12. Oktober 2007

Gute Freunde und Parasiten

Gute Freunde sind Menschen, die
  • mich so nehmen, wie ich bin und trotzdem mögen
  • mich fragen, wie es mir geht und es auch tatsächlich wissen wollen
  • mich auch ohne große Worte verstehen und mit mir – auch über mich - lachen
  • mir ohne Groll sagen, dass ich heute „scheiße“ bin
  • einfach mal „danke“ sagen
  • mich nicht nur dann anrufen, wenn ich ihnen helfen soll
  • ggf. auch am Morgen um 3:00 Uhr für mich da sind, ohne groß zu fragen „Muss das jetzt wirklich sein?“ usw.
Parasiten sind Menschen, die (oft als Freund/in getarnt)
  • sich in meiner Nähe aufhalten, weil sie selber nichts gebacken bekommen
  • mich nie fragen, wie es mir geht, sondern eigentlich immer nur anrufen, wenn ich was für sie tun soll
  • mir einreden wollen, dass ich „scheiße“ bin, weil ich nicht glaube, dass der Planet sich nur um sie dreht
  • ihre Loyalität sofort über Bord werfen, wenn sie mir zuvorkommen oder mich zu ihrem vermeintlichen Vorteil an die Wand spielen wollen
  • mich brauchen, um ihre Komplexe zu kompensieren
  • mich jammernd anpumpen, weil sie angeblich schon am Hungertuch nagen und dann mit meiner schwer verdienten Kohle zum nächsten Live-Fußballspiel oder zur Kosmetik eilen
  • meine Ideen klauen usw.

Beispiele dafür kennt wohl jede(r)

Wie geht man damit um?

Gute Freunde und Bekannte filtert man in entsprechende Schubladen. Parasiten sortiert man irgendwann aus.

Wie gehen die anderen damit um?

Gute Freunde wissen zu schätzen, wer und wie man ist. Bekannte sind und verhalten sich wie ein Neutrum. Parasiten verstehen die Welt nicht mehr und erklären dich zu ihrem Feind oder ziehen sich beleidigt zurück, oft nicht ohne den Versuch, dir ans Bein zu pinkeln.

Und wie gehe ich damit um?

Manchmal ärgere ich mich arg. Mal ehrlich, es tut ja weh, eine vermeintliche Freundschaft zu verlieren. Mit zunehmendem Alter wird man allerdings kompromissloser und überlebt nur gut gelaunt, weil man sortiert. Und die, die mir ans Bein pinkeln wollen, lernen inzwischen schnell, dass ich das besser kann.

Das klingt überheblich? Macht nichts. Lieber überheblich, als nicht lernfähig!

Gute Freunde brillieren mit Loyalität und dafür liebe ich sie!

schieferblau

2 Kommentare:

smaragdgrün hat gesagt…

Ich danke dem Herrn oder wer auch immer zuständig ist, dass wir uns gegenseitig so richtig heftig die Meinung geigen können und uns auch gegenseitig wunderbar loben können.

Wir denken sowieso meist gleich, jedenfalls ist das Ergebnis meist gleich.

Und wir können uns beide aufregen und empören über die Welt.

Danke Sista! Hab Dich lieb!

schieferblau hat gesagt…

Zitat: "Ich danke dem Herrn oder wer auch immer zuständig ist, dass wir uns gegenseitig so richtig heftig die Meinung geigen können und uns auch gegenseitig wunderbar loben können."

Dem schließe ich mich an und ich gehe noch weiter: Das Größte überhaupt ist, dass wir immer wieder miteinander reden und lachen können, auch wenn wir uns mal richtig heftig die Meinung gegeigt haben.

Herrlich!

Ich hab dich auch lieb.