlicht besser, zumindest weniger unfallträchtig fahren!

Die Vernachlässigung von Bildungsproblemen? Aha. Kann mich mal jemand aufklären, worum genau es da geht? Bekommt „Mann“ nicht genug Häkel-, Koch- oder Wickelkurse? Nach meinem bescheidenen Kenntnisstand ist die Meinung, „Mädels“ könnten mit Mathematik und Physik nichts anfangen heute noch sehr verbreitet an deutschen Schulen (offiziell natürlich nicht, niemals!) Über unsägliche Theorien einer Ex-Nachrichtentante mag ich mich erst gar nicht auslassen.

Na ja, vielleicht sollten wir in „Frauenberufen“ eine Männerquote einführen? Ob Männer über solch eine Quote ernsthaft erfreut wären? Wie cool ist das wohl, wenn Mann dann am Stammtisch tönen kann: „Ich habe einen Quotenjob!“ und sich denkt: „Toll, eigentlich wollten sie eine Frau einstellen – ich danke der Quote! Scheiß darauf, ob ich besser qualifiziert bin, wen interessiert schon ein faires Auswahlverfahren!??“

Ob Mann dann auch damit klar käme, denselben Job zu tun und i.d.R. weniger Geld dafür zu ernten?

Hach ja, manchmal wäre es einfach genial, könnte man in die Finger schnippen und mal für eine Woche das Leben tauschen, gell Jungs – da wäre ich so richtig heiß drauf!?

Jungs, ich hoffe, ihr habt den Männertag sinnvoll verbracht und genossen! Wir haben euch ja lieb!

PS: Bei Gelegenheit lese ich auch den schönen Artikel ;)


An sich tun mir die Jungs ja schon fast Leid!

Ich mein, jahrhundertelang waren sie dominant und wussten, wo der Frosch die Locken hat, dann verbrannten wir unsere BHs, entschieden über unseren Bauch, stürmten die Unis, die wir natürlich auch besser abschließen, und schon sind sie verwirrt und jammern.

Männer haben nie gefragt, ob Frauen und Mädchen gleiche Bildungschancen wie sie haben und auch nicht, ob sie weniger Geld verdienen; ganz zu schweigen von der ewigen Diskriminierung als Sexobjekt - warum sollte es andersrum nun anders aussehen? Klar, weil wir klüger sind. :-)

Witzig ist es ja schon, dass sie sich genau den Bereich aussuchen, der Ewigkeiten eine reine Männerdomäne war: Die Wehrpflicht. Nun wollen sie nicht mehr da hin? Ich hätte es gemacht, wenn ich denn gedurft hätte, aber vielleicht auch besser so, wer weiß, was ich da alles angestellt hätte und wo ich heute wäre...;-)

Die Lebenserwartung! Ganz einfach und steht eben auch in diesem Artikel. Frauen gehen einfach schneller zum Arzt, auch zu Vorsorgeuntersuchungen. Sie sind krank, halten die Klappe und wenn es nicht mehr geht, gehen sie zum Arzt, ohne gleich zu sterben. Frauen ernähen sich einfach besser und bewegen ihren Allerwertesten weitaus mehr; klar, oft genug haben sie ja einen Pascha Zuhause, erziehen die Kinder alleine, schmeißen den Haushalt und haben nebenbei noch einen Job, in dem sie ein paar Kröten nach Hause bringen - eben jede Menge Bewegung, die fit hält.

Wenn ich rechnen könnte, würde ich mal ausrechnen, wie lange Frauen nicht aufmucksen durften und seit wann Männer nun nicht mehr wissen, wo rechts und links ist? Selbst Pi mal Daumen komme ich bei Frauen auf Jahrtausende, wenn ich mal die Urgesellschaftsform des Matriachats außer Acht lasse, und bei den Jungs auf knapp 40 Jahre. Da sieht man es mal wieder: Frauen halten einfach mehr aus, wo die Männer nach ein paar Dekaden die Hosen voll und Pipi in den Augen haben, laufen Frauen einfach weiter.

Sie sollten sich einfach daran gewöhnen und erfahren so ganz individuell und persönlich, wie es ist, dauernd einen auf die Nase zu kriegen, nur, weil man auch nicht besser oder schlechter als das Gegenüber ist und sich merken: Bist Du für mich da, ich auch für Dich! :-)

PS: Sollten wir nicht gleich richtig aufräumen und den Jungs das Wahlrecht entziehen? Würde möglicherweise eine Menge Probleme lösen ...

Ja, wir sollten sie bedauern!

Allein, wenn ich den Artikel lese, tun sie mir schon leid. Aus dem Anliegen, sie für ihre Gesundheit und entsprechende Vorsorge zu interessieren, wurde offensichtlich eine Jammerveranstaltung. Vielleicht hätte man diesen Tag nicht einfach Männertag, sondern Männergesundheitstag nennen sollen. Die Jungs brauchen ja immer klare Ansagen und knappe Kommandos. Also Jungs: einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung, hopp, hopp!

Irgendwie haben sie das mit der Emanzipation auch nicht richtig verstanden. Oder ich bin zu blöd. Meiner Meinung nach wollten Frauen nur die gleichen Rechte. Was bitte ist an dem Begriff „Gleichberechtigung“ nicht zu verstehen? Niemand hat gesagt, dass die Jungs jetzt Komplexe entwickeln oder zu Weicheiern mutieren müssen. Nur werden sie auch nicht sterben, wenn sie mal den Müll raustragen!

Und mal ehrlich, wenn es gesund und fit hält, sich gleichzeitig um die Kindererziehung, Haushalt und Job zu kümmern: wer verbietet den Kerls denn, sich neben der Arbeit an der Erziehung vom Nachwuchs oder dem Haushalt zu beteiligen???

Nächster Punkt: Die Wehrpflicht. Wer hat denn ewig entschieden, dass die Frauen in der Wehr nichts verloren haben? Männer!
Gut, wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch wenig Lust durch den Matsch oder irgendwelches Grünzeug zu kriechen und Schießübungen zu absolvieren. Gäbe es eine Wehrpflicht für Frauen, würde ich mich wohl auch zum Zivildienst melden oder - wie vor Jahren noch üblich - an die Spree flüchten. Trotzdem finde ich es völlig in Ordnung, dass Frauen heute die Möglichkeit haben, sich für eine Laufbahn bei der Bundeswehr zu entscheiden. Allerdings bin ich auch grundsätzlich für die Abschaffung der Wehrpflicht, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.

Zum Thema Bildung kann ich auch nur anmerken, dass die Entscheidung, welchen Bildungsweg man einschlägt, grundsätzlich jedem freisteht. Wenn Frauen heute einen höheren Bildungsabschluss erreichen, liegt das wohl an ihrem persönlichen Einsatz. Auf Deutsch gesagt: offensichtlich sind sie fleißiger! Also Jungs, nicht jammern, Hintern hoch und lernen.

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