22. Dezember 2009

Traummann

Es war wohl eine ziemlich lockere Netzwerkveranstaltung, so ganz genau kann ich das nicht mehr sagen. Komische Spielchen wurden gespielt. Wahrscheinlich um Teamfähigkeit zu testen oder zu stärken. Ich sollte ein Team zusammenstellen. Die Kriterien entschied ich und sollte nach Sternzeichen auswählen. Sehr merkwürdige Idee.

Alles ein Spiel, also wählte ich aus. Löwen gingen nicht, die sind zu ichbezogen und alpha für ein Team. Krebse zu egozentrisch und zickig. Stiere können stur sein, daher keine Stiermänner. Widder und Skorpione sind zu dominant und schwierig, Fische zu sensibel, Waagen Weicheier. Schützen sind zielgerichtet, Zwillinge und Wassermänner kreativ und frei, also davon welche. Steinböcke und Jungfrauen können zurückstecken, sind Strategen und arbeiten hart. Ich schaute mir mein Team nicht wirklich an, es waren zu viele. Abstruse Aufgaben und Spielchen wurden verteilt. Halbherzig machte ich mit.

Einmal sollte ich mich auf den Schoß von einem aus meinem Team setzen. Vertrauen üben, aber schwierige Sache, denn der Mann hatte lange Beine, ich aber kurze. Ich würde balancieren müssen, dazu die ganze Zeit Augenkontakt halten und mich vom Gegenüber festhalten lassen. Nicht einfach für einen Einzelkämpfer wie mich, aber testenswert. Ich näherte mich dem unscheinbaren Mann und schob mich langsam auf seinen Schoß, etwas Abstand haltend, weil mag ja nicht jeder so nahen körperlichen Kontakt zu Fremden. Er grinste mich an, meinte, ich müsse schon etwas näher rutschen, und legte seine Hände um meine Hüften und zog mich näher zu sich. Schöne, große Hände mit Haare drauf. So saß ich besser, viel stabiler, konnte problemlos Augenkontakt mit dem jungenhaften Gegenüber halten und gemeinsam erledigten wir erfolgreich die Aufgabe. Aber da war noch mehr. Seelenverwandtschaft. Wiedererkennen. Erkennen. Vertrauen. Tiefste Emotionen und der Schreck über all diese Dinge, die geballt über mich kamen.

Stefan heißt er. Ist Anfang/Mitte 40. ungefähr 1,85 m groß, eher schlank und schlaksig. Mittelbraune, relativ kurze Haare, helle Augen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie grün oder blau oder doch grau sind. Sternzeichen Jungfrau, wobei ich die Mankos von denen zu gut kenne und eigentlich nicht mag. Eher ruhig und sanftmütig. Praktizierender Buddhist, der mir viel beibringen kann, nicht nur weil er viel weiß, sondern weil ich ihn einfach akzeptiere, respektiere und zuhöre. Er ist toll. Fast schon unheimlich perfekt. Vor allem, weil ich mit so einem Mann nicht als meinem Mann gerechnet habe. Eigentlich nicht mein Typ, aber völlig passend.

Irgendwann wachte ich dann verwirrt auf.



Kurzer fröhlicher Nachtkommentar: Ich wünsche Dir mehr von den verwirrenden Wachwerdevorgängen *zwinker*

Ich gebe mir Mühe, dachte nur, ich gebe mal meine äußerst realistischen Träume wieder. Gibt da ja noch welche, aber die sind entweder zu brutal oder erotisch, um hier wiedergegeben zu werden ;-))

Hach ja, ich schreib hier auch ned alles ;)

Oder? Doch! Das Wichtige schon. Wobei ich Sexphantasien auch unbehandelt lasse, Mordgedanken hin und wieder durchscheinen mögen. Ergo: ich bin brutal scheiße? Kann ich eben mit leben, glaub ich - schließlich übe ich mich in "Ego-Entwicklung"; Altruismus ist auf Dauer nicht gesundheitsfördernd! (Da soll mal jemand behaupten ich sei in meinem Alter nicht mehr lernfähig *g*)

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