14. Oktober 2007

Gute Männer - schlechte Männer

Ich habe nichts gegen gute Männer. Sie sind interessant. Sie sind wunderbar. Sie sind ein Geschenk.

Ich bin es einfach nicht gewohnt, dass Mann für mich da ist, mir hilft, mir etwas gibt, ohne dafür etwas zu fordern. Ich tue mich schwer sie anzunehmen. Komplimente und Geschenke annehmen ist sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich.

Irgendein dummer Mechanismus, eine Prägung, was auch immer, ist bei mir eingebaut und vermittelt mir: Du bist nicht liebenswert, wenn Du nichts dafür tust. Wenn Du keine Kompromisse auf Deine Kosten eingehst, taugst Du nichts. Streng Dich an, arbeite, erniedrige Dich, erdulde und Du wirst geliebt, aber einfach so? Nein!

Aber ich arbeite dran. Ein Mann muss mich nicht schlecht behandeln, damit ich merke, dass er mich wahrnimmt. Es geht durchaus anders und es ist weder langweilig, noch uninteressant.

Es ist eine Frage von Selbstrespekt, Selbstwert, Selbstliebe. Es hat mit mir zu tun. Über einen schlechten Mann hole ich mir lediglich die Bestätigung für meine persönliche Geringschätzung ins Haus. Ein guter Mann zeigt mir das Gegenteil: Ich bin gut, liebenswert, schön, sexy, begehrenswert, witzig, klug.

smaragdgrün

PS: Ich kenne auf jeden Fall zwei gute Männer, die nicht egozentrisch sind und dabei nicht langweilig sind. Ich fühle mich bei ihnen auch nicht unweiblich, dumm, wertlos oder uninteressant. Geht doch!

3 Kommentare:

schieferblau hat gesagt…

Ich bin kein Kerl, o.k., aber vielleicht hilft es ja trotzdem:

DU BIST definitiv: "gut, liebenswert, schön, sexy, begehrenswert, witzig, klug"

zudem: zuverlässig, ehrlich, empathisch, nie langweilig und die einzige Schwester, die ich haben mag!

smaragdgrün hat gesagt…

Danke Sista! Weil ich weiß, Du meinst es auch so! Wobei man sich doch an sich die buckelige Verwandtschaft nicht aussuchen kann...;-)

Ich finde mich auch nicht übel. Es ist eher Selbsterkenntnis statt Opferrolle und es liegt nicht nur an den Kerlen.

schieferblau hat gesagt…

Gerrn geschehen sista :)
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Gute Männer ...

ich habe mir mal Gedanken dazu gemacht.

Ja, es gibt gute Männer. Was sie ausmacht ist immer davon abhängig, was ich mir von ihnen wünsche.

Ich wage mich zu behaupten, dass ich da eher bescheiden bin. Vielleicht sehen die Männer das aber ganz anders, möglich wäre es.

Ich möchte einfach so wahrgenommen werden, wie ich eben bin; Akzeptanz für meine Schrullen (Macken) wäre schön;
Kommunikation in allen Lebensbereichen ist mir wichtig;
natürlich mag ich Komplimente! (wer nicht?)

Kurz und knapp:

Der absolut perfekte Mann geht respektvoll mit mir um und vermittelt mir ein Gefühl von echter Nähe.

Letzteres heißt definiv nicht, dass er mir ständig auf der Pelle sitzen muss. Auch ich brauche ab und an meinen Freiraum.

schieferblau